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Starke Depressionen / ich verstehe nichts mehr

Winza
@crz3e
Suchst du nach Gründen, um dich doch melden zu können?
Die Frau hat gesagt, sie will nicht.
Akzeptiere es, ohne herum zu deuten, dass es vielleicht doch nicht so gemeint war.

#61


C
Zitat von Winza:
@crz3e Suchst du nach Gründen, um dich doch melden zu können?

Immer noch nein, ich habe nie gesagt das ich nach Gründen suche, nur das der Drang da ist.

Der Beitrag war dafür da um zu verstehen was hinter dem Verhalten steckt, da es 0 zu ihr passt und ich dachte vielleicht kann jemand das an Hand der mentalen Krise erklären.
lg

#62


A


Starke Depressionen / ich verstehe nichts mehr

x 3


Lukrethia
Lieber @crz3e
Ich war jahrelang mit einem Mann in einer Beziehung, der sich ebenfalls geweigert hat, professionelle Hilfe anzunehmen. Ich kann dir nur raten, es bei diesem Kontaktabbruch zu belassen und nach vorne zu schauen.
Es ist nicht deine Verantwortung, ihr zu helfen. Wenn du ein sehr schlechtes Gefühl hast, dann kann ich dir sagen, dass das ein ewiger Begleiter in einer Beziehung mit so einem Menschen ist. Verstehen kannst du das nicht, weil es nichts zu verstehen gibt. Depressionen kann man nicht "logisch" erklären, das Spektrum, wie sie sich äußern, ist extrem breit und die meisten Depressiven verstehen sich ja selber nicht.

Natürlich gibt es viele Menschen mit Depressionen, die sich behandeln lassen und ihre Krankheit gut im Griff haben - herausfordernd ist es aber allemal, für die Betroffenen genauso wie für die Angehörigen. Wenn sich jemand mit Depressionen inklusive Suizidgedanken nicht behandeln lässt, ist das der worst case - solche Menschen sind nicht geeignet für eine Beziehung, in dem Fall hab ich da ausnahmsweise eine sehr pauschale Meinung.

Wie hier schon mehrfach erwähnt wurde, kannst du bei ernsthaften Bedenken den Rettungsdienst oder die Polizei kontaktieren mit dem Hinweis auf Selbstgefährdung. Aber damit hast du alles getan, was du tun kannst, der Rest liegt in ihrer Hand.
Alles Gute für dich.

x 8 #63


MafusCage
@crz3e Viele Antworten klingen sehr kalt und rigoros, gerade wenn du Gefühle für die Dame hast. Aber sie haben recht.

Ich habe auch Erfahrungen mit Menschen, die phasenweise immer mit Depressionen und Selbstmordgedanken und ebensolchen Versuchen zu tun hatten.

Mach dir bewusst, dass Sie dich mit Suizid auf dieser Welt bewusst allein lassen würde. Mach dir klar, dass es nicht kontrollierbares, gar langfristige Pläne mit ihr gibt. Sie kann jederzeit alles wieder wegwerfen und du bekommst nie tiefes Vertrauen, Verlässlichkeit und Halt, welche man in stabilen Beziehungen erfährt.

Dein Stresspegel wird dich krank machen auf kurz oder lang und jeder wiederkehrende Tiefschlag im endlosen Kreislauf von wiederkehrenden Krisen nimmt dir ein Stück deiner Kraft und zieht dich aus der Gesellschaft.

Du solltest mal aufarbeiten, warum dich deine Ex mit diesen Problemen so anzieht. Hattest du als Kind instabile Eltern, für die du insgeheim Verantwortung mittragen musstest? Vielleicht ist es so ein vertrautes, gewohntes Gefühl, dass du hier jemand hast, für den du auch wieder Verantwortung übernimmst? Das ist aber keine Liebe, sondern sind eher alte unaufgearbeitete Muster und sie werden keine positive Erfüllung bringen. Das ist eine ernste Frage, die du an dich selbst stellen musst.

x 3 #64


W
Zitat von crz3e:
Ich fühle mich schlecht, ich habe das Gefühl ich habe was falsch gemacht und das es nur meine Schuld ist. Ich mache mir Sorgen und sonst war sie immer bereit um alles zu kämpfen und „man kann alles klären“ und sie hat sich an ihre Worte immer gehalten.
Sie hat auch vieles versprochen und gehalten und umso mehr verwirrt mich dieses Verhalten weil das passt nicht zu dem Menschen den ich kenne.

