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Start Kontaktsperre - wer macht mit? Tag 1

M
Hey gast..

ich bin ja zuhause geblieben, weil ich die Anspannung bei der Arbeit einfach nicht hinbekommen habe..
ich merke, dass es mir richtig gut tut, allen Gefühlen freien Lauf zu lassen..
und vielleicht geht es dir abends so heftig schlecht, weil die Seele sich am Tag so zurück halten muss.
wie du selber schon schreibst, so eine Art Verdrängung..
die erste Phase ist ja die Verleugnung.. diese Phase gaukelt einem so eine Art Sicherheit vor.. so ein bisschen "er wird es schon noch merken".. dann die schlimmen Erkennntnisse.. er meldet sich nicht... bämm.. ein Schlag ins Gesicht der Realität..
und das mehrere Male am Tag.. immer und immer wieder..

das tut mir leid, dass es dir so geht.. mir geht es ähnlich..

x 3 #7516


M
Siet gestern habe ich das Verlangen mich bei ihm zu melden.
ganz schlimm

#7517


A


Start Kontaktsperre - wer macht mit? Tag 1

x 3


H
Zitat von Minila:
Siet gestern habe ich das Verlangen mich bei ihm zu melden.
ganz schlimm


Mir geht es schon ein paar Tagen ebenso und wir sollten uns Mut machen es nicht zu tun.
Ich glaube, das Zauberwort ist "Ablenkung".

Bei uns regnet es, doch ich werde trotzdem später raus gehen und eine Runde drehen.

x 1 #7518


escapancho
@gast65657 Ich meinte eigentlich, was dich abgehalten hat, in die Klinik zu fahren. Gestehst du dir vielleicht aus Scham nicht ein, dass du professionelle Hilfe brauchst? Vor allem, da du ja merkst, dass du immer wieder an diesen Punkt kommst.

Deine Gefühlswelt kann ich absolut nachvollziehen. Dieser Schmerz ist einfach so unfassbar brutal, wenn die Enttäuschung und die Realität einem mit voller Wucht gegen den Kopf schlägt. Aber jetzt heißt es nicht nur aushalten, sondern auch richtig verarbeiten.

#7519


FuerElise
Versuch 2, Tag 1:
Nachdem er gestern Sachen gesagt hatte, die mich ziemlich verletzt haben, fällt es mir heute leichter als bei meinem ersten Versuch. Ich weiß, Tag nicht vor dem Abend loben aber we'll see.

#7520


G
Zitat von escapancho:
@gast65657 Ich meinte eigentlich, was dich abgehalten hat, in die Klinik zu fahren. Gestehst du dir vielleicht aus Scham nicht ein, dass du professionelle Hilfe brauchst? Vor allem, da du ja merkst, dass du immer wieder an diesen Punkt kommst.

Deine Gefühlswelt kann ich absolut nachvollziehen. Dieser Schmerz ist einfach so unfassbar brutal, wenn die Enttäuschung und die Realität einem mit voller Wucht gegen den Kopf schlägt. Aber jetzt heißt es nicht nur aushalten, sondern auch richtig verarbeiten.



Die Hoffnung hat mich abgehalten. Die Hoffnung, dass er sich meldet und alles nur ein böser Traum war.
Zudem, muss ich einräumen, habe ich "gelernt" alleine klar zu kommen. Ich hatte vor etwa 14-15 Jahren mal einen Selbstmordversuch und selbst nach diesem war ich in keiner Klinik, sondern habe mich selbst wieder hochgezogen.
So läuft das schon mein Leben lang.
Nur dieses Mal... dieser Schmerz gestern Abend... dieser Schmerz letzte Woche...
Ich will das nie mehr spüren! Und ich habe beschlossen glücklich zu sein ab heute.
Ich bin gespannt, ob ich es hinbekomme.

#7521


escapancho
Zitat von gast65657:
Die Hoffnung hat mich abgehalten. Die Hoffnung, dass er sich meldet und alles nur ein böser Traum war.
Zudem, muss ich einräumen, habe ich "gelernt" alleine klar zu kommen. Ich hatte vor etwa 14-15 Jahren mal einen Selbstmordversuch und selbst nach diesem war ich in keiner Klinik, sondern habe mich selbst wieder hochgezogen.
So läuft das schon mein Leben lang.
Nur dieses Mal... dieser Schmerz gestern Abend... dieser Schmerz letzte Woche...
Ich will das nie mehr spüren! Und ich habe beschlossen glücklich zu sein ab heute.
Ich bin gespannt, ob ich es hinbekomme.


