Zitat von Mareitanier:Danke sehr, das ist schon, was ich auch im Inneren fühle, ich habe großes Verständnis, aber ohne Kommunikation wird das nichts. Ich erkenne bei ...
Es ist wichtig, dass du genau das benennst: Verständnis allein reicht nicht, wenn keine Kommunikation stattfindet. Du spürst völlig richtig, dass da bei ihr im Inneren viel Chaos herrscht – Fassade nach außen, aber Durcheinander nach innen. Das passt auch zu dem, was du über ihre früheren „Kennenlernpartner“ schreibst: Es zieht sich wie ein Muster durch, dass Beziehungen nicht klar beendet werden, sondern einfach auslaufen oder im Schweigen verschwinden.
Psychologisch spricht man dabei von einem Vermeidungsverhalten in Beziehungen. Nähe wird zugelassen, solange es angenehm ist, doch sobald es tiefer oder verbindlicher wird, kommt der Rückzug. Das schützt die Person kurzfristig vor Überforderung, hinterlässt beim Gegenüber aber genau das, was du jetzt fühlst: hängen gelassen, benutzt, ohne Abschluss.
Deine Entscheidung, ihr eine Pause zu geben und dann selbst einen klaren Schlussstrich zu ziehen, ist deshalb sehr gesund. Damit gehst du aus der Rolle des Wartenden heraus und setzt deine Grenze. Und genau das ist wichtig: Du nimmst wahr, dass sie in ihrer inneren Unsicherheit gefangen ist – aber du entscheidest, dich dort nicht mit hineinziehen zu lassen.
Das heißt nicht, dass sie ein schlechter Mensch ist, sondern nur, dass sie im Moment nicht fähig ist, eine Beziehung verlässlich zu gestalten. Du dagegen bist klar, reflektiert und verbindlich – und das ist die Basis, auf der du eine echte Partnerschaft führen kannst.