Meine Ansicht dazu wird sich vermutlich (ich habe nur Deinen Post gelesen, nicht das, was Du an Antworten schon erhalten hast) von anderen Ansichten unterscheiden.
Aber ich glaube jedenfalls, dass viele Konsistenz im Wesen eines Menschen erwarten und dann mit Ausschlägen in diesem Wesen nicht zurechtkommen.
Bei Deiner Freundin scheinen mir diese "Ausschläge" der Wesenheit besonders ausgeprägt zu sein; aber ich denke, das hat auch seinen Grund und Hintergrund, seinen Sinn.
Welcher das sein könnte, darüber möchte ich nun gar nicht spekulieren (und mehr könnte ich auch nicht). Aber gut ist es immer, es zu akzeptieren, dass es diese Ausschläge gibt, und seien es auch extreme Ausschläge (bis hin zur radikalen Lebensverneinung). Es kann ja nicht die Pflicht eines Menschen sein, leben zu müssen, nur weil er geboren ist (wer sollte ihm diese Pflicht auch auferlegen?). Und schon gar nicht kann es sein, dass man sich, weil einem das Leben nicht behagt, einer "Therapie" unterziehen muss. Diese Meinung ist nichts als eine freche Übergriffigkeit gegen die Entscheidung eines anderen Menschen, in dessen Haut man nicht steckt. Das Leben aus freien Stücken beenden zu können ist vermutlich die einzige Freiheit, die man tatsächlich hat. Und das gilt es zu respektieren.
Ich würde an Deiner Stelle mit ihr "mitschwingen", wenn es denn Liebe ist, die Du empfindest. Liebe, im eigentlichen Sinn, bedeutet alles, schließt alles in sich. Sie bedeutet nicht, sich einen anderen Menschen anzueignen, ihn in seine Vorstellungswelt zu zwingen, sich seinem Ego dienlich zu machen, sondern sie bedeutet, ihn in seiner ganzen Freiheit zu lieben. Und genau das ist das, was Du machen kannst, wenn es Dir wirklich ernst ist mit Deiner Liebe. Halte Deine Arme offen, aber zwinge sie nicht in Deine Arme.

Was man noch, stimmt die Gesprächsbasis und ist man nicht zu sehr von seinem Ego eingenommen, machen kann, ist vielleicht, in sanften Gesprächen dahinterzukommen, weshalb es Deiner Freundin so schwer ist zu leben. Bisweilen verbirgt sich dahinter nur eine Zwanghaftigkeit, die einem Wesen es erschwert oder verunmöglicht, seinem Daseinssinn gerecht zu werden (hat sie vielleicht irgendeine Außergewöhnlichkeit in sich, die keinen Platz findet im Gewöhnlichen). Dazu wird es allerdings einer großen Sensibilität, ja Sensitivität Deinerseits bedürfen. Etwas, das auch nur die Liebe kann.
Was Du nicht hast und Dir auch nicht anmaßen solltest, das ist irgendeine Macht über Deine Freundin. Begegne ihr, wenn Du ihr noch einmal begegnest, mit der Zartheit eines ruhigen, stillen Gewässers. Besseres kannst Du ihr nicht tun, ohne Deine Grenzen zu überschreiten.
Und, wenn Du die Möglichkeit dazu hast, denke vielleicht auch mal über die Grenzen dieses Daseins hinaus. Vielleicht verstehst Du dann eher, weshalb Eingriffe Deinerseits, welche immer es sein mögen, vollkommen unangebracht und übergriffig wären (abgesehen davon, dass sie auch nicht den Nutzen bringen würden, den man sich davon erwartet).
Wenn es nicht die Liebe ist, die akzeptiert, was immer es ist, die in Liebe hinnimmt und noch umarmt, wenn nichts mehr umarmt - was wäre es dann?

