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B
Zitat von frauantje:
bereite mich gerade auf die morgige paartherapie vor......und lese zur Stärkung noch eure beiträge.....ich werde diese Therapie morgen beenden.....mein ziel hat sich verändert


Cool! Da ist Dein Pragmatismus an der richtigen "Bau"-Stelle angewendet freunde

Viel Glück.

Übrigens war ich mal in einer ähnlichen Situation.
Ich und ein Ex-Freund, vor hundert Jahren.
Er wohnte vorübergehend bei mir und ich hatte 2 Zimmer, eins für meinen Sohn und eins dann eben für uns.
Er suchte eine neue Wohnung und somit und weil er Selbständig war und eigentlich ein lieber Kerl, war das für mich erstmal ok.
Irgendwie ging es dann los, daß er abends im Bett "immer lesen" wollte.
Kein S***.
Naja, ist ja auch kein Pflichtprogramm, daß man regelmäßig absolviert, insofern war ich ganz tolerant.
Und da ich mich sebst außerordentlich attraktiv fand, hatte ich auch gar keine Zweifel, daß, wenn er mit dem Buch fertig ist, daß wir dann...usw.. Glücklich
Wir hatten auch vorher im Bett nie Probleme...
Jedenfalls zog sich das. Das nächste Buch wurde angefangen...Es vergingen Wochen.
Ich stellte Fragen.
"Duhu, Schatzi, wollen wir nicht mal wieder..." "Nee, Du, ich wollte das Buch noch lesen..."
1 Woche später...
"Geht es Dir gut?" "Ja, ja, ich will nur das Buch..."
Noch eine Woche später....
"Hast Du ein Problem, über das Du sprechen möchtest?" "Nein, alles ok, ich will nur das Buch..."
2 Wochen später....
"Hast Du ein Problem mit mir, über das Du sprechen möchtest?" "Nein, ich habe kein Problem mit Dir, ich will nur das Buch..."
3 Monate später.... durcheinander
Ich schlug dann vor, mal einen Paartherapeuten aufzusuchen, da mir das langsam suspekt wurde und ich eben andere Hintergründe vermutete.
Es aber eben auch nicht ok fand, als Partnerin so ausgeschlossen zu werden.
Anscheinend hatte er auch kein Vertrauen. Und da ich keinen Grund in mir oder meinem Handeln erkennen konnte, dachte ich also,
da müssen wir für die Beziehung mal was "erarbeiten" und uns Hilfe holen.
Gesagt getan, Paartherapien waren auch zu der Zeit schon sehr ausgebucht und die einzigen, die einen zeitnahen Termin hatten, waren
die Katholiken . (ich will jetzt keinen beleidigen, aber die Katoliken...und S***...ich hatte da so meine Vorurteile Mr. Green )
Ja, und ein Mann sollte es sein, damit mein Schatzi sich auch sicher und verstanden fühlt.
Ich kochte eigentlich schon innerlich ob der Situation, ich fand das irgendwie auch verlogen bzw fühlte ich mich so abserviert,
ohne mich wirklich wehren zu können, irgendwie aufs Abstellgleis gestellt und nicht wieder abgeholt.
Und er war immer da, also da gab es keine Andere....hm...
Jedenfalls erste Therapiestunde, der Therapeut ein Mann, erste Frage an mich:
"Was ist denn der Grund Ihres Besuchs?"
"Nun, er sagt mir seit mittlerweile 3 Monaten, er möchte lesen. Wir haben von heute auf morgen keine S** mehr. Und ich frage mich,
was da wirklich hintersteckt, ich kann das so nicht mehr glauben, das es da kein Problem gibt. Und so fühle ich mich irgendwie ausgeschlossen
und würde das gern bearbeiten."
Und dann hate er ihn gefragt, er meinte, nee, ich will einfach nur lesen.
Da blafft mich der Therapeut an, ich könnte doch den armen Mann nicht zum S** zwingen!
Waaaah!
Ich bin sooo wütend geworden und fühlte mich sooo mißverstanden.
Ich habe dann eine Szene gemacht und hab "den beiden Männern" noch viel Spaß dabei gewünscht, stolz darauf zu sein, sich zu verweigern und nicht zu
schnallen, daß es ein Problem gibt. Und beim Herziehen über die ach so S***-süchtigen, erpresserischen Frauen. Und bei den Buchbesprechungen Mr. Green
Und dann bin ich gegangen und hab sie da sitzen lassen.
Kurz darauf haben wir uns auch getrennt und ja, es gab natürlich ein Problem:
Seine Mutter hatte ihm , als er mal meinte, er hätte Schwierigkeiten, morgens aufzustehen, ihre Psychopharmaka (AntiDepressiva) gegeben geschockt
Und die nahm er- ohne ärztliche Kontrolle und ohne Therapiebegleitung - seit 3 Monaten!
Nee, gar keinen Grund, ich will nur lesen... böse
Naja, lange Rede, kurzer Sinn: Der Therapeut hat gar nix begriffen und hat schon in der ersten Stunde Partei ergriffen, wo er doch hätte
vermittelnd und neutral sein sollen. Kenn ich. Ich bin gleich beim rausgehen an den Tresen dort und hab ihnen voller Wut gesagt,
der sei unfähig . So!

