Ich kann jetzt nur für mich sprechen. Nein, sind wir nicht. Zumindest für einige Zeit.
Ich merke noch 1,5Jahre nach der Trennung, dass mich "normale" Männer nicht halten oder fesseln können. Der Narz verkörpert am Anfang all unsere Sehnsüchte und versucht auch körperlich all unsere Sehnsüchte zu stillen. Alles wird als Mittel zum Zweck eingesetzt. Wir werden süchtig.
Und dann kommen die "normalen" Männer, die im Vergleich zur Anfangszeit mit dem Narz eher langweilig ist. Ich versuchte eine Freundschaft zu einem Mann (43) aufzubauen. Aber es funkte nicht. Es fehlte die "Magie", der Zauber des Anfangs. Und nach ein paar Monaten des Kennenlernens stellte ich fest, dass mein Leben nahezu Höhepunktlos an seiner Seite verlaufen würde. Es ist vielleicht eine tiefe Sicherheit dahinter, die für die richtigen Frauen wunderbar ist.
Aber ich persönlich brauche wenigstens gelegentlich romantische Verrücktheit. Das Gefühl, wir fliegen zusammen. Ich will knutschen bis die Lippen weh tun und vom Sternenhimmel träumen. Das bin ich

Leider ! habe ich noch keinen "normalen" Mann kennengelernt, der wirklich darum bemüht war, dieses Gefühl mit mir zu erleben. Und da schlägt des Narzissten Stunde - sie behandeln die Frau am Anfang wie eine Prinzessin. Wir fühlen uns unendlich geliebt. Sie erfüllen uns jeden machbaren Wunsch. Zumindest so lange bis sie uns haben.
Ich glaube nicht, dass es keine guten, normalen Männer gibt, aber ich glaube es gibt nicht viele normale Männer, die wirklich zeigen können, dass sie lieben. Und wir, die NarzissmusÜberlebenden, wissen dass Mann sich schon ein bisschen ins Zeig legen kann um eine Frau zu erobern.
Also bei den Narzen ist es falsch und zuviel und bei den "Normalos" ist es häufig echt, aber zu wenig.
So geht es halt eben mir.
Aber ich weiß halt nicht, wie es ist wenn der Heilungsprozess vorüber ist.