Urmel_
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Grundsätzlich wird man so mit Ansichten anderer Menschen konfrontiert. Das heißt für mich, dass ich bei etwas derberen Kommentaren im ersten Schritt beobachten kann, wie diese auf mich als Mensch wirken. Werde ich emotional getriggert? Habe ich vielleicht wirklich einen Denkfehler in meinen Aussagen? Sind es Standard-Argumente, die bei bestimmten Themen grundsätzlich auf Parkett gebracht werden? Habe ich unsauber fomuliert?
Und für Männer ist dieser "Buffer" (also ich meine jetzt der textliche Austausch über das Forum) ein gutes Training für reale Situationen. Beispielsweise mit Frauen oder mit dem Chef, in denen die eigenen Ansichten von anderen Menschen kritisch, beleidigend, konstruktiv oder wie auch immer kommentiert werden.
Es ist im Prinzip ein Training, das eigene Ego in die Schranken zu weisen und zu erkennen, welchen Sinn die Aussage eines anderen Menschen hat. Mit der Zeit erkennt man dann auch (als Mann) recht einfache Taktiken von Frauen, wenn es beispielsweise darum geht den Gegenüber durch wertende Aussagen (Machiavelli: Nicht die Argumente, sondern die Glaubhaftigkeit des Senders wird in Frage gestellt) oder durch triggern von Emotionen wie beispielsweise Wut (aha, er wird wütend, ich habe Macht über ihn), und wie man selbst auf diese reagiert.
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