#65


MafusCage
Zitat von whynot60:
Ich würde an Deiner Stelle mit ihr "mitschwingen", wenn es denn Liebe ist, die Du empfindest. Liebe, im eigentlichen Sinn, bedeutet alles, schließt alles in sich.


Zitat von whynot60:
Und genau das ist das, was Du machen kannst, wenn es Dir wirklich ernst ist mit Deiner Liebe.


Zitat von whynot60:
Und, wenn Du die Möglichkeit dazu hast, denke vielleicht auch mal über die Grenzen dieses Daseins hinaus. Vielleicht verstehst Du dann eher, weshalb Eingriffe Deinerseits, welche immer es sein mögen, vollkommen unangebracht und übergriffig wären


Zitat von whynot60:
Begegne ihr, wenn Du ihr noch einmal begegnest, mit der Zartheit eines ruhigen, stillen Gewässers. Besseres kannst Du ihr nicht tun, ohne Deine Grenzen zu überschreiten.


Und genau das ist der berühmte Eiertanz. Der TE ist hier der, der gerade Verletzungen ausgesetzt ist. Er muss sich, sofern sie es wieder erlaubt, stets bemühen alle Grenzen zu wahren, nicht übergriffig zu sein, schon mit den kleinsten Erwartungen, die man in eine Zweierbeziehung setzt.

Nein, sie hat die Freiheit so zu leben, wie sie es möchte, aber er sollte begreifen, dass er kein Betreuer und kein Retter sein kann, darf und vor allem ist

Die Realität ist: Keiner kann sie retten. Das muss aus ihr heraus kommen. Der TE lebt aber noch in der Vorstellung, dass er das kann. Sollte er in einer derartigen psychologischen Ausnahmezustand kommen (und nach Jahren in einer destruktive Beziehung nicht ausgeschlossen) wird keiner ihn retten. Keiner! Er muss daher auch seine eigene Gesundheit und Selbstschutz im Auge behalten (und das ist kein Egoismus).

Viele haben es schon klar als Co-Abhängigkeit beschrieben.

x 1 #66


W
Zitat von MafusCage:
Viele haben es schon klar als Co-Abhängigkeit beschrieben.

Also sei mir bitte nicht böse, aber dieses psychologische Konstrukt der Co-Abhängigkeit ist doch ein Schwachsinn ersten Grades! Das kann man doch nicht ernsthaft ernst nehmen. Dann wäre ja alles eine Co-Abhängigkeit, egal, worum es geht, und bereitet man auch nur einen Eierkuchen zu oder rettete jemanden aus der Bergwand, der sich verstiegen hat, oder kassiert im Supermarkt. Das ist doch ein solcher Mumpitz, das man ihn auch ohne Lupe erkennen kann.

Und ja, ich meine durchaus, alles, was Sinn und Wert haben soll, kann nur auf der Freiheit beruhen. Alles andere, also durch irgendeine Zwanghaftigkeit Existierende, ist nichts als Müll und zum Vergessen. Das braucht nun wahrlich niemand, der auch nur entfernt etwas mit einem ernsthaften Leben bzw. Bewusstsein zu tun haben will.

Und ja, nochmals, nicht nur sie hat die Freiheit, über ihr Leben selber zu bestimmen, nicht nur sie hat die Freiheit, ihren Gefühlen und intrinsischen Wegen zu folgen, sondern selbstverständlich auch er! Und ist ihm das zu viel, sich weiter mit einem allgemein als "schwierig" bezeichneten Menschen nahe oder überhaupt auseinanderzusetzen, so ist es natürlich auch seine Freiheit zu sagen, das will ich nicht und sich zu verabschieden.

Das war aber nicht seine Frage oder Intention, so weit ich das verstanden habe.

