Moinsen,
Wie Du Dich verhalten sollst? Nunja da kommt darauf an was Du moechtest.
Zunaechstmal gibt es in jeder groessen Stadt so "Suchberatungsstellen" z.b. von der Diakoni. Da kann man in ne offene Sprechstunde gehen sowohl als Betroffener als auch als Angehoeriger. Da kannst Du ja einfach mal machen, die sind ganz easy da. Ich war auch schon mal in einer.
Im Prinzip musst Du Dich aber entscheiden ob Du mit Deinem Mann (als solchem) noch weiter willst oder nicht. Durch die Trennung hat er ja jetzt nen Schuss vor die Nase bekommen. Und das ist in der Regel ne gute Gelegenheit mal auf den Trichter zu kommen.
Ich weiss nicht wie offen der Dialog zwischen Dir und Deinem Mann noch ist, aber Du kannst Ihm halt auch mal mitteilen, das ein Verhalten, das einen dauerhaft negativ in der Lebensqualitaet beinflusst, sei es pysisch, mental, finanziell oder wie auch immer, das man aber trotzdem nicht abstellt nicht gesund ist. (und das genau ist eine Definition fuer "Sucht").
Update: das macht deinen Mann ueberrigens nicht zu schlechteren Menschen, das kann jedem "passieren", das man in sowas reinbleiert. Das passiert sogar ganz vielen nur eben halt mit weniger auffaelligeren Sachen: Fressen, Sport bis der Koerper voellig im Ar. ist, Arbeiten bis der Arzt kommt usw und sofort. Belohngssystemtrigger halt

So an der Stelle stellt sich dann natuerlich die Frage warum faehrt "Mensch" damit fort? Da gibt es viele Gruende, die kann man mal rausfinden und die dahinterstehenden Beduerfnisse auf andere weise befriedigen. Wenn man das allein nicht kann (was auch schwierig ist), dann zeigen Dir die Leute in sonner Beratungstelle ein paar Massnahmen auf alles ganz easy und chilled.
Am Ende des Tages ist das fast immer nur nen Trigger aufs Belohnungssystem den es von woanders nicht gibt.
Kennt jeder der schonmal Liebskummer hatte: da faengt man unter umstaenden auch an sich ueber die massen zu betrinken fuer ne weile oder aehnlich.
Gruss,
g