Phoenix07
Gast
Zitat von Cosima:@BMP
Zitat:
"Wenn man sich emotionell gelöst hat, ist es anscheinend möglich wieder Mitleid zu fühlen für diese Spezies. "
Komisch, bei mir ist es genau anders herum. So lange ich Mitleid empfand, war ich emotional noch nicht richtig gelöst. Das hat sich total verändert. Je mehr Zeit vergeht, je mehr ich verstehe und durchblicke (und dieser Prozess wird noch lange anhalten, schließlich habe ich in den Abgrund der Hölle geblickt...) umso mehr, ich habe es letztens schon erwähnt, stellt sich Verachtung ein. Wut ist es nicht, das wäre ja emotional, fühlt sich heiß und brodelnd an. Nein, das ist es nicht was ich fühle. Es ist kalt, klar, abtrennend, wie ein scharfes Schwert. Diese Kreatur war meiner nicht würdig, sie ist niemandem würdig. Ein intriganter, verlogener, bösartiger Wicht, ein Rumpelstilzchen- und ich weiß seinen wirklichen Namen.
Guten Morgen, ihr Lieben,
bei mir schwankt es zwischen Mitleid ("Du Armer, ich hab was, was Du nicht hast") und Verachtung. Jetzt (3 1/2 Monate getrennt) akzeptiere ich endlich, dass er krank ist. Ich sehe jetzt das Gut und Böse; warum und wofür er zwischendurch "gut" (zu mir) und böse war. Und jetzt erkenne ich, dass sein Verhalten, egal welches, absolut nichts mit mir zu tun hat. Ich war nur ein weiteres Spielzeug in seiner Sammlung, ein weiteres Objekt an dem er sich "vergehen" konnte und durfte. Und ich habe mich ihm zur Verfügung gestellt. Nur ich hatte und habe die Macht mich als Objekt und Spielzeug nicht mehr zur Verfügung zu stellen. Dieser Mensch ist unter meiner Würde, und mittlerweile ist es mir auch egal, ob er lebt oder nicht.
Ich habe eine sehr kluge Mutter, u.a. was Menschenkenntnis betrifft. Sie hat nach kurzer Zeit erkannt, was er ist und was er "treibt". Sie hat es mir 1 x gesagt, dann nie wieder solange ich mit ihm zusammen war. Mit ALLEM, was sie sagte hatte sie Recht. Heute weiß ich das. Letztens sagte sie zu mir, "Phoenix, ich sage es Dir nochmal (2 Jahre später) er ist nichts, er war nichts, und er wird nie etwas sein". Und wenn ich mir seine Chronik ins Gedächtnis rufe, dann entsprechen ihre Worte der Wahrheit. Auch habe ich mich oft gefragt, warum ich ihn so "über" mich gestellt habe. Auch das konnte sie beantworten: Weil er 1,98m ist. Klingt komisch, aber GENAU DIESES Bild ist es. Immer zu ihm "hochschauen". Zu groß, um ihm auf den Kopf zu spucken. Und ich spüre, wie ich innerlich Stück für Stück über ihn hinauswachse. Mein Selbstwert kommt langsam zurück
. Für solche für mich selbstverständlichen Sachen gibt es kein Lob. Er konnte nie Zufriedenheit durch sein eigenes Schaffen erreichen. Ich meine ich mach sauber, weil es mir wichtig ist, damit ich mich wohlfühle, weil mich der Dreck stört. Aber doch nicht um jemand anderen zu gefallen. Aber Lob und Anerkennung von anderen ist sein einziger Antrieb etwas zu tun. Für sich selber hat er das nicht gemacht, da war angeblich vieles nicht nötig. Oder Toilette sauber machen - gleiches Spiel. Seine Schleifspuren hat er in der Regel nicht beseitigt. Wenn es mich stört, kann ich das ja selber entfernen. Wie eklig ist das denn? Neue Kleidung kaufen? Wofür denn? Er hätte es nur gekauft, wenn ich ihn dann s.y gefunden hätte und mehr mit ihm ins Bett gegangen wäre. Dafür hätte er sich die Mühe gemacht. Bei seiner jetzigen Freundin und auch bei der Vorgängerin zieht er plötzlich Sachen an, da hat er sich sonst immer geweigert, z.B. Hemden. Er hasst Hemden. Und letztens als er seinen Sohn geholt oder gebracht hat, hat er tatsächlich ein Hemd angehabt. Ich dachte ich brech ab.