Aber selbstverständlich, wenn er sie einfach stehen lässt, wo sie eben steht, dann ist das auch vollkommen in Ordnung. Dagegen habe ich ja nichts gesagt.

#67


C
@whynot60 @MafusCage

Ich danke euch erst einmal für eure Antworten, das Problem ist ich gebe zu ich habe mich ein wenig im Thema verrannt ja.

Das ich Sie nicht retten kann ist mir wie gesagt auch bewusst.
Aber meine Frage war ja auch nie ob ich sie retten kann sondern ob jemand ähnliche Erfahrungen hatte und vor allem ob jemand weiß wieso wenn vor einer Woche noch alles gut war und nichts dramatisches zwischen uns gefallen ist , woher dieses Verhalten gekommen ist und auch dieser abrupte Abbruch. Vor allem weil das gar nicht zu ihrer Persönlichkeit gepasst hat.

Auch stellt sich mir die Frage warum manche Leute hier denken sie müssten auf mich ein prügeln oder so tun als hätte ich einen Vorteil davon mich auf jemanden einzulassen.
Ja ihr habt recht, jemand mit gutem Verstand würde so eine Person und vor allem wenn sie keine Professionelle Hilfe annimmt direkt stehen lassen.

Ich wollte nur so gut es geht „unterstützen“ und nicht Retter oder Held spielen. Ich wollte diesem Menschen eine Chance geben auch wenn es schwierig wird.

Nur das ich dieses mal ratlos bin und das Verhalten mir fremd ist.
Ich frage mich ob es Überforderung ist wegen innerer Krise oder ob ich doch einfach nicht der Richtige war.

Ich wollte wissen ob Leute Erfahrungen, Ahnung oder sowas haben, aber Leute die, die Gesamtsituation nicht einmal zu 50% kennen wollen mir dann lieber unterstellen ich fühle mich gut, Weil ich „gebraucht“ werde oder weil ich mein Ego damit aufstocke oder sie ausnutze.
Das war aber alles nie der Fall und mich dann noch als Missbraucher hinzustellen wie es der liebe Zaungast tat, fand ich unangebracht.

Auch sollten man beachten das ich noch sehr jung bin und es mir deshalb an Lebens und Beziehungserfahrung fehlt.

x 1 #68


GreenTara
@crz3e
Zitat von crz3e:
Das am Ende war nicht der Mensch den ich kenne. Darum ging es

Das ist leider so, dass diese Krankheit einen Menschen in Bereiche abgleiten lässt, die für einen gesunden nicht nachvollziehbar sind. Es tut weh, daneben zu stehen, und nicht helfen zu können. Besonders, wenn keine Bereitschaft da ist, sich helfen zu lassen, von wem auch immer. Da macht sich schnell Hoffnungslosigkeit breit.