Puh, das klingt echt sehr heftig. Aber eigentlich ist es sonnenklar, dass du zu lange versucht hast, alles selbst zu bewältigen und das nicht mehr ausreicht. Das ist bis zu einem gewissen Grad machbar. Aber irgendwann reicht das eigene "Rüstzeug" (Erfahrungen, Verhalten etc.) nicht mehr aus um sich selbst zu helfen. Man braucht manchmal Input von Außen, professionelle Hilfe, um alte Wunden zu verarzten.

Vor knapp 3 Jahren hatte ich den "tödlichen" Cocktail aus Liebeskummer und Burnout im mir. Ich hatte einen Nervenzusammenbruch auf Arbeit. Dieses Gefühl ist unbeschreiblich. In einer Kurzschlussreaktion bin ich mit Auto abgehauen und habe mich selbst ins Krankenhaus eingeliefert. Das war echt meine letzte Rettung. Ich habe nirgendwo mehr einen Ausweg gesehen. Es war die beste Entscheidung, die ich treffen konnte. Auch meine Familie hatte davor Respekt und nur Zuspruch, auch wenn sie natürlich sehr geschockt waren, mich von jetzt auf gleich in der Psychatrie vorzufinden.

Körper und Seele danken es dir nicht, wenn du gegen sie handelst - im Gegenteil. Irgendwann holen sie sich, was sie brauchen. Ich glaube, dein Inneres schreit gerade danach, gehört zu werden. Übertünche das nicht mit Hoffnung und falschem Ehrgeiz.

x 1 #7522


G
@escapancho

Danke für deinen lieben Rat.
Aus irgendeinem Grund schaffe ich es aber immer. Ich habe mich schon oft gefragt, wieviel die menschliche Psyche wohl noch verkraften kann. Meine steckt ein ohne Ende, fällt in sich zusammen und rappelt sich selbst wieder auf. Angst macht mir eher das Wissen darum, dass das alles sicherlich Spuren hinterlässt.
Ganz ehrlich?
Was soll mir denn passieren?
Ich bin zu vernünftig. Jedes Mal, wenn ich auf "dumme" Gedanken komme, dann denke ich daran wie schlimm das für meine Mama wäre und reiß mich zusammen. Und ich denke daran, dass ich dann keine Musik mehr machen kann und reiß mich zusammen.

Ich war mal mit einem Narzissten zusammen, der mich seelisch und körperlich sehr misshandelt und sogar eine Fehlgeburt zu verantworten hat.
In dieser Phase hatte ich einen Zusammenbruch auf Arbeit und bin zum Arzt gefahren, weil ich Atem- und Herzprobleme bekommen hatte. Er woltle mich allein schon aufgrund der Herzprobleme ins Krankenhaus einweisen und da wollte ich seine Praxis verlassen. Er hat sich mir in den Weg gestellt und die Türe zugehalten. Nach langen Diskussionen hat er mir ein angstlösendes Beruhigungsmittel in die Hand gedrückt mit dem Hinweis, dass ich unter der Wirkung ohnehin nicht arbeiten gehen könne. Ich habe es genommen und bin arbeiten gegangen. Auch diese Phase habe ich überwunden.

Ich weiss nicht warum und woher das kommt, aber ich schaffe es irgendwie immer wieder alleine.

Letztes Jahr hat mich mein Ex über Monate mit einer 20jährigen betrogen und mich letztlich auch für sie verlassen, obwohl wir auch unsere kleine gemeinsame Firma hatten, die ich für ihn die letzten 5 Jahre aufgebaut hatte. Ich hatte 80-100 Stunden pro Woche gearbeitet und diese Art von Abgang war der Dank dafür. Respektloser als sein Auszug letztes Jahr vonstatten ging, kann man einen Menschen gar nicht behandeln. Ich habe drei Tage nonstop durchgeweint und dann bereits wieder vernünftig mit ihm zusammen gearbeitet.

3 Monate später dann die Diagnose beim Arzt. Ich hatte keine Periode mehr, hab mir jede Krankheit eingefangen, alle Viren in meinem Körper sind wieder ausgebrochen. Burnout. Habe ich auch selbst wieder hingekriegt. Also noch nicht ganz, aber bin nahe am Ziel.

