Zitat:Ich habe ein Problem, dass ich gerne zur Diskussion stellen möchte:
- Ich lebe seit ca. 17 Jahren mit meinem Freund zusammen. Wir haben vor 10 Jahren ein Haus gekauft und hatten uns sehr harmonisch in unserem Leben eingerichtet. Während unseres Urlaubs Anfang September hat mir mein Freund eröffnet, dass er seit ca. 3 Monaten eine Affäre hat.
Daraufhin haben wir den ...
... Urlaub sofort abgebrochen, weil er zu ihr wollte.
Zu Ihr gefahren ist er aber dann doch nicht, sondern hat Ihr eine Whatsapp geschrieben, dass er mich liebt und nicht zu ihr kommen könnte.
Mitte September bin ich dann in die Reha gefahren und sofort bestand zwischen den beiden wieder Kontakt (von wem auch immer ausgehend).
Seit dieser Zeit ist er hin und her gerissen. Er wollte schon einige Male das gemeinsame Haus verlassen und zu ihr ziehen.
Bisher hat er es nicht getan.
Aber ich merke natürlich, dass es ihm auch irgendwie schwer fällt zu bleiben. Er wägt nach eigener Aussage ab, was für ihn im seinem Leben besser ist. Ich kümmere mich sehr um seinen krebskranken Vater, gehe Vollzeit arbeiten, halte das Haus in Ordnung usw.
Außerdem frage ich mich natürlich, warum ich dieses ganze Theater mitmache und ihn nicht einfach vor die Tür setze.
Das Haus gehört uns gemeinsam, aber ich könnte es alleine nicht halten und möchte ich auch nicht.
Dieser 'Schwebezustand' macht mich fertig und ich frage mich, ob ich mit einer endgültigen Trennung besser leben könnte?
@trauer37
-seit Anfang September der TS bekannt, Urlaub abgebrochen, hin zur Geliebten, "Seit ca. 3 Monate" wurden damals schon genannt.
Zitat:Es geht überhaupt nicht darum, hier monate- oder jahrelang in einer Situation zu verharren
-Mein Kalender sagt heute ist der 11. November. Monat 3 bei 11kg Gewichtsverlust und 2h Schlaf.
Zitat:Gepräche verschärfen die Situation? Nein. Die meisten Partnerschaften scheitern, weil zu wenig miteinander geredet wird.
In dieser Situation, wo erkennst du da Basis für Partnerschaft und Konsensgespräche?
Er kontrolliert die Weichenstellung aktuell vollständig alleine.
Mit jemandem, der die vollständige Beziehungsmacht bei sich zentriert hat, kann niemand verhandeln.
Menschen lassen seltenst von Kontrolle ab aufgrund von Wünschen anderer.
Bewegung in sein Verhalten kam erst, als die TS ihm Konsequenzen klar machte: Geh wieder zu ihr, dann ist hier Ende mit lecker Haus bewohnen für dich.
Mit einem Gespräch wird seine Ambivalenz und der andauernde Zustand zementiert.
Es fällt mir zunehmend schwer, mit Menschen zu reden, die die entgegengesetzte Wechselbeziehung von Macht und emotionaler Unsicherheit (anhänglicher Liebe) in Paarbeziehungen negieren....
"Krise" jaja...Es gibt lebensgefährliche Erkrankungen, die schneller ausheilen als so ein betrügender Ehemann, der es sich gerade mit 2 Frauen einrichtet.
Was auch immer er vermisst haben mag kann nur auf Augenhöhe besprochen werden.
Diese gilt es jetzt erstmal herzustellen.
Und ich habe starke Zweifel, dass der TS dies ohne räumliche Trennung gelingen kann. So sehr sie mitgenommen ist von dem fortgesetzten Betrug wird sie kaum noch die coole attraktive selbst von anderen Begehrte mimen können.
Gelänge das, wäre es ein Weg. Aber damit verlangt man jetzt einen nahezu unmenschlichen Kraftakt.
"Sieger" gibt es bei dieser Art von "Krise" lange Zeit nicht oder meistens nie.
Es geht jetzt um Würde und Handlungsspielräume.