x 1 #69


Z
Lieber crz3e, frohe Weihnachten erstmal.
Deine Fragen sind nachvollziehbar, und auch Deine Beweggründe. Und ich finde es gut, dass Du einen anderen Menschen aufgrund Erkrankung nicht direkt stehen lässt sondern hinschaust, Dir Gedanken machst. Das machen heutzutage nicht mehr sehr viele. DerPunkt ist, wo die Grenze erreicht ist. Wo Du sie nicht mehr erreichst, wo Du loslässt.
Und doch. Die Person kann sich plötzlich ganz anders verhalten. Das sind Persönlichkeitsstrukturen, Ängste, Symptome der Depression u.vermutlich anderer psych Auffälligkeiten. Depression kommt nur ganz selten allein, hat hohe Komorbiditäten. Stimmungsschwankungen, Auf-u. Abwertung ist typisch, Distanz u Nähe im Wechsel, große Hilflosigkeit-die eigentlich fast immer auf das Umfeld übergeht. Man sagt nicht umsonst, dass psych. Erkrankungen ansteckend sind. Und auch, dass sich 2 Ertrinkende oft anziehen.
Ich habe leider diese Erfahrungen machen müssen. Ihr ward nicht lange zusammen, nutze das und mach Dich frei davon. Sie hat es ja schon getan...
In meiner Beziehung war es so, dass der Depressive (und auch noch anderes) eine Kraftquelle brauchte. Ich wohl auch, u so haben wir jahrelang wirklich gut und innig miteinander verbracht. Da gab es auch oft komische Situationen, offs usw. Aber sie war in Therapie, hat was ändern wollen, am Ende ging das aber nicht gut. Weil dann nicht mehr ich, sondern wer anderes Kraftwerk sein sollte. Ich wurde in die Ecke gestellt, u.der Kontakt schleichend eingestellt. Als ich das thematisierte bekam ich ausweichende Antworten, wurde irgendwann komplett ignoriert. Und leider wusste ich, aus unseren nahen Zeiten, wie schmutzig über vergangene Freundschaften, Beziehungen im Allg.geredet wurde...siehst sich sogar über kontaktversuche ganz netter Art, obwohl die alle einfach stehengelassen wurden, lustig gemacht, mir die Nachrichten vorgelesen usw. Widerlich im Nachhinein. Jedenfalls war ich dann nach Jahren "nutzlos", war ein anderer dran.
Sowas ist nicht selten. Insofern. Du darfst Dir den Schuh nicht anziehen, da sind unergründliche Muster am Werk, die auch, gerade wenn schon so jung so ausgeprägt, nicht verschwinden. Es chronifiziert sich schnell, anderes kommthinzu usw.
Alles Gute!

x 1 #70


MafusCage
@crz3e

Warum sie so plötzlich dicht macht kann eben bei ihr Ursachen haben ... manche nannten schon Borderline, aber es gibt auch paranoide Shizophrenie, die mit einer deutlichen Wesensveränderung, Ablehnhaltung oder gar einem Bedrohungsgefühl von dir einhergehen kann und erklären würde warum sie abtaucht. Das wäre aber krass und das kann wirklich keiner hier diagnostizieren.

Vielleicht hast auch du doch in irgendeiner Art etwas gesagt oder getan, was sie doch tief verletzt hat oder Grenzen überschritten hat. Vielleicht hat auch die sich mit dir verlaufen und das erkannt. Etwas was du vielleicht nicht gesehen oder begriffen hast.

Klare Antworten kann es nicht geben von dieser Stelle.

x 2 #71


Lukrethia
Zitat von crz3e:
Ich wollte nur so gut es geht „unterstützen“ und nicht Retter oder Held spielen. Ich wollte diesem Menschen eine Chance geben auch wenn es schwierig wird.

Nur das ich dieses mal ratlos bin und das Verhalten mir fremd ist.
Ich frage mich ob es Überforderung ist wegen innerer Krise oder ob ich doch einfach nicht der Richtige war.

Du kannst sie nicht unterstützen, wenn sie den Kontakt abbricht.

Ist das krankeitsgetrieben? Das kann dir niemand sagen, vermutlich nicht mal sie selbst. Aber es spielt keine Rolle, weil das Ergenbis das gleiche ist. Es gibt sie nur mit Krankheit, daher ist es irrelevant, ob die Depression das Verhalten, also den Kontaktabbruch, ausgelöst hat oder nicht.

Das Leben mit so einem Menschen ist nicht "schwierig". Schwierig trifft es nicht mal ansatzweise. Man muss extrem selbständig und stabil sein um das über einen längeren Zeitraum mitmachen zu können. Du wirst dich nie auf sie stützen können. Wenn es dir mal schlecht geht, ist dann niemand für dich da. Das in einer langjährigen Beziehung durchzuhalten, wo man den anderen auch gesund kennt, ist ganz eine andere Voraussetzung als gleich in so eine ungesunde Beziehung reinzurutschen, noch dazu in so jungen Jahren. Es kostet extrem viel deiner Kraft, wenn sie sich nicht helfen lassen will.
Und ja, natürlich steckt da zumindest ein kleines Helfersyndrom dahinter, wenn es auch nicht ganz uneigennützig ist, weil du diese Beziehung willst. Setz dir diesen Hut bitte nicht auf, belasse es bei dem Kontaktabbruch, stell dich nicht in Frage, verarbeite die gescheiterte Beziehung und schau nach vorn!

x 4 #72


Sonnenschein85
Zitat von MafusCage:
Und genau das ist der berühmte Eiertanz. Der TE ist hier der, der gerade Verletzungen ausgesetzt ist. Er muss sich, sofern sie es wieder erlaubt, ...

