@Elfie
Zitat:ich bin ein Mensch, der bereit ist für seine Familie (da zähle ich den Partner jetzt mal dazu)alles zu tun, auch zu kämpfen wie ein Löwe, aber wie konnte ich mit fast 30 so dumm und kurzsichtig sein zu glauben, daß das für ihn auch selbstverständlich ist?
@traurig40
Zitat:Und das was Du schriebst mit dem fehlenden Sinnesorgan das stimmt, so komme ich mir auch immer vor, doch ich denke dass ich durch einen großen Mangel an Aufmerksamkeit in meiner Kindheit (meine Mutter hatte eine lange schwere Krankheit mit tödlichem Ausgang, und mein Vater war restlos mit uns 3 Kindern, Alleinernährer sein der Familie mit leider kranker Frau, und dem Abzahlen der Kredite fürs Haus, überfordert..
Da sind wir wieder in der Kodiskussion. Für Narzissten ist die Partneraufopferung selbstverständlich, wir bieten diese. Hatte die Tage ein interessantes Telefonat auch zu dem Thema, wir sind durch Kindheitsumstände abgestumpft und haben kein normales Abwehrverhalten auf Anforderungen ohne übliche Belohnung. Für uns ist Aufopferung normal, wo sie es für andere Menschen längst nicht mehr ist. Dieses Muster ist konserviert. Wir müssen anspruchsvoller werden, Grenzen setzen.
Die Begrifflichkeiten möchte ich noch verändert zur Diskussion stellen. Aufmerksamkeit i.S.v. Einnordung in die Herkunftsfamilienerfordernisse wurde uns abgefordert, die Belohnungsaspekte (Anerkennung, Liebe der Person wollten wir haben und allenfalls Akzeptanz bei erbrachten Leistungen haben wir bekommen) kamen zu kurz. Durch unsere konservierte und verpeilte Normalität laufen wir bei Narzissten ins offene Messer, der-die nimmt sich was im Angebot ist gnadenlos.
Wie bei kleinen Kindern, einer nimmt alles wenn er es bekommen kann. Im Zweifel hat ein N. mehrere Beziehungen laufen, kommt ins "Nest" und meckert bis zu Untreuevorwürfen runter. Erscheint dabei beruflich extrem eingespannt und bestätigt das gar bis zu einem Grad, wie unter Dauerstarkstrom.
@traurig40
Zitat: "aussuche" der mir - zunächst scheinbar - bereit scheint mir viel Aufmerksamkeit zu schenken. Ich gebe zu dass ich eher auf den Typ Mann stehe der sich viel um mich bemüht, und dass ich Probleme bekomme wenn das dann nachlässt tja, irgendwie weiß ich zwar wie dieses "Schlüssel-Schloss-Prinzip" bei mir total logisch greift
Da wirds vielschichtig.
Narzissmusgrad geht einher mit Partnerwechselhäufigkeit und Grandiosität in der Partnerwerbephase. Die üben ein Leben lang und wo wir noch Darstellungsmacken haben sind die durchgestylt bis zum Anschlag und treffen exakt unseren normalen Beziehungswunsch. Der Rest ergibt sich aus Mengenlehre.
N. haben also den Schlüssel, kann mich noch sehr gut an meine Schneekönigphase erinnern. Welch ein unerwartetes Glück mich überfiel und über beide Ohren gestrahlt wurde satt.
Der Co-N. hat das Schloss aus seinen in der Kindheit abgestumpften Sensoren für eine ihm verträgliche Beziehung. Dann nimmt das Elend seinen Lauf. Damit erklärt sich ex post eine konkrete Situation.
Was mit dem Coansatz nicht ausgesagt werden kann ist Zwangsläufigkeit, Determiniertheit. Keineswegs sehe ich mich als Daueropfer in einem ewigen Hamsterrad, da tritt die Theorie m.E. zu weit und betreibt eine Umdeutung der Täter-Opfer- Beziehung. Was ich so im Internet als Opferproblematisierung lese, von Narzissten und Berufspsychos kommt, es ist und bleibt falsch.
@traurig40
Zitat:glaube ich - nur Narzissten immer wieder als Partner, wie soll ich mit meinem ganzen Wissen, dass mir zugegeben verstehen hilft, wie soll ich diese Knöpfe (=Gefühle, die mich steuern) abstellen?
Das ist meine große Frage...
Kindlich kennen wir uns in kurzfristig abfordernden Situationen und Befolgung "kranker oder nicht normaler" Anforderungen aus. Tu und mach auf "spontane" Ansage. Dann ist es an uns diese Struktur nicht auf künftige Partnerwahlsituationen zu übertragen.
Wir sind emphatische Menschen, können screenen und auf Integrität prüfen.
Wir wissen um die Fristigkeit einer Partnerwahl als lang und haben Zeit zur Überprüfung.
Grenzen setzen haben wir nicht auf dem Kasten, wir nehmen Leute für voll, die es nicht sind. Das lässt sich üben.
Wir haben den Vorteil einen nachhaltigen Weg selbst gehen zu können. Wie lange habe ich mir den Kopf zermartert, habe erstmals in meinem Leben die Verknüpfung von Hirnwindungen als körperlichen Vorgang erlebt ( Fahrerseite Heck). Wir können uns erneuern und neu aufstellen.
Ich sehe konsequent optimistisch in die Zukunft, bei der nächsten Frau wird es gut. Es kann nicht zu schwer sein die täglichen Aufgaben als solche reflektiert in ihrem sachlichen Rahmen zu bearbeiten, dabei eine empathische Tiefe auf beiden Seiten zu haben, Resultate mit der Zeit besser und besser werdend und es wird Liebe sein.
Der Vorteil von dem Situationszusammenbruch ist für mich mir endlich Gedanken gemacht zu haben, Lernen mit satten 40. Die Phase der Überprüfung meines Ortungssystems ist abgeschlossen, vor zwei Monaten wurde mir langsam klar ob ich Männchen oder Weibchen bin, jetzt weiß ich was ich will. Das gibts bei echter Liebe, wo die idealisierte Perfektion gemeinsam entwickelt wird und nicht im narzisstischen Sofortangebot.
"Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es"