Wie gesagt... ich weiss nicht warum, aber ich schaffe das irgendwie. Zugegebenermaßen nicht immer auf die gesündeste Weise, aber es hat immer geklappt.

Und nun... Tja ich musste 32 Jahre alt werden, um das erste Mal richtig verliebt zu sein. Und das war schön, aber tut nun so weh - dieses Gefühl... dieser Schmerz...
Ich will das nie nie mehr (!) spüren und ich denke, dass es wichtig ist sich dagegen zu entscheiden. Ich weigere mich das nochmal zu fühlen und ich wünsche mir, dass es klappt. Ich muss einfach aufhören an ihn zu denken und mir auszumalen, was er gerade treibt, um damit wieder diese bittere Enttäuschung zu spüren.

Ich schaffe das.
Das hoffe ich.
Dieses Forum hier hilft mir im Übrigen unglaublich!
Es lenkt mich ab und baut mich auf.
Bewahrt mich von übertriebenem Selbstmitleid, denn es macht mir bewusst: ich bin nicht die Einzige auf der Welt, die leidet.

Soviel zu Tag 4. Ich halte durch!

#7523


Ste87
Zitat von gast65657:
Aus irgendeinem Grund schaffe ich es aber immer.

Ich weiss nicht warum und woher das kommt, aber ich schaffe es irgendwie immer wieder alleine.

Wie gesagt... ich weiss nicht warum, aber ich schaffe das irgendwie. Zugegebenermaßen nicht immer auf die gesündeste Weise, aber es hat immer geklappt.

Dieses Gefühl... dieser Schmerz...
Ich will das nie nie mehr (!) spüren und ich denke, dass es wichtig ist sich dagegen zu entscheiden. Ich weigere mich das nochmal zu fühlen und ich wünsche mir, dass es klappt. Ich muss einfach aufhören an ihn zu denken und mir auszumalen, was er gerade treibt, um damit wieder diese bittere Enttäuschung zu spüren.

Ich schaffe das.
Das hoffe ich.
Dieses Forum hier hilft mir im Übrigen ubglaublich !


Und schaffst für es wirklich?
Also nicht nur im Äußeren, sprich nach der Panikattacke ungerührt wieder zur Arbeit gehen, 80-100 Stunden Wochen und so weiter, abends betrinken und morgens auf die Arbeit, auf der Arbeit rumwitzeln, sondern auch im Inneren?
Versteh mich bitte nicht falsch, ich lese gerne von dir und ich finde dich auch stark
Aber verarbeitest du das alles auch oder verbietest du dir die Gefühle und sagst, da muss ich eben noch härter sein?
Machst du eine Therapie oder ähnliches (muss ja nicht direkt stationär sein)? So kannst du weiter Musik machen und deiner Mutter musst du auch erstmal nichts erzählen.

x 2 #7524


G
Zitat von Ste87:
Und schaffst für es wirklich?
Also nicht nur im Äußeren, sprich nach der Panikattacke ungerührt wieder zur Arbeit gehen, 80-100 Stunden Wochen und so weiter, abends betrinken und morgens auf die Arbeit, auf der Arbeit rumwitzeln, sondern auch im Inneren?
Versteh mich bitte nicht falsch, ich lese gerne von dir und ich finde dich auch stark
Aber verarbeitest du das alles auch oder verbietest du dir die Gefühle und sagst, da muss ich eben noch härter sein?
Machst du eine Therapie oder ähnliches (muss ja nicht direkt stationär sein)? So kannst du weiter Musik machen und deiner Mutter musst du auch erstmal nichts erzählen.


Was heißt denn "im Inneren"? Kannst du mir das erklären?
Und selbst wenn. Was ist falsch daran sich schlechte oder schmerzhafte Gefühle zu "verbieten"?
Sie helfen niemandem weiter.

Ich habe zugelassen, dass es mir schlecht geht. Ich habe den Kummer und den Schmerz zugelassen und dachte ich ersticke daran. Ich habe es ausprobiert. Warum soll ich das fühlen? Ich habe beschlossen glücklich zu sein und dass ich das nie mehr fühlen will. Das ist grausam. Sowas will niemand fühlen. Wenn ich wüsste, wen ich dafür anbetteln müsste das nie mehr zu fühlen, so würde ich es tun.

x 1 #7525


M
Zitat von honka:
Mir geht es schon ein paar Tagen ebenso und wir sollten uns Mut machen es nicht zu tun.
Ich glaube, das Zauberwort ist "Ablenkung".