Also: Solche gibt's! Viel Durchhaltevermögen wünsch ich Dir! Berichte!

lg, Belladonna

#11281


B
Zitat von Bettina Maria Paula:
@belladonna

Natürlich gibt es keine Allgemeinsätze und jeder Mensch und jede Zugangsweise zu diesem Thema ist grundverschieden.

Meine Zeit mich zu verabschieden war gekommen als ich hier hereinschneite.

Es ging mir jetzt darum den Menschen zu helfen die noch in dieser furchtbaren Schmerzphase stecken.

15 Jahre oder 6 Monate - Kinder oder keine Kinder - das alles sind grundlegende Unterschiede und jeder soll und darf seinen Weg selbst finden.

Wie hast du denn die Inhalte dieses Buches interpretiert ?

Gruss bmp


Hallo BMP;

auf jeden Fall nicht als Diagnosestellung für uns, sondern in erster Linie als Befreiung von Verantwortung und Schuld.
Es mag sein, daß wir die eine andere Disposition haben, die uns da eher bindet als andere, daß wir gutgläubig sind (was an anderen Stellen im Leben ja auch durchaus positiv ist), daß wir Durchhaltevermögen zeigen usw...,aber da steht doch eindeutig,
daß es perverse Aggressoren sind, die hinterhältigst Manipulieren, sodaß sogar das Umfeld aus allen Wolken fällt und ungläubig
ob "der anderen Realität" dieses Menschen ist.
Dieses Buch enthält eine ganz klare Unterscheidung zwischen Opfern und Tätern!
Und die wird auch so benannt.

lg, Belladonna

P.S.: Ich habe Deine Motivation nicht kritisiert bzw schon gesehen, nur sind wir einfach mal und in erster Linie Opfer eines perfiden Spiels.
Ich denke, ein Bearbeitung der "Eigenanteile" sollte erst erfolgen, wenn die Trennung vollzogen ist und man sich emotional auch wirklich
stabilisiert hat.

#11282


A


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x 3


J
Hallo ihr Lieben,

die letzten Tage waren für mich mal wieder sehr erkenntnisreich. Da ich immer mehr und immer deutlicher meine Grenzen verteidige (klappt immer besser grinsen ), wird mein Ex langsam pampiger bei den zwangsläufigen Gesprächen bei der Übergabe des Sohnes. Er fragt immer wieder Sachen ab, die ihn entweder nichts angehen oder behauptet ich hätte ihm die Info nicht gegeben, die ich ihm aber zu 100% gegeben habe, er hätte etwas nicht gewusst und es deswegen nicht gemacht. Da spiel ich aber nicht mehr mit. Muss er sich jetzt selber drum kümmern und um sein organisatorisches Chaos. Mit Informationen bzgl. der anstehenden ZV (Termin steht jetzt fest) des Hauses ist er auch sehr sparsam. Muss man ihm alles aus der Nase ziehen und ewig bohren und nachfragen bis er mal mit konkreten Infos rausrückt. Echt zum kotzen. Als wenn mich, als noch Miteigentümerin, das alles nichts angeht.

Und weil ich (mir zustehende) Unterlagen anfordere, fordert er Unterlagen von mir, die ihn NICHTS angehen, die nur mich was angehen. So nach dem Motto: Ich fordere was und er gibt es mir, also kann er auch fordern. Verdrehte Welt. Hab ich aber abgeblockt. Geht ihn nichts an, was er von mir haben wollte. Irgendwie scheint ihm langsam das Wasser bis zum Hals zu stehen und er hat noch keine Lösung gefunden, wie es für ihn weitergehen soll. Aber das ist nicht mein B.. Da muss er jetzt mal selber in die Pötte kommen.

