Zitat von lassy:Hat jemand eine Zig. f mich? Ach ich würg mal kurz… ist hier auch nicht schwer…!
Hier, kriegst eine von mir… ist übrigens das Einzige an materiellen Dingen, was mir der Vollpfosten jemals von sich aus gegeben hat… EINE Kippe in drei Jahren vom edlen Spender

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@Momo: Wahrscheinlich hat er dir noch eingeredet, du hättest du sehr geklammert, wenn dir sein exzessiver TV-Konsum nicht gepasst hat…

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Als ich das erste Mal ein ganzes WE bei einem Mann verbrachte und er gleich am Tag nach meiner Ankunft 12 Stunden am Stück nur vor der Glotze saß, war ich sehr verwirrt. So etwas kannte ich aus meinem Umfeld gar nicht. Meine Eltern stammen ursprünglich aus Griechenland, ich bin in Deutschland geboren und aufgewachsen (kann aber fast kein Griechisch). Der Freundeskreis meiner Familie bestand schon immer hauptsächlich aus Griechen und anderen Gastarbeitern (Jugoslawen). Wenn wir mal irgendwelche Verwandten und Freunde besucht haben, saßen die einzelnen Leute immer gerne zusammen, redeten, hatten Spaß, etc. In deutschen/mitteleuropäischen Familien ist es mir schon öfters aufgefallen, dass die einzelnen Mitglieder nur bei Essen gemeinsam am Tisch saßen und danach jeder sein eigenes Ding machte – was bei Männern meistens TV und Internet waren. Da spielt die Erziehung eine maßgebliche Rolle, finde ich. Natürlich gibt es auch familiäre Mitteleuropäer, aber die Männer, mit denen ich zusammen war oder mit denen sich was anbahnte, tickten da alle ähnlich wie der Vollpfosten (der selbst an Feiertagen wie Weihnachten nur beim Essen die Zeit mit seiner Familie verbringt und sonst nur in seinem Zimmer sitzt, im Netz surft, liest und fernsieht).
@lassy: Es ist toll, dass du dich jetzt um dich selbst kümmerst und danach schaust, was du willst und brauchst. So mache ich es schon seit längerer Zeit, und glaub´ mir: Auch dir wird es irgendwann wieder besser gehen

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In Sachen Unterhalt kenne ich mich nicht aus, weil ich noch nie verheiratet war und keine Kinder habe (dabei war das früher ein sehr großer Wunsch von mir). Ist es denn nicht seine Pflicht, den Unterhalt zu bezahlen? Und wenn ja und er sich trotzdem verweigert, wie kann man ihn dazu bringen, seine Pflicht zu erledigen?
Dass er woanders den barmherzigen Samariter spielt, glaube ich dir aufs Wort. Der Vollpfosten spendet auch in unregelmäßigen Abständen Geld für irgendwelche Leute, die ihm natürlich gewisse Vorteile einbringen, während er es sich früher schön auf meine Kosten gut gehen ließ.
Ich kann auch verstehen, dass du immer wieder gerne etwas für ihn getan hast. Vermutlich hast du gedacht, er würde auch selbstverständlich gerne etwas für dich tun. Diesem Irrtum bin ich leider auch aufgesessen. Meine griechischen Wurzeln spielen da sicher auch eine Rolle. In meiner Familie bzw. meinem griechischen Umfeld ist es ganz natürlich, dass man innerhalb der Familie, in einer Partnerschaft und unter Freunden füreinander da ist und sich gegenseitig hilft. Deshalb wusste ich lange nicht was andere damit meinten, als sie mir das sog. Helfersyndrom unterstellten. In der Kultur meiner Familie wird von Kindern erwartet, dass sie ihren Eltern gehorchen, solange sie noch bei ihnen wohnen und finanziell abhängig sind. Aber dass es ein Ungleichgewicht in einer Beziehung oder Freundschaft geben könnte, das wäre mir nicht im Traum eingefallen. Im Freundeskreis meiner Eltern gab es nie diese Alphas und Betas, wie man das hier nennt... da sind alle Menschen gleich, keiner bestimmt über den anderen. Mein Bruder und meine Cousins würden sich niemals mehrere Male hintereinander von ihren Freundinnen/Frauen und auch nicht von den Kumpels auf einen Drink einladen lassen, ohne sich zu revanchieren. Das wäre ihnen total peinlich, ihr schlechtes Gewissen würde das gar nicht zulassen.
Mein Gefühl besagt, dass Kinder in reicheren Ländern eher dazu erzogen werden, sich durchzusetzen als rücksichtsvoll mit ihren Mitmenschen umzugehen. Notfalls bedienen sie sich dabei irgendwelcher Aktionen, die im Kulturkreis meiner Familie als skrupellos betrachtet werden. Ich kann auch diese Diskussionen um starke und schwache Personen nicht verstehen. Wieso soll ein Mensch, der seine Gefühle offen zeigt, schwach sein? Das will mir nicht in den Kopf.
Ich glaube, ich bin die perfekte Zielscheibe für Narzissten und ähnliche Gestalten. In meiner Welt sind alle Menschen gleich, niemand ist besser oder schlechter als ein anderer. Dieses Prinzip von Macht und Unterwerfung verabscheue ich wie die Pest. Vermutlich ist mein deutsches/mitteleuropäisches Umfeld auch deshalb so klein.