@Hope
Bei mir sind es jetzt heute auf den Tag 7 Wochen. Ich muß aber dazu sagen, daß wir in den letzten 1 1/2-2 Monaten vor der Trennung schon recht wenig Zeit miteinander verbracht haben. Entweder war sie am lernen für ihre Klausuren (wofür ich vollstes Verständnis habe) oder aber es war halt mal ne Stunde am Tag, wo wir telefoniert hatten, bzw über Skype am chatten waren. Der Großteil lief in der Zeit aber über Whatsapp ab. Zudem kamen immer gehäufter ihre Rückzugsphasen, wo sie sich in ihr Schneckenhaus zurück gezogen hatte, weil sie traurig war. Heute weiß ich eben durch ihre Mail, daß es nicht nur daran lag, daß sie ihre 12 jährige Ehe noch nicht verdaut hatte. Sondern eben auch der Punkt, daß sie eben gespürt hat, daß ich mit ihrer Glaubensgemeinschaft nicht so recht warm werde und dies wohl auch nie sein werde. Sie hat es einfach noch etwas laufen lassen und versucht, die schönen Momente mit mir zu genießen. Und daher denke ich mittlerweile, daß ich da eben schon nach und nach innerlich dicht gemacht habe und deshalb schon so weit bin. Ich hatte sie quasi in der Zeit 3 mal drauf angesprochen, daß mir das zu wenig Zeit ist und das sie mich eben mehr und mehr aus ihrem Inneren ausschließt. Sie sagte dann halt immer, daß sie dran arbeiten wird.
@Freya
Das mit dem Urlaub meine ich so, daß man sich einfach mal bewusst sagt "ich lenke mich ab und denke einfach mal eine Stunde oder so an was anderes". Das du dich quasi bewusst dazu entschließt, dich von Freunden, Bekannten oder Familie ablenken zu lassen. Das du dich darauf einlässt. An Weihnachten zB waren meine Mom und meine Schwester am ersten Feiertag da. Das war quasi kurz nach der Trennung und als wir so die Geschenke ausgetauscht haben, musste ich mich echt beherrschen, nicht zu heulen. Weil ich mir immer so sehr gewünscht habe, daß sie mal mit dabei ist, wenn wir uns aus solchen bestimmten Anlässen treffen. Ich hab mir aber dann gesagt, daß ich jetzt nicht trauern will, sondern mich bewusst auf die Ablenkung einlasse. Wir hatten dann einen tollen Tag zusammen. Haben viel geredet und wie immer Mensch ägere dich nicht gespielt mehrere Runden. Da hab ich dann kaum bis gar nicht an sie gedacht. Ich hab gelacht und mich gefreut, wenn ich gewonnen hab (was bei 5 von 6 Runden der Fall war, was mich dann zu dem Spruch "Glück im Spiel, Pech in der Liebe brachte

). Solche Auszeiten hab ich mir immer mal wieder bewusst gegönnt. Weil dein Herz und deine Seele mal etwas Zeit brauchen, um sich wieder etwas zu erholen. Dann übersteht man auch wieder halbwegs den nächsten Trauerschub. Sonst klappt man irgendwann echt zusammen.