Zitat von Puppenmama5269:Es klingt als würdest du dich gut in die Lage meiner M&M's rein versetzen können, im Falle des Falles.
Naja, die Situation war etwas anders.
Meine Eltern trennten sich, weil mein Vater eine Neue hatte. Es stand mir nicht frei, zu wählen, ich blieb bei meiner Mutter. Ich war damals 11 Jahre alt und meine Mutter rutschte in eine tiefe Depression. Diese war so schlimm, dass sie nicht mehr aufstand und weder mich noch sich selbst versorgte.
Das hat mein Vater aber gar nicht zur Kenntnis genommen oder es war ihm egal. Er sagte immer: "ein Kind gehört zur Mutter." Dass diese aber nicht in der Lage war...naja...ich fühlte mich auf jeden Fall sehr verlassen und war auch einfach überfordert, da ich dann die Versorgung für uns beide übernahm. Mit meinem angesparten Taschengeld (das war viel damals), habe ich eingekauft, ich habe gekocht und dafür gesorgt, dass meine Mutter isst.
Mein Vater war bereit, sich um mich zu kümmern...er hat zumindest dafür gesorgt, dass wir uns mindestens zwei Mal die Woche sehen. Ich hätte in dieser schweren Zeit meinen Vater gern für mich allein gehabt, da er auch schon vor der Trennung mein Bezugselternteil war....meine Mama war auch vor der Trennung...ja sagen wir diplomatisch...nicht einfach.
Aber es war so, dass wir immer etwas zu dritt unternahmen: Er, ich und Ische.
Ich hab immer gesagt, ich brauche ihn als meinen Vater und möchte allein etwas mit ihm unternehmen. Ich wollte vor allem nicht darüber sprechen, wie schlimm es bei mir zuhause war, wenn die fremde Frau zuhört. Sie kam aber immer mit. Oft vermieste sie mir Unternehmungen, weil sie nur am meckern war.
Lange habe ich sie gehasst. Mittlerweile weiß ich, dass ich ihr in vielen Punkten Unrecht getan habe... nicht sie konnte nicht allein sein, bzw sich selbst beschäftigen, sondern mein Vater:
Mein Vater wollte, dass sie immer mitkommt. Sie dagegen drängte ihn oft, etwas allein mit mir zu unternehmen. Wenn sie bei Unternehmungen schlechte Laune hast, lag das daran, weil mein Vater sie mehr oder weniger gezwungen hat, mitzukommen.
Also ich kann mich bedingt in deine kleinen hineinversetzen. Mein Vater war zum Umgang bereit, aber nie ohne die Neue. Ich kenne das Gefühl, dass ein Elternteil dich nicht will (meine Mutter war immer überfordert mit mir als Kind und mein Vater hat sich ja dann als ich 11 war auch anders orientiert).
Man überlebt es...ich hab-als ich Erwachsen war- vier Jahre Therapie machen müssen, um das aufzuarbeiten. Es geht