Könnte noch eine Geschichte schreiben. Die würde mich aber wohl doch identifizieren, wenn ich konkreter werde. Aber die Geschichte ist echt so hohl. Ich weiß nicht, wie er auf so eine Idee überhaupt kommen kann. Das wäre in meiner jetzigen Situation überhaupt nicht möglich. Aber da war der Egoismus und die Hoffnung auf mal wieder „Mit dem blauen Auge davon kommen“ und selber abzusahnen wohl zu groß. Die Illusion, dass die Idee ihn aus dem Dreck ziehen könnte war zu verlockend. Das war eher ein Wunschtraum. Sonst wäre er wohl gar nicht auf so eine blöde Idee gekommen. Ich schüttel jetzt noch mit dem Kopf und lach mich schlapp. Aber ich kann lachen Glücklich . Das ist glaub ich viel wert. Er hat sein wahres Gesicht mal wieder so was von offenbart. Echt der Hammer.

Manchmal denke ich, dass er da sitzt und mit den unvollständigen Informationen über mein momentanes Leben nicht so ganz klar kommt und er gewisse Dinge nicht versteht und dann noch meine immer klarere Grenzsetzung machen ihm zu schaffen. Er findet scheinbar kaum noch Ansatzpunkte um anzudocken. Seinen beleidigten und pampigen Antworten kann ich entnehmen, dass ihm das ganz und gar nicht schmeckt. Das macht mich aber wiederum stärker und gibt mir die Kraft weiter zu machen und die Hoffnung zu haben, dass ich auch emotional mit meiner Wut und Trauer über soviel Bösartigkeit und Hinterhältigkeit irgendwann abschließen kann. Das es mich nicht mehr berührt und ich in Ruhe mein Leben leben kann. Irgendwie habe ich gerade das Gefühl, dass ich einen Schritt oder auch mehrere nach vorne mache. Aber was von seiner Seite aus noch kommt, kann ich nicht wissen. Ich weiß nicht, wozu er noch so fähig ist, wenn er dann am Abgrund steht und nicht mehr weiter weiß. Unter Angst und ohne Ausweg können auch die nach außen friedlichsten Tiere zum Ungeheuer werden. Aber davon werde ich mich nicht einschüchtern lassen. Wenn er anfängt schei. zu bauen oder unseren Sohn da mit reinzieht werde ich zur rasenden Wildsau. Dann ist mit mir nicht gut Kirschen essen und ich werde alle Register ziehen, die mir zur Verfügung stehen.

Tja, mein Leben geht auch ohne ihn weiter daumen hoch . Und das soll auch so bleiben.

Als er mir damals mit Selbstmord gedroht hat, habe ich nur zu ihm gesagt: Schön, dann hab ich Ruhe und kann mein Leben so leben, wie ich es für richtig halte und muss mich nicht mehr mit dir rumschlagen. Danach kam nie wieder ein Wort von Selbstmord über seine Lippen. Er war erstmal sowas von friedlich und lammfromm und hat sich Mühe gegeben. Aber das hat nicht lange angehalten, die Mühe des Verbiegens hat nicht zu seinem Ziel geführt. Aber zu meinem Ziel.

Irgendwie geht es mir grade recht gut.

LG Janni

#11283


S
Hallo ihr Lieben und danke für die Antworten!

ich hab gestern abend im www über nps und das liebesleben gelesen!
da wurde mir echt vieles klar und ich kann auf einmal verstehen,warum ich so abhängig bin nach seiner liebe. da er mir in den letzten jahren
immer wieder das gefühl gab das ich schuld bin das es bei uns kriselt und ich echt nicht wusste was er da meinte, hab ich mich echt an die stunden mit ihm die wir im bett verbrachten geklammert. den dort schenkte er mir die totale aufmerksamkeit und hatte für mich SOGAR zeit.
ich kann mich an keine einzige minute erinnern das er mich im bett irgendwie beleidigt hätte oder missachtet hätte. er gab mir dort echt das gefühl das ich der einzige mensch bin den er liebt und achtet.