So eine Mischung aus gefühlen durchleben und sich ablenken ist wohl ideal.
ich merke, dass ich ihn gern um mich hätte.

Zitat von FuerElise:
Versuch 2, Tag 1:
Nachdem er gestern Sachen gesagt hatte, die mich ziemlich verletzt haben, fällt es mir heute leichter als bei meinem ersten Versuch. Ich weiß, Tag nicht vor dem Abend loben aber we'll see.

das wichtigste ist, dass du es immer und immer wieder versuchst.
Aus Erfahrung weiss ich, dass die Dinge, die er nach und nach zu dir sagen würde, immer mehr Verletzungen mit sich bringen würden.

Zitat von escapancho:
Körper und Seele danken es dir nicht, wenn du gegen sie handelst - im Gegenteil. Irgendwann holen sie sich, was sie brauchen. Ich glaube, dein Inneres schreit gerade danach, gehört zu werden. Übertünche das nicht mit Hoffnung und falschem Ehrgeiz.

wahre Worte.
man muss nicht stark sein. man will es ja schaffen und das kostet eine Menge Kraft, aber man muss sich selber auch die Zeit geben.
liebe gast, ich kann sehr nachfühlen wie es dir geht.
Zitat von gast65657:
Ich will das nie nie mehr (!) spüren und ich denke, dass es wichtig ist sich dagegen zu entscheiden. Ich weigere mich das nochmal zu fühlen und ich wünsche mir, dass es klappt. Ich muss einfach aufhören an ihn zu denken und mir auszumalen, was er gerade treibt, um damit wieder diese bittere Enttäuschung zu spüren.

kämpf nicht gegen dich an. du wirst aufhören an ihn zu denken, wenn es soweit ist. aber der Kampf dagegen ist eh verloren.
Gestern sagte mir meine Therapeutin, dass ich nicht alles schlecht machen soll, was mit ihm zu tun hat. dass ich mir auch erlauben soll, schöne Erinnerungen zu haben. vielleicht nicht gerade inn dem Prozess, da bin ich eher wütend. aber im Nachgang kann ich das Ganze mit ihm bestimmt als eine gute Erfahrung mit einem sehr blöden Ende anhaken.

Tag 10 läuft.


Zitat von gast65657:
Ich habe zugelassen, dass es mir schlecht geht. Ich habe den Kummer und den Schmerz zugelassen und dachte ich ersticke daran. Ich habe es ausprobiert. Warum soll ich das fühlen? Ich habe beschlossen glücklich zu sein und dass ich das nie mehr fühlen will. Das ist grausam. Sowas will niemand fühlen. Wenn ich wüsste, wen ich dafür anbetteln müsste das nie mehr zu fühlen, so würde ich es tun.

ich vermute jedoch, dass die Rechnung nicht aufgeht. du verbietest dir die Schmerzen, hast sie aber dennoch.
die Schmerzen sind widerlich, ich weiss es. aber ich merke doch, dass nach den Schmerzen auch immer ein bissschen Linderung zu spüren ist
mir tut weinen gut. wenn ich zu angespannt wäre zum weinen, dann würde ich imr einen HeulFilm anmachen.

wir alle haben ein inneres Kind in uns. und es gilt mit ihm pfleghaft und liebevoll umzugehen. und wenn dieses Kind /ein Anteil in dir so schreckliche Schhmerzen hat, dann ist es besser ihm Wärme, Mitgefühl und Liebe zu geben anstatt ihn dazu zu ermuntern die Schmerzen zu ignorieren.
wenn ich so richtige Schmerzen habe, weine ich ganz bitterlich, und rede auch mit mir. ich sage mir "weine ruhig, du hast auch etwas für dich wichtiges verloren, du darfst auch traurig sein"

x 2 #7526


escapancho
Zitat von Ste87:
Und schaffst für es wirklich?
Also nicht nur im Äußeren, sprich nach der Panikattacke ungerührt wieder zur Arbeit gehen, 80-100 Stunden Wochen und so weiter, abends betrinken und morgens auf die Arbeit, auf der Arbeit rumwitzeln, sondern auch im Inneren?
Versteh mich bitte nicht falsch, ich lese gerne von dir und ich finde dich auch stark
Aber verarbeitest du das alles auch oder verbietest du dir die Gefühle und sagst, da muss ich eben noch härter sein?
Machst du eine Therapie oder ähnliches (muss ja nicht direkt stationär sein)? So kannst du weiter Musik machen und deiner Mutter musst du auch erstmal nichts erzählen.


