Thegirlnextdoor
Gast
Zitat von Emily:Das muss ich noch ergänzen :
Es ging mir nicht darum, dass ich seiner Familie vorgestellt werde, auch ist mir schnuppe, ob seine Ex von mir weiß.
Mir ging es um die mangelnde Kompromissbereitschaft.
Ich brauche kein ganzes Wochenende mit ihm, muss mich auch mal ausruhen vom Arbeitsalltag, alte Eltern hab ich ja auch zu betreuen.
Aber wenn er wenigstens mal am Sonntag um 15Uhr zurück gekommen wäre, statt um 19 oder 20Uhr, wäre das schon ein Schritt in die richtige Richtung gewesen.
Genau so hatte ich das mit dem "zu dir stehen" gemeint, also sich zur Beziehung bekennen - das würde (zumindest in den meisten Fällen) automatisch beinhalten, dass man ein (zumindest implizites) Bekenntnis abgibt, dass man gerne mehr Zeit miteinander verbringen möchte - nicht immer und ausschließlich, aber zumindest wenn es möglich ist. Dass man zumindest die Bereitschaft signalisiert, das grundsätzlich so zu wollen... was er ja genau nicht tut.
So etwas vertritt man dann für gewöhnlich ja auch gegenüber seinem Umfeld. Natürlich nicht in der Weise, dass Freunde oder Angehörige deswegen "abgemeldet" wären (das wäre sehr ungesund), aber für gewöhnlich schon so, dass die Beziehung eine gewisse Priorität genießt.
Nun hat er auch noch ein Kind, und es ist verständlich, dass das Kind eine besondere Priorität hat. Grundsätzlich spräche es auch sehr viel mehr für als gegen ihn, wenn er hier so engagiert und involviert ist!
Genau in dem Kontext finde ich den Umgang mit dem Thema Ex und Kind unglücklich - denn dass es auf die Weise, wie es nun gelaufen ist, zu Kollateralschäden kommen musste, war im Prinzip abzusehen wenn die Ex und das Kind auf keinen Fall von dir wissen durften/dürfen.
Einerseits ist ja vorbildlich und sehr rücksichtsvoll, dass er dem Kind nicht so schnell eine neue Partnerin präsentierte. Grundsätzlich eigentlich nur zu loben. Aber auf Dauer... erscheint mir das, wenn jemand seiner Verantwortung als Elternteil gerecht werden möchte, kaum machbar, einen Partner wirklich dauerhaft zu verheimlichen.
Bedeutet ja nicht, dass du hättest immer mit zum Kind müssen oder dass ihr das Kind nur zusammen hättet hüten müssen.
Aber... so gar nicht - nie..? Ich frage mich wie so etwas auf Dauer wirklich gehen soll.
Und andererseits scheint es - bei allem väterlichen Einsatz - dennoch etwas überzogen, dass er angeblich wegen des Kindes im Sommer neun Wochen lang absolut keine Zeit hat, etwas mit dir zu machen. Nicht einmal für eine Woche.
Ich weiß nicht... irgendetwas kommt mir da wirklich nicht ganz koscher vor.
Oder es war/ist nur eine Ausrede, nur vorgeschoben. Und er möchte aus ganz anderen Gründen nicht. Das könnte natürlich auch sein. (Kann man als Außenstehende/r natürlich nicht beurteilen...)
Nicht einfach... dennoch sind die Red Flags da. Auch wenn du sie, mangels Interesse an seiner Familie, nicht so ganz siehst.
Ich denke aber, dass dein Bauch da dennoch etwas wahrnimmt... was auch immer es im Endeffekt wirklich sein mag.
Schade, wenn es so läuft. Man fragt sich in machen Fällen manchmal schon - auch von außen - warum manche/r es sich und anderen so schwer machen muss... wenn man doch einfach nur in Frieden zusammen eine schöne Zeit genießen könnte.