Zitat von Downinahole:Ich bin froh zu hören, dass du keine Panik hast und deinen Kummer so viel besser einschätzen kannst als ich.
Danke, das ist lieb. und das ist auch das was wirklich erleichternd ist.
Zitat von Downinahole:Erkenntnis und überhaupt Kenntnis der Dinge und deren Begrenztheit bringen wahrscheinlich schon viel Linderung mit sich. Ich habe das tatsächlich nie gelernt...
Ich habe es nach der Beziehung erst gelernt. und natürlich nach der Trennung. Nach so vielen Wochen und Monaten der blanken Panik, des Wahnsinnig werdens und am Leben vorrbei leben, habe ich nach und nach durch die Therapie so viel Selbstliebe gelernt. Ich bin auf mich selber gestoßen, mit all meinen Ängsten und meinen inneren Bedürfnissen. Mein inneres Kind und ich haben uns angenähert und die Nähe seitdem nicht mehr verändert.
Zitat von Downinahole:Aber ich stimme ja allen zu, auch denen, die mich zum Teil sehr kritisch beäugen, ich muss da selbst raus kriechen. Wir alle. Ich bin eben nur an einem Punkt, wo ich nicht weiß, wohin ich kriechen soll. Keine Richtung scheint mehr zu versprechen, als Traurigkeit oder Maximal Verdrängung.
ich bin der Meinung, dass du gerade gar nicht kriechen solltest. in keine Richtung. Eher empfinde ich es so, dass du nach einer gewisen Zeit und Phase dich irgendwie bewegen wirst, von allein. Kriechen ist so anstrengend. Ich bin nicht der Meinung, dass du tatenlos gar nichts tun sollst. das fällt mir gerade schwer es zu erklären. ich glaube, dass dich momentan die Gefühle schon sehr bewegen und du schon genügend damit zu tun hast, sie alle auszuhalten.. dräng dich in keine Richtung. Versuche immer mehr gut zu dir selber zu sein und nach und nach zu ergründen, ob wirklich alle Gefühle mit ihm zu tun haben.
Ich habe nach und nach gemerkt, dass meine Panik eher mit meiner Kindheit zu tun hatte. Jeder von uns, auch diejenigen mit einer schönen Kindheit, erleben Dinge, die traumatisierend sind. Das wirkt manchmal gar nicht so, aber nach und nach erspürst du eine Linie in deinem Leben..
Zitat von Downinahole:Ich wünsche mir für dich, dass du weiter so tapfer bleibst, wie du es bist, davon kann ich mir eine Scheibe abschneiden. Zu wissen, und fest daran zu glauben, dass es besser wird- das muss ich erst lernen, denn es fehlt mir die Erfahrung, da ich noch nie so geliebt habe. Sonst wüsste ich vielleicht, dass das vorüber geht. Leider bin ich stattdessen so dumm und lese mir masochistisch die Beiträge durch, in denen es Jahre lang und sogar über viele Beziehungen angedauert hat oder noch andauert... den Schmerz und die Liebe meine ich. Eine absolute Dichotomie die beiden.
Auch dafür danke. ich hoffe auch sehr, dass ich so tapf
er bleibe.
ich empfinde dich jedoch als ebenso tapfer.
ich habe damals ja auch nicht wirklich geglaubt, dass es besser wird. ich habe nur gedacht: "wir sind doch biologisch gar nicht dafür gemacht, dass wir ewig leiden" und "hätte ich ihn damals nicht getroffen, hätte ich das Leid nicht, das heißt, dass es garantiert nicht vom Schicksal für mich gemacht wurde, sondern etwas ist was auch anderen passiert, und diese leben ja auch wieder glücklich"... ich habe da völlig meine Logik eingeschaltet..
und dumm bist du nicht. sei mal ein bisschen netter zu dir. ich habe mir auch sämtliche Geschichten durchgelesen und mich nur noch darum gedreht.
Zitat von anka76: Das schmerzt gerade sehr! Auch von Kollegen werde ich ausgegrenzt, nachdem ich jajrelang immer für alle ein offenes Ohr hatte und wenn jemand was gebraucht hat, ist immer jeder zu mir gekommen und ich habe sofort geholfen! Und jetzt? Wo ich mal nicht wie gewohnt funktioniere werde ich ausgeschlossen vom Kollegium! Das schmerzt so sehr! Wahnsinn, wie egal man anderen Menschen ist! Erschreckend, erschütternd, enttäuschend!
das tut mir so sehr leid für dich! ich habe ja zum Glück mehr die Efahrung gemacht, dass sich eine Tür schließt und eine Tür öffnet, aber ich weissgenau was du meinst.. ich hab da auch meien Erfahrungen und bin einfach sprachlos..