Hallo!
@ bibi
Also ich habe Deine Geschichte leider nicht von Anfang an verfolgt, kenne also die Zusammenhänge und Hintergründe nicht genau - aber ich habe das gelesen, was Du in den letzten Tagen geschrieben hast wegen der Scheidung ...
Und ich frage mich: kann es denn so etwas geben? Vielleicht verstehe ich es ja falsch, aber soweit ich es mitbekommen habe, geht es doch darum, daß Du irgendwann einmal mehr hättest verdienen können, aber irgendeinen Dir (tatsächlich oder vorgeblich) angebotenen Ganztagesjob nicht angenommen hast.
Was soll denn das bei einer Scheidung für eine Relevanz haben, ob man irgendwann einmal mehr hätte verdienen können? Es kann doch nicht so sein, daß man verpflichtet ist, so viel zu verdienen, wie man verdienen könnte! Das kann doch wohl nicht ernsthaft eine Rolle spielen. Was wäre dann mit einer Frau, die Haushalt und Kinder und Mann versorgt und nicht auch noch einer Arbeit nachgeht? Die müßte dann vor Gericht im Fall einer Scheidung ja überhaupt gänzlich verloren sein, denn sie hätte ja auch einem Job nachgehen können.
Und in jedem Fall ginge ja auch noch freiberufliche Hobbynutte am Wochenende, um den Verdienst zu maximieren.
Also diese Argumentation verstehe ich absolut nicht. Und ich muß Dir sagen, da würde ich ziemlich energisch werden, wenn jemand mit einem solchen Schwachsinn daherkommt ...
Gibt es bei Euch in Deutschland nicht irgendeine Öffentlichkeit, an die man sich wenden kann? (Also Zeitung, Fernsehen.) Denn mit so etwas kann man in einem Rechtsstaat doch wohl kaum durchkommen. Du hättest mehr verdienen können - na und? Das könnte ja jeder, wenn er sich immer noch mehr und noch länger verkauft. Was also sollte das bei einer Scheidung für eine Relevanz haben?
Da bleibt wirklich nur zu hoffen, daß alle anfallenden Kosten Dein Ex zu tragen hat! Denn das ist wirklich unerhört!
@ groupie
Ich habe kürzlich gehört, ein Mann lügt (alles in allem, also auch kleine Flunkereien eingerechnet) pro Tag etwa 200x, eine Frau so ca. 120x. Bei schwerwiegenden Lügen bringt es ein Mann pro Jahr auf etwa 1300, eine Frau auf rund 750.
Jetzt habe ich mich gefragt, woran das wohl liegt ...

Sind Frauen ehrlicher, selbstbewußter, direkter, unhöflicher? Oder reden sie einfach weniger? Oder haben sie schlicht nicht so viel auf dem Kerbholz? Oder reicht statt einer Antwort ein Augenaufschlag oder ein Augenrollen? Oder bohren Frauen mehr und Männer weniger herum? - Ich weiß es nicht ... Aber vielleicht wird ja auch das noch näher erforscht

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Der Überknaller beim Knaller wegen der Haare auf dem Schlafzimmerteppich wäre ja noch gewesen, wenn Dein Damaliger behauptet hätte, Du hättest die roten Haare von einem anderen Mann mitgebracht! Das wäre mutig gewesen

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@ maus
Ich hoffe, es geht Dir mittlerweile etwas besser

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Die Vorstellung, ihn nie mehr wiederzusehen, ist zwar sehr schmerzlich, aber gerade, wenn Du diese Vorstellung in Dein Leben läßt, ist das der entscheidende Schritt. Es bleibt letztlich nichts, als in die Realität zurückzufinden, denn nur in dieser kann man agieren und gestalten - und eben auch wieder glücklich werden. Alles Nachsinnen und Hoffen und Antwortensuchen wird Dich, so hart es klingt, nicht glücklich machen, sondern es verhindert geradezu, wieder glücklich zu sein. Man lebt in einer Welt, die es nicht gibt und in der man auch kein Glück finden kann, außer ein nostalgisches, ein Nachleuchten.
Jedenfalls wünsche ich Dir, daß Deine Tränen irgendwann endgültig versiegt sind und Du letztlich erkennst, daß Du weit mehr gewonnen als verloren hast!
Und wenn Dich der Herbst drückt, dann denke an den Frühling, an den nächsten, auch an Deinen eigenen ...
Liebe Grüße