Zitat:Bei diesem Ansatz gehe ich konform, mich beschäftigt ja in ganz wirklicher Wirklichkeit, warum mein Eltern, die genau dieser
Generation angehörten und genau dieser gewalttätigen und schwarzen Pädagogik ausgesetzt waren, es trotzdem
übers Herz brachten, ihre Kinder zu quälen und zu verletzen.
Ich bin das Kind und ich habe das meinem Sohn gegenüber nicht gewollt, mein Herz stand mir im Weg aber auch meine
Kindheitserinnerung. An mich und mein Leiden.
Deswegen interessiert es mich ja so, warum Menschen so funktionieren und manche aber nicht.
Hallo Belladonna,
ich war - wie Du weist - über Jahre massivster narzisstischer gewalt ausgesetzt und zwar als nahezu machtloses Opfer.
Nun habe ich selbst drei Töchter (7,14 und16) in familiärer Umgebung (wir leben zusammen mit der Mama in einem Haus).
Die beiden Großen pubertieren heftig und Papa ist oft "nur noch peinlich". Für die Kleine bin ich "noch" der Tolle.
Warum - und das behaupte ich nach eingehender Prüfung - können sie (und das wissenalle drei) nie, mit nichts, auf keinen Fall aus meiner Liebe fallen?
Warum ist mir letztlich nichts wirklich wichtiger als ihre Persönlichkeiten zu schützen und anzunehmen, wie sie sind? Ich weis es auch nicht. Das ist einfach so.
Wie - so frage mich eher - kann es anders sein?
Ich vermute die Antwort liegt irgendwo im Grad, in der Tiefe der Störung, wie früh und massiv sie sich eingenistet hat.
Ich wurde ja nicht seit Beginn meines Lebens gequält mit dem Versuch meine Persönlichkeit, mein Innerstes aufzugeben.
So lange ich ein kleiner Bub war, gabs mit dem NV (narzisstischen Vater) ja kein Problem. Los ging es in der Zeit, in der ein Bub von seinem Vater nicht mehr zart berührt werden will, also so ab 7. Erst mit 12/13 ging´s dann voll ab.
Heißt also, dass ich die ersten 7 Jahre, von meiner gefühlvollen und liebenden Mutter erzogen, "normal" wachsen konnte.
Meine Vermutung ist, dass die massive NPS/ PPS von den ersten Bezugspersonen eingepflanzt wird.
Würde aber bedeuten, dass Deine Mutter keine PS hat.
Ich vermute, dass spätere Verletzungen nicht mehr dazu führen, dass sich die Persönlichkeit "nennenswert" abspaltet. Hier kommt es lediglich zu Gefühlstaubheit, die allerdings relativ leicht zu behandeln ist.
LG