jetzt weis ich ,ich war ausgehungert nach seiner liebe,im alltag bekam ich keine nur verletzungen und Nichtbeachtet werden. wenn ich dann mal meinte das wir reden sollten ,hat er einfach mit mir geschrieen und hat mich stehen gelassen. und was machte ich ........da ich wusste das er gerne S. mit mir hat,hab ich ihn halt nach ein paar stunden darum gebeten um wieder Anerkennung zu bekommen,ich hab immer gedacht wenn ich mit meinem expartner intim werde,gibt er mir seine LIEBE.

jetzt weis ich das war keine Liebe,er hat mich so erzogen, zuckerbrot und peitsche!

ich hab auch drüber nachgelesen,das daraus ein richtiges suchtverhalten entstanden ist.

klar zuerst schmerz zufügen und dann wieder einen extremhohe Homonausschüttung bei mir herbeiführen!

und das hat voll funktioniert wie er mich dahingebracht hat.

SCHMERZEN ZUFÜGEN- ICH AM BODEN
ICH HAB GEBETELT-DANN BEKAM ICH S.
ICH WAR GLÜCKLICH!


UND das die ganzen jahre, da muss man doch fast durchdrehen und selbstmordgedanken bekommen.

Echt wenn ich mir jetzt denke ,die arme Next,-hab ich ihr gegenüber gar keine agressionen,sie tut mir einfach nur leid.
aber ,aber ,aber wenn das halt alles nicht so weh tun würde. wie er gegangen ist und ich nicht mal irgenetwas geahnt habe.
er ist von meinem bett morgens aufgestanden und ich bekam dann einen tag später nur eine sms,das er jetzt einen andere gern hat und aus uns nichts mehr wird. das ist der absolute KOPFWAHNSINN.
hab auch gelesen N. machen das so,das ist eine gängige verhaltensweise,das MANN sich so verabschiedet, ja das ist theorie- aber die praxis tut so weh.

ich bin froh das ich euch habe , liebe grüsse an alle. Seerose

#11284


G
Hallo Leute,

nun bin ich doch nochmal da durcheinander
Danke für die aufmunternden Worte.

Das mit dem Helfersyndrom - und der damit einhergehenden "Mitschuld" finde ich Quatsch.
Oder ist es so, dass ein ausgemachter N sehr hilfsbedürftig rüber kommt?

Meine Ansicht ist, dass manche Frauen die Herzkälte des N durch die Fassade spüren können und sehr stark den unbewussten Wunsch hier mit Wärme zu heilen.
Ein viel tiefer sitzender Antreib als ein Helfer-S. Und ggf. durchaus in der Hoffnung, den ungeschliffenen Diamanten gefunden zu haben.

Auch wenn ich mit N´s Mitgefühl habe (zu guter Letzt sind es ganz arme Menschen), führt das bei mir nicht im Geringsten zu irgend einer Nachsicht. Im Gegenteil!

#11285


P
Zitat von Janni:

Er fragt immer wieder Sachen ab, die ihn entweder nichts angehen oder behauptet ich hätte ihm die Info nicht gegeben, die ich ihm aber zu 100% gegeben habe, er hätte etwas nicht gewusst und es deswegen nicht gemacht.




Wie ein kleiner 6 jähriger eben. "Mama" muß ihm sagen, was er zu tun hat

Zitat von Janni:
Manchmal denke ich, dass er da sitzt und mit den unvollständigen Informationen über mein momentanes Leben nicht so ganz klar kommt und er gewisse Dinge nicht versteht und dann noch meine immer klarere Grenzsetzung machen ihm zu schaffen.


Eigentlich dürfte er null, niente, zero über Dein jetziges Leben wissen. Alles was er weiß, kann (wird?) er gegen Dich verwenden, um Dir Dein glückliches Leben zu vermiesen. Weißt doch, Janni. Weil sie selbst nicht glücklich sein können.

Zitat von Janni:
Seinen beleidigten und pampigen Antworten kann ich entnehmen, dass ihm das ganz und gar nicht schmeckt.


Wie ein kleiner 6 jähriger Junge. Stapft er auch mit dem Fuß auf und sagt "manno"? :mrgreen:


Zitat von Janni:
....., wenn er dann am Abgrund steht und nicht mehr weiter weiß....


.... sollte er noch einen Schritt tun, um hineinzufallen. Und tschüß!


Zitat von Janni:
Unter Angst und ohne Ausweg können auch die nach außen friedlichsten Tiere zum Ungeheuer werden.