Ja. Das denke ich auch. Depressionen sind nicht rational und es muss nicht immer Ursachen geben das es an manchen Tagen schlimmer ist als an anderen.

Ich gehe nicht davon aus das sie dicht gemacht hat wegen einem Verhalten von dir lieber Te.
Sordern weil ihr allgemein alles gerade zu viel ist und sie keine Kraft hat.

x 2 #73


C
Zitat von crz3e:
Das war aber alles nie der Fall und mich dann noch als Missbraucher hinzustellen wie es der liebe Zaungast tat, fand ich unangebracht.


Du hast nach Erfahrungen gefragt, die habe ich dir geliefert.

Eines wird nämlich oft vergessen, bei solchen Sachen, wie du sie versucht hast.

Was passiert mit diesen Frauen oft danach? Wenn der "Freund" längst wieder weg ist?

Sie können, nicht müssen flash backs bekommen, verantstalten SVV, schlimmeres. Wenn sie "Glück" haben erholen sie sich so weit, dass es ihnen zumindest nicht schlechter geht als vorher. Wenn sie Pech haben, bringt es sie mehr in ein Tief.

Es war von dir unangebracht, es überhaupt zu versuchen. Ich bleibe dabei, dass es nicht normal ist, sich auf eine so angeschlagene Frau überhaupt einlassen zu wollen.

Und was immer auch passiert ist an eurem Wochenende, wo ja angeblich nichts war oder doch Kuscheln und Küsschen, du widersprichst dir (übrigens nicht nur da), hatte es ihr System zumindest schon so weit geschwächt, dass sie danach erstmal kotzen musste. Spätestens das müsste dir doch mal stark zu denken geben, hm?

Infektgefährdung entsteht mitunter durch starke psychische Überlastung.

So oder so kippte sie ja nach eurem Treffe weg.

Immerhin hat sie die Reißleine gezogen und hat es beendet.

Ob sie dabei bleibt, ist fraglich. Kann schon sein, dass sie sich meldet. Was machst du dann?
Teil II?

Du scheinst ja nicht verstehen zu wollen, dass sie schwer angezählt ist, bzw. so wie du hier dagegen bretterst, scheinst du ja deinen Nutzen daraus gezogen zu haben.

Menschen mit Gewissen zeigen sich eher einsichtig. Das lese ich bei dir überhaupt nicht raus.


Gut, ich denke, es war nun deutlich genug, dass ich dir das nicht so abnehme, wie du es schilderst.

Ob du sie nun körperlich zu sehr bedrängt hast, so dass bei ihre Trigger aufgetaucht sind, wirst du vielleicht nicht mal orten können.
Aber drüber nachdenken, ob es wirklich so eine gute Idee war kannst du ja zumindest.

Egal, wie sehr sie durch den Wind war. Schwer psychisch kranke Menschen dürfen und sollten einfach nicht als leicht zu kriegen angesehen werden, nur weil jemand bei "normalen" Frauen nicht landen kann.

x 1 #74


C
Zitat von Lukrethia:
Aber es spielt keine Rolle, weil das Ergenbis das gleiche ist. Es gibt sie nur mit Krankheit, daher ist es irrelevant, ob die Depression das Verhalten, also den Kontaktabbruch, ausgelöst hat oder nicht.

Das war wirklich ein starker Absatz und der hat mir zumindest ein wenig die Augen geöffnet, danke dir.

@zimt , @Lukrethia , @Sonnenschein85

Danke auch für eure Antworten, sie waren sehr hilfreich, auch wenn wir nie 100% sagen können was war, weil das nur eine Person weiß, waren eure Antworten eine große Stütze und haben mir zumindest ein wenig die Rosebrille poliert.

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