Zitat von whynot60: ahnen. Die
Kürzlich habe ich etwas gelesen, das diesen Tatbestand, wie ich meine, im Kern wiedergibt: Es gibt nur zwei Arten von Liebe: Die sinnliche und die unsinnige. (Auf den Fall der TE bezogen heißt das, da von sinnlich ja nicht einmal ein Anschein vorhanden ist, dass ohnehin alles ein Rohrkrepierer ist und allein aus diesem Grund andere Fragen zu bedeutungslosen Nebensächlichkeiten werden.)
Da die sinnliche Liebe in der Regel den Makel der recht raschen Vergänglichkeit oder zumindest Ermüdbarkeit an sich hat, die unsinnige zwar unter Umständen viel redet, aber mangels echten Inhalts nichts halten kann von dem, was sie spricht, so wird dem, was heute unter Liebe läuft und daher- und davonläuft, naturgemäß kein sonderliches Gütesiegel anhaften.
Da blutet einer leidenschaftlichen Romantikerin das Herz. "Tatbestand...", 2 Arten von Liebe "... - warum diese Kategorisierung, Klassifizierung, wo ist der Zauber hin, die Macht, Kraft der Liebe, die uns über all das doch erheben sollte...?
Ja, auch ich habe gelitten im Namen der Liebe, aber diese Wunden trage ich mit Stolz, weil sie die Wahrhaftigkeit bezeugen, mit der ich mich dieser Himmels Weisung unterworfen habe.
Ich kannte kein "Invest", noch "Ghosting", ich hielte und halte es mit Ingeborg Bachmann "ich bin immer ich, will mich irgendetwas beugen, lieber breche ich...", das bedeutet in diesem, wie so vielen ähnlichen Fällen hier, ich zeige, sage, was ich fühle, ohne zu taktieren, abzuwägen, markettieren.
Und warum hat die sinnliche Liebe den Makel der raschen Ermüdbarkeit? (wieder die Kategorisierung, grrrrr...) Meine Eltern sind 55 Jahre verheiratet und ein Liebespaar mit viel Zärtlichkeit und Leidenschaft, sie haben sich viel verziehen, genug gelitten, hatten in all den Jahren einige Dramen, sich aber niemals verloren, weil sie sich niemals losgelassen haben.
Erfuellt das nun den Tatbestand der "unsinnigen Liebe", weil sie, unter anderem, nie ueber den Sinn dieser Liebe sinnierten?
Mitunter beschleicht mich die Vorstellung, dass die aktuelle Partnersuche und daraus entstehende dates besser gleich bei einer Psychotherapie, besser Analyse stattfinden sollte, damit jeder zarte Funken an Interesse zerredet und bewertet werden kann.