Was heiß werden? Ist er doch schon.

Oder meinst Du uns als friedliche Tiere, die ......
Auch mal ne Möglichkeit 8)


Zitat von Janni:
Als er mir damals mit Selbstmord gedroht hat, habe ich nur zu ihm gesagt: Schön, dann hab ich Ruhe und kann mein Leben so leben, wie ich es für richtig halte und muss mich nicht mehr mit dir rumschlagen. Danach kam nie wieder ein Wort von Selbstmord über seine Lippen.


:grinsen: :grinsen: :grinsen: :grinsen: :grinsen: :grinsen: :grinsen: :grinsen: :grinsen: :grinsen:[/quote]

x 1 #11286


J
@ Phoenix

Es ist immer wieder schön dich zu lesen Glücklich .

Ja, wie ein kleines Kind kam er mir auch immer vor und in den letzten Jahren immer mehr.
Eigentlich dürfte er wirklich nichts von meinem Leben wissen. Lässt sich aber mit gemeinsamen Kind nicht wirklich umsetzen. So sieht er immer nur Bruchstücke und kann sich nicht wirklich einen Reim draus machen. Er versucht immer wieder mehr zu sehen, aber ich bin nicht bereit ihm mehr zu zeigen. Aber da ist nunmal noch unser Sohn. Weiß nicht was er ihm erzählt. Und Vermutungen und Befürchtungen helfen da nicht wirklich um etwas zu beweisen.

Mit dem Fuß stapft er nicht auf zunge raus strecken , aber er läßt die Schultern hängen und stöhnt vor sich hin, sowas wie "Och menno". Das kann ich nicht beschreiben. Das muss man sehen.

Mit dem Ungeheuer meinte ich eher ihn. Bisher war er nicht körperlich gewalttätig. Es war nicht offensichtlich, alles unter dem Deckmantel der vermeintlichen Hilfe und gutgemeinten Ratschläge. Alles sehr subtil. Aber ich weiß nicht, wie weit seine Wut noch zunehmen kann und wohin ihn seine Verzweiflung noch treibt. Wozu er noch so fähig ist. Das ist der momentane Unsicherheitsfaktor. Es ist irgendwie eine Veränderung in seinem Verhalten zu erkennen, es ist sichtbarer, nicht mehr so unter dem Deckmantel des ach so netten Kerls. Man sieht eher das ihm das Alles nicht passt. Das er nicht mehr versucht nett zu erscheinen. Tja. Da bin ich halt gespannt wohin das noch führt.

#11287


S
@phoenix und Janni:
Ich musste grad schmunzeln. Mein Ex sagte
tatsächlich Menno und Oh Man und zog eine
Eigentlich für Kinder übliche "dicke Schnute".
Gefolgt von Aussagen wie "ich will aber",
in den Momenten habe ich wirklich gedacht ich hab ein
Kind vor mir...

#11288


L
@All

Meine Ex-Narzisstin auch:

Schnute und die Aussage "ICH WILL........!"

Ich glaube die Narzissis sind alle gleich. Halt Kind geblieben. Ein Kind im Körper eines Erwachsenen. Aber Kinder sind doch nicht so böse wie die Narzissis!?!?

#11289


R
Meiner stand immer vor mir, wenn er nicht mehr weiter wusste oder ein kritisches Gespräch mit mir umgehen wollte (z.B. weil ich ihn beim Lügen ertappte und Erklärungen wollte) und schaute mich mit riesengroßen Hundeaugen an und sagte kein Wort. In diesem Zustand konnte er Minuten verweilen. In diesen Momenten dachte ich immer: Warum führt sich ein erwachsener Mann so auf wie ein Kleinkind. Nach der Trennung sagte er, er hätte da immer Angst gehabt vor mir........., weil ich wollte, dass er sein Verhalten erklären sollte und ihm aber nix dazu einfiel. ....Mama böse......N. hat Angst....mir kommen die Tränen...inzwischen vor Lachen! Und den hatte ich mal für einen Partner auf Augenhöhe gehalten...
...Aber muss man ihm lassen, er konnte sich perfekt verstellen...
....aber das badet jetzt seine Neue aus.....

