Hallo Bienchen,
natürlich halten mich meine Kinder am Leben. Sie sind der Grund, warum ich weiter mache. Aber man hat auch ein Recht auf ein eigenes Leben, eigene Gefühle. Diese sind den Kindern nur schwer zu erklären,weil sie es noch gar nicht verstehen können. Jedes meiner Kinder geht damit auch unterschiedlich um, wenn sie mich wieder mal völlig hemmungslos weinen sehen. Einer ist wütend

, weil mir mein Schatz das angetan hat und dafür verantwortlich ist, dass ich so völlig aus der Bahn geworfen wurde. Der andere kann damit gar nicht umgehen und redet dann vom anderen Zimmer aus mit mir

, wahrscheinlich weil er angst hat, dann auch in Tränen zu zerfließen, weil er mich nicht leiden sehen mag. Der dritte versucht zu trösten

und kann doch nicht die richtigen Worte finden. Wie auch? Ich finde sie ja selbst nicht mal.
Die Angst vor den Nächten kenne ich auch. Es ist immer dasselbe. Du versuchst einzuschlafen und hast doch ständig sein Gesicht vor dir, hörst seine Stimme, spürst und riechst ihn. Und du könntest verzweifeln. Morgens wachst du auf - so du denn durchschlafen kannst- und dein erster Gedanke gehört ihm. Und du könntest wieder verzweifeln.

Und du fragst dich ständig: Hört das denn nie auf?
Ich bin noch dabei, die Antwort darauf zu finden.
Lass sie uns gemeinsam suchen!
Ich wünsch dir eine gute Nacht- soweit das möglich ist.
LG Neja