Zitat von bravecat: Quasi ne Pause in der du Kraft tankst. Verstehst du?
Ja das versteh ich.
So wie ich mich kenne würde sich mein Kopf weiterhin so damit beschäftigen und alles zerdenken und weiter verzweifelt nach einer Lösung suchen, dass selbst 3 Wochen Urlaub keine Pause wären
Zitat von bravecat: Wie ist denn das Verhältnis zu deiner Mutter im Moment? Und warum hat sie sich nie um dich gekümmert?
Oh ich wollte jetzt nicht unterstellen dass sie sich nicht um mich gekümmert hat. Ich war immer gut versorgt, ich hatte alles was man braucht, sie hat mir geholfen wenn ich Hilfe brauchte und mich gepflegt wenn ich krank war.
Ich kann mich aber an kaum etwas erinnern.....und wenn ich an meine Kindheit denke empfinde ich auch nicht sowas wie Geborgenheit o.Ä.
Aber offenbar hat mir ja irgendwas Essentielles gefehlt, denn heute suche ich ja in Beziehungen/Männern/Freundschaften immer verzweifelt nach Geborgenheit, Sicherheit, Liebe und danach wertvoll/wichtig zu sein.
Eigentlich eher etwas was ein Kind bei seiner Mama suchen würde oder?
😔 Therapeuten stürzen sich auch immer sofort auf dieses Thema...
Das heutige Verhältnis zu meiner Mama ist schwierig. Sie ist ein schwieriger Mensch, sehr Ich-bezogen, uneinsichtig, zu hart und oft unempathisch. Unter der harten Schale steckt aber ein sehr weicher, verletzlicher Kern, ich glaub ihr fehlte auch so einiges in ihrem Leben....
Sie bemüht sich aber ich bin oft an dem Punkt dass sie mich ungewollt mit ihrem Verhalten verletzt oder enttäuscht....
Zitat von bravecat: Gefühle rauslassen, verarbeiten. Hast du das schon mal probiert?
So einen Brief zu schreiben meinst du?
Ja schon, 2 oder 3 mal im Lauf der letzten 8 Jahre. Gab mir aber immer nur frustrierende Gefühle, weil es ja eh niemand liest bzw. weil es eben nichts ändert.
Zitat von bravecat: Grundproblem lösen. Das kannst du nicht. Es gibt nichts zu lösen! Deine einzige Aufgabe ist, die Gefühle anzunehmen und zu durchleben.
Vielleicht irre ich mich, aber reden wir gerade etwas aneinander vorbei?
Ich meine jetzt nicht den Liebeskummer oder die Verletzung/Enttäuschung oder so, dass ich daran nicht ändern kann weiß ich ja.
Ich meine diese räumliche/soziale Situation aktuell, dass zwischen Bob und mir diese Funkstille und dieser ungeklärte "Konflikt" herrscht, dass mich dass so unglaublich stresst und belastet. Weil ich eben merke dass ich immer mehr Angst hab raus zu gehen, weil ich so Angst vor der ersten Konfrontation hab (also nicht vor Bob als Mensch sondern vor meinen Emotionen in dem Moment). Dass ich immer mehr Angst davor bekomme wie sich das entwickeln wird, was ich machen soll wenn ichs nicht auf die Reihe bekomme und die ganze Situation bleibt jetzt noch monatelang so, bis Bob hier wegzieht und dann bleibt das ewig ein ungeklärter "Konflikt" usw.
Tut mir leid, ich kann das nicht richtig in Worte fassen, ich hoffe es kommt irgendwie rüber was ich meine....
Ich wünsch mir einfach das alles wieder in Ordnung und "normal" ist, also dass man normal miteinander umgehen kann (wir müssen ja keine besten Kumpels sein), dass ich keine Angst mehr davor hab ihm zu begegnen oder davor dass diese Situation jetzt so bestehen bleibt, dass ich wieder in die WG kann und eben einfach wieder alles "NORMAL" ist....
Und es hängt ja aber an mir, an meinen Emotionen, meinen Ängsten, dass nicht einfach wieder alles in Ordnung ist, denn ich glaub nicht dass Bob was dagegen oder ein Problem damit hätte, wenn wir alle einfach wieder locker und freundschaftlich miteinander umgehen würden/könnten.
Also hängt es an mir und das macht mir Angst und unglaublichen Druck, weil ich ja WILL dass alles wieder ok und normal ist, aber ich weiß eben nicht wie! Ich schaff es ja nicht mal nur ein Paket bei der WG abzuholen und verfall in Panik wenn ich bei Bobs Arbeit vorbei laufe, weil ich so Angst vor meinen Emotionen hab.
Wie soll ich da in die WG gehen und es schaffen dass wir wieder alle ganz locker und freundschaftlich miteinander klar kommen
😔 Aber ich halt das alles ja auch nicht mehr aus, ich steiger mich ja immer mehr rein in die Ängste und den Druck, also muss ich doch irgendwas machen? Es wird ja niemand anders machen, Bob wird sicher nicht kommen und sich darum bemühen dass wir alle wieder klar kommen (der wird mich in Ruhe lassen, weil er denkt ich bin stinksauer oder ähnliches) und jemand anders wird sich nicht kümmern?
Es hängt ja nur an mir
😔 Zitat von bravecat: Das ist doch super! Also weist du doch, wie man sich um sich selbst kümmert. Sehr gut!
Du bist du frustriert weil du erwartest, dass es dir sofort besser geht. Annehmen, Aushalten und zwischendurch Kraft tanken mit Dingen von der Liste. Normal, dass du dabei gerade sehr wenig empfindest. Hab Geduld!
Ich glaub das hab ich falsch ausgedrückt, es ist nicht nur aktuell so dass mir das keine guten Gefühle gibt oder mir Freude macht.
Also ja, ich kümmer mich mehr oder weniger "gut" um mich selbst, aber dadurch geht es mir nicht gut oder besser.
Weiß nicht genau wie ich das erklären soll, es ist eher ein "überleben" als ein leben, also ich mach das nicht im Sinne von Selbstfürsorge, sondern irgendwie einfach so aus Gewohnheit, ohne mir was bei zu denken oder das wirklich FÜR MICH zu machen....
Tut mir leid, kann das nicht richtig erklären