#11290


S
Hallo Ihr Lieben,

ich habe noch nicht alle verpassten Beiträge gelesen, möchte aber schon mal jetzt meine Gedanken zum Thema Helfersyndrom äußern:

Das habe ich bei mir lange lange vermutet, dass ich offenbar ein Helfersyndrom aufweisen muss. Und habe mich belesen. Dazu noch zwei Bücher bestellt und angelesen.
Nein, unter einem Helfersyndrom leide ich nicht! Die Beispiele, die dort beschrieben sind, sind schon anders. Nach meiner tiefenpsychologischen Auseinandersetzung bin ich ganz bestimmt eine sogenannte GEFALLTOCHTER mit einer zu großen VERANTWORTUNGSÜBERNAHME.

Wie wird man eine Gefalltochter? Wenn ein Kind um die Aufmerksamkeit und Beachtung seiner Gefühle schön-tun muss, folgsam sein, keinen Ärger machen...
Mein Vater: äußerst ambivalent. Ich wusste nie, mit welcher Laune er von Arbeit nach Hause kommt. Habe ich nichts gemacht (in etwa 365 Tage im Jahr lustig ), was den Zorn hätte heraufbeschwören können, habe ich trotzdem aus unerfindlichem Grund (Blitzableiter) Ärger bekommen. Daher kommen meines Erachtens tiefsitzende SCHULDGEFÜHLE - sich schuldig zu fühlen aufgrund der Schelte, obwohl man nichts gemacht hat. Und ein PERFEKTIONSSTREBEN. Mehr geben, mehr geben, noch ist es nicht gut genug - ich bin nicht gut genug! Fataler Irrtum, aber ein Kind kann das niemals verstehen.

Und dann war er - ebenfalls aus unerfindlichem Grund - überschwenglich nett.
Außerdem, und das ist eine extrem-Schulung von Empathie, musste man an nonverbalen Zeichen erkennen lernen, wie er gerade so drauf ist. Auf nichts war Verlass - außer auf seine Ambivalenz.

Also versucht ein Kind, äußerst gefällig und geschickt in der Beschwichtigung, den Vater zu besänftigen. Man wollte gefallen!
Mein Bruder, nur 1 1/4 Jahr älter als ich, war ein Irwisch vor dem Herrn! Er hat ständig Dummheiten gemacht: war nervös, hyperaktiv, abenteuerfreudig und hat damit alle Energien meiner Eltern verbraucht. Was lag da näher, als mir, der Kleineren, ständig den Apell zu geben: Mach du mir doch nicht auch noch Schwierigkeiten! Du bist doch die Vernünftige! Und das habe ich dann auch getan. Mit der Folge, dass ich meine Bedürfnisse immer hintenangestellt habe und eben keine Schwierigkeiten machen wollte. Und weil ich so stille war und meine Bedürfnisse lieber nicht anmeldete, habe ich noch nicht mal gelernt, NEIN zu sagen.

Meine Mama: Sie war schon sehr früh todunglücklich mit meinem Vater, aber hat sich nicht getraut, ihn mit uns beiden Kindern zu verlassen. Sie hat ihre überwiegende Kraft auf Arbeit gelassen, denn da hatte sie Anerkennung, die sie von ihrem Partner nicht bekam. Alles, was der Partner ihr an Leid zugefügt hatte, weinte sie vor uns Kindern raus. Ich als Tochter wurde ihre beste Freundin, als ich in etwa 11 Jahre alt war.
Heute weiß ich, dass das auch einen emotionalen Missbrauch darstellt. Was lernen Kinder daraus? Dass sie für einen Elternteil VERANTWORTUNG übernehmen müssen (trösten, stark sein), weil dieser nicht in der Lage dazu ist, sich selbst auf Erwachsenenebene zu helfen oder Erwachsene zu Hilfe zu holen.
Aus der geglückten Verantwortungsübernahme speisen wir unser Gebrauchtsein!
Wir bekommen einen Stellenwert daraus: Wir sind wichtig, wir sind groß, wir schaffen das.

