Guten Tag, Writen
Ja, schon Neugeborene sind auf die Körperssprache angewiesen. Denn sie vermögen sich noch nicht selbst zu versorgen und sind gänzlich auf den Schutz und die Fürsorge ihrer Eltern angewiesen. Zwar können Säuglinge noch nicht zwischen ihren eigenen Gefühlen und denen anderer Menschen unterscheiden. Doch instinktiv drücken sie ihr Befinden aus, verziehen etwa ihren Mund zu einem Lächeln, rümpfen die Nase oder schauen ihre Eltern mit weinerlichen Blick an. So können die Bezugspersonen die Bedürfnisse ihres Kindes unmittelbar verstehen und darauf eingehen.
Erst im Alter von etwa 2 Jahren entwickeln sie ein ICH-BEWUßTSEIN. Sie unterscheiden erstmals ihre eigenen Gefühle von denen ihrer Mitmenschen.Nun beginnen sie, die Emotionen anderer zu deuten, deren Freude und Schmerz,Wohlbehagen und Angst. So zucken Kleinkinder zusammen wenn sie sehen, das ein Spielgefährte Kummer hat, und versuchen ihn zu trösten, indem sie ihm z.B. eines ihrer Spielzeuge bringen.
Die Entwicklung der Empathiefähigkeit folgt gleichsam der Entwicklung der eigenen Identität.
Mit der Zeit begreifen Heranwachsende immer besser, was in ihren Mitmenschen vorgeht. Mit sieben ist das Einfühlungsvermögen vieler Kinder so weit herangereift, dass sie sogar erkennen, wenn Eltern oder Geschwister versuchen, ihre Gefühle vor ihnen zu verbergen. Sie spüren z.B., wenn ihre Mutter trauig ist, dies aber nicht zeigen möchte.
Allerdings entwickelt sich die Empathie nicht bei jedem Kind gleich. Zwar treiben Gene das Wachtum von Spiegelneuronen unweigerlich voran, doch die Vernetzung der Nervenzellen wird auch von elterlicher Fürsorge beeinflußt. Mangelnde Aufmerksamkeit, Vernachlässigung oder gar Mißhandlungen führen mitunter dazu, dass Kinder - aus Schutz vor seelischem Schmerz- emotional stark abstumpfen.
Sie können, ihre eigenen Gefühle nur schwer deuten und sind somit kaum noch in der Lage, die Gefühle anderer zu verstehen.
Damit sich die Fähigkeit zur Empathie ganz natürlich entwickeln kann, sind Kinder daher auf eine innige Bindung zu ihren Bezugspersonen angewiesen. Kinder sollten offen über ihre Emotionen reden können. Eltern wiederum sollten versuchen, auf die Bedürfnisse ihrer einzugehen, ihnen die eigenen Gefühle beschreiben und auch erklären, weshalb Menschen hin und wieder negative Emotionen wie Neid, Zorn oder Kummer verspüren.
Den nur wenn Menschen das faettenreiche Spektrum ihrer eigenen Gefühle kennengelert haben, wenn sie unangenehme Emotionen nicht gleich verdrängen, sondern in der Lage sind, sie eine Zeit lang auszuhalten und zu erkunden, vermögen sie die gesamte emotionale Bandbreite anderer Menschen zu begreifen.
Dieses tiefe Verständnis bildet schließlich die wichtigste Triebfeder der Menschlichkeit: die MORAL
Moralempfinden wird durch viele Parameter geprägt - etwa durch Elternhaus, Kindergarten und Schule.
Die moralische Identität eines Menshen hängt also nicht nur davon