Genau dasselbe dachte ich auch beim Lesen. Für mich liest sich das wie eine Art Verdrängen. Es sorgt aber für einen gewissen seelischen Verfall. Da besteht für mich kein Zweifel. Daran geht man irgendwann kaputt.

Stelle dir vor, du willst eine 3 Meter dicke Eiche mit einem Küchenmesser zu fällen, obwohl dir jemand eine Kettensäge reicht. Klar, theoretisch schaffst du es, aber es kostet unendlich viel Kraft.

Hinterfrage doch mal, warum du immer wieder am selben Punkt mit deinem Verhalten ankommst. Das ist kraftraubende Sisyphus-Arbeit. Alte Muster zu durchbrechen, kostet ebenfalls 'ne große Menge Energie. Aber ist das nicht nötig, um wieder glücklich zu werden, wenn uns das Alte so abnutzt?

Sein Schwachsein bewahren, das nenne ich Stärke. - Laotse

x 1 #7527


G
Zitat von Minila:
ich vermute jedoch, dass die Rechnung nicht aufgeht. du verbietest dir die Schmerzen, hast sie aber dennoch.
die Schmerzen sind widerlich, ich weiss es. aber ich merke doch, dass nach den Schmerzen auch immer ein bissschen Linderung zu spüren ist


Liebe Minila,

wenn man traurig ist, dann soll man das zulassen. Dafür bin ich auch. Man soll auch trauern. Das sind ganz natürliche Prozesse und Weinen verschafft Erleichterung.
So fühlt sich das aber bei mir nicht an. Das ist keine Trauer bzw. Traurigkeit.
Das ist die Hölle!
Ich kriege keine Luft, Herzrasen, muss mich übergeben, will einfach umfallen und das nicht mehr spüren.
Ich habe so viele Tränen in meinem Leben geweint aufgrund so vieler verschiedener Arten von Schmerz.
Aber keiner war vergleichbar mit diesem. Er bringt mich um, wenn ich ihn zulasse. Noch weiss ich nicht, ob ich ihn besiegen/ unterdrücken/ verhindern kann. Aber ich hoffe das. Das ist so lächerlich. Denn ich bin wirklich jemand, der weiss, dass alle Wunden heilen irgendwann. Ich weiss, dass unter Umständen kleine Narben zurückbleiben, aber, dass die Wunde heilt.
Ich bin auch relativ optimistisch. Ich hoffe, dass er sich nie mehr meldet. Ich will das nicht nochmal von vorne fühlen.
Vielleicht war das gestern der Tiefpunkt und ich habe es bereits geschafft?!
Drück mir die Daumen!


Zitat von escapancho:
Hinterfrage doch mal, warum du immer wieder am selben Punkt mit deinem Verhalten ankommst. Das ist kraftraubende Sisyphus-Arbeit. Alte Muster zu durchbrechen, kostet ebenfalls 'ne große Menge Energie. Aber ist das nicht nötig, um wieder glücklich zu werden, wenn uns das Alte so abnutzt?


Immer wieder selber Punkt? Wo denn?
An diesem Punkt war ich noch nie. Ich bin nunmal erstmalig richtig verliebt (gewesen).
Jeder Zusammenbruch hatte doch seinen Grund. Es waren externe Faktoren, die mich kaputt gemacht haben.


ABER ihr habt natürlich recht. Wenn ich das nicht alleine hinbekomme dann wäre ich auch vernünftig genug mir Hilfe zu holen!

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RealityBites
Tag 10. Bin stolz.
Aber ich muss die ganze Zeit an ihn (und die Neue) denken Traurig

#7529


M
@gast65657 .. ich denke, ich weiss was du meinst..
das habe ich bei diesem Liebeskummer nicht..
bei meiner vorherigen Trennung habe ich es gehabt.. rund um die Uhr über Wochen.. totaler Ausnahmezustand.. Wenn Menschen mich ansahen tat es mir weh.. eine totale Lebenskrise, Burn-Out, Trennung..
ich habe dann einiges gelesen und mich in Therapie begeben.. und nur mit der Arbeit am Inneren Kind habe ich es geschafft, das Problem bei der Wurzel zu fassen..
diese Gefühle haben so viel mit dem kindlichen ICH zu tun..mit der Beziehung zu Vater und Mutter..und diese Schmerzen sind nur vergangen, weil ich so tief in meine Kindheit gegangen bin...

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