@ Groupie
Wegen Ostern glaube ich Dir jetzt einfach einmal blind und sehe nicht nach.
Wann der Fühling heuer ausbricht, das wird sich ja zeigen - je früher, um so besser!
Was mich an Goethe und Schiller stört, oder vielmehr richtiggehend abstößt, ist diese unglaubliche Arroganz, diese Selbstbeweihräucherung weihnachtlichen Ausmaßes. Dieser Versuch, das Griechentum gewissermaßen einzudeutschen und als etwas Authentisches zu verkaufen. Aber mehr als "deutsche Klassik" ist es halt nicht geworden.
Jedenfalls ist mir, wie gesagt, Hölderlin um Größenklassen lieber - und daß dieser großartigste Dichter deutscher Sprache mehr oder weniger gar nicht vorkommt, hat eben ganz wesentlich mit diesen beiden "Dichtergrößen" zu tun (heute würde man sagen, er wurde von ihnen "gemobbt"). Der hatte nämlich eine griechische Seele, die deutsch gedichtet hat, und nicht eine deutsche Seele, die griechisch gedichtet hat.
Und außerdem glaube ich noch, er war vermutlich der einzige Mensch, der jemals wirklich geliebt hat. Und das beeindruckt mich noch mehr als seine Dichtkunst.
So, und jetzt überlege ich mir dann noch, was es wohl bedeuten mag, sich bei der Partnerwahl auf den Bauch zu packen

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Das nehme ich dann als mein heutiges Schlechte-Nacht-Rätsel mit ins Bett.
Liebe Grüße