Ich haue jetzt alle Schlagwörter zusammen und koche meine Persönlichkeitssuppe:

Ich bin perfektionistisch: es müssen immer 150% sein, bei 100% bin ich unglücklich (deshalb wird so lange an einer Kack-Beziehung festgehalten, weil 150% sind ja noch nicht erreicht)

Ich muss Geben, um gesehen zu werden
(und man gibt gern, weil man ja in der Kindheit gesehen hat, dass das zum Erfolg des Gesehen-werdens führte)

Ich spüre schneller als andere, was ein anderer brauchen könnte
(ich habe ja von klein auf sensibelst darauf geachtet, wie andere sich fühlen, und was sie brauchen könnten)

Ich übernehme Verantwortung, obwohl es nicht in meiner Verantwortung liegt
(wenn es keiner macht, na, dann mach ich es eben; ich bin zwar nicht verantwortlich, aber wer sollte sonst die Verantwortung übernehmen)

Ich stelle die eigene Bedürfnisbefriedigung zunächst zurück, in der Hoffnung, das
gleiche zurückzuerhalten
(man muss nur ein bisschen warten, dann bekommt man schon seinen Teil: erst für den anderen dasein, dann komm auch ich dran)

Ich bin stark, unerschrocken, mutig..., weil ich sogar schon meine Mama trösten konnte
(ich schaff das schon, eine ganze Mülldeponie oder eine Hölle aufzuräumen: ich bin stark genug und habe auch eine große Ausdauer/Leidensfähigkeit)

Ich fühle mich schuldig, obwohl ich nicht schuldig bin
(es ist so, wie in der Kindheit: man bekommt ja nicht ohne Grund den Ärger, die fiese Behandlung, das seelische Quälen - das wird schon alles seine Richtigkeit gehabt haben - Eltern sind ja viel allmächtiger und schlauer)

Genau diese Suppe gefällt den Narzi-Egoisten-Schweinen!

Das Programm muss bei mir raus! Deshalb gehe ich in die Reha!

LG Saxana

x 6 #11291


L
Zitat von Janni:
Bisher war er nicht körperlich gewalttätig. Es war nicht offensichtlich, alles unter dem Deckmantel der vermeintlichen Hilfe und gutgemeinten Ratschläge. Alles sehr subtil. Aber ich weiß nicht, wie weit seine Wut noch zunehmen kann und wohin ihn seine Verzweiflung noch treibt. Wozu er noch so fähig ist. Das ist der momentane Unsicherheitsfaktor. Es ist irgendwie eine Veränderung in seinem Verhalten zu erkennen, es ist sichtbarer, nicht mehr so unter dem Deckmantel des ach so netten Kerls. Man sieht eher das ihm das Alles nicht passt. Das er nicht mehr versucht nett zu erscheinen. Tja. Da bin ich halt gespannt wohin das noch führt.


Das kenne ich sehr gut von XN: immer unter dem Deckmantel von Helfen und Wohlwollen, ein Klassischer Möchte-Gerner.

Meiner ist als ich mich von seiner kommunikativen Verwirr-Taktik nicht mehr hab irreführen lassen, sondern immer gesagt habe: Das gehört jetzt nicht hier her, antworte auf meine Frage, die lautet… oder: Ich schreib das auf aber jetzt bleib mal beim Thema:
da bekam er Schreianfälle: "Hoffentlich kommt mal einer von deinen schmierigen Verehrern und nimmt dich mit, damit ich dich endlich los bin!" schlug mit beiden Händen voll auf den Wohnzimmertisch mit Glasplatte.

Er verlor völlig seine vermeintliche und vorgetäuschte Dominanz, und in der Folge wurde er zunehmend gewalttätiger.

Hier ist Vorsicht geboten!

Du kannst unter Lassy nachlesen was XN mit mir alles gemacht hat, und ich rate dir nur, übertreib es nicht! Diese Typen haben selbst häufig sehr viel Gewalt erlitten oft schon im Kleinkindalter, und wenn das raus bricht, kann s gern mal lebensgefährlich werden.

Besser ist es meiner Erfahrung nach, die Phase 3 (sich wehren) zu überspringen und gleich auf Phase 4 (sich trennen und zwar schnell) zu gehen und vorher erst mal alles so laufen zu lassen, es sei denn du willst das Risiko körperlicher Versehrtheit eingehen.

x 1 #11292


L
Was macht einen N aus (aus Wikipedia)

ICD-10[Bearbeiten]
Die narzisstische Persönlichkeitsstörung wird im ICD 10 nur unter der Rubrik Sonstige spezifische Persönlichkeitsstörungen (F 60. Cool aufgeführt, jedoch nicht weiter charakterisiert, obwohl sie als Persönlichkeitsdiagnose häufig gebraucht wird. Sie wird im Weiteren in Anhang 1: Vorläufige Kriterien für ausgewählte Störungen der Diagnostischen Kriterien für die Forschung (Grünbuch) der ICD-10 erläutert. [13])
Narzisstische Persönlichkeitsstörung
A. Die allgemeinen Kriterien für eine Persönlichkeitsstörung (F60) müssen erfüllt sein.
B. Mindestens fünf der folgenden Kriterien müssen vorhanden sein:
(Anmerkung des Übersetzers: Die folgende Auflistung entspricht im englischen Original (bis auf allergeringste Abweichungen) wörtlich dem entsprechenden Text der DSM-IV.)
hat ein grandioses Verständnis der eigenen Wichtigkeit (übertreibt etwa Leistungen und Talente, erwartet ohne entsprechende Leistungen als überlegen anerkannt zu werden)
ist stark eingenommen von Phantasien grenzenlosen Erfolgs, Macht, Brillanz, Schönheit oder idealer Liebe
glaubt von sich, „besonders“ und einzigartig zu sein und nur von anderen besonderen oder hochgestellten Menschen (oder Institutionen) verstanden zu werden oder mit diesen verkehren zu müssen
benötigt exzessive Bewunderung
legt ein Anspruchsdenken an den Tag, d. h. hat übertriebene Erwartungen auf eine besonders günstige Behandlung oder automatisches Eingehen auf die eigenen Erwartungen
ist in zwischenmenschlichen Beziehungen ausbeuterisch, d. h. zieht Nutzen aus anderen, um eigene Ziele zu erreichen
zeigt einen Mangel an Empathie: ist nicht bereit, die Gefühle oder Bedürfnisse anderer zu erkennen / anzuerkennen oder sich mit ihnen zu identifizieren
ist häufig neidisch auf andere oder glaubt, andere seien neidisch auf ihn / sie
zeigt arrogante, hochmütige Verhaltensweisen oder Ansichten

bloß nochmal kurz zur Orientierung wovon wir hier reden.

#11293


L
Saxana, das könnte ja fast ich sein was du beschreibst.

Doch ich hatte schon ein Helfersyndrom und mein Ex war der geeigneter Kandidat:

Steckte tief im Dreck mit Borderliner-Ex und Wohlstandsverwahrlosten Kids
machte auf süß und Dreikäsehoch
war finanziell ein Loser mit verwatzter Dreckkarre und siffiger Wohnung
war ungeschickt im Werben und warf Beziehungsfrisbees kilometerweit denen ich nach jagdte

kurz er erfüllte alles Voraussetzungen zur armen Sau der ich unbedingt helfen musste.

und jetzt wo ich weg bin - thymi hat s vorausgesagt und tatsächlich - jetzt macht er auf Zusammenbruch (vielleicht ist s ja echt aber vermutlich geht's ums Drücken vor dem Unterhalt weil er ja so geizig und missgünstig ist).

Dann braucht er wieder seine Dumme,
- verbrüht sich den Arm
- meint, er beginnt zu saufen
- droht mit Selbstmord
- hat eine Idee die "nur wir beide verwirklichen können"

die spinnen die Narzis! Nach wie vor.

und ohne ihn geht's mir so viel besser das kann sich keiner vorstellen, manchmal ist mir sogar l a n g w e i l i g ja so ein gut gefüjl das kannte ich in 51 Jahren nicht, da nicht nur er, andern auch der Vorgänger und meine Eltern stets für Wirbel und Galama sorgten.

#11294


L
Heute brach ich fast zusammen weil das erste mal in meinem Leben alles stimmte:

Ich habe alle meine Hausaufgaben, Büro Anwalt und arzttechnisch erledigt (und bin nicht wieder weggefahren um Adrenalin aufkommen zu lassen gell momo…)
Ich hatte mein Apartment stundenlang aufgeräumt und es ist alles aufgeräumt
habe mir ein schönes Essen gekocht einen Wein dazu getrunken
mich dann hingesetzt und einen schönen Film gesehen
und mein Bild das ich gerade male habe ich fertig geplant

und auf einmal…


das war ein Gefühl von Es stimmt, es gibt nichts mehr zu tun für heute, von völliger NICHT-ÜBERFORDERUNG im Gegensatz zum Rest des Lebens, ich sass da wie die kleine Meerjungfrau auf ihrem Felsen und hatte ein unglaublich tolles Gefühl von Klarheit und Friede und Freude und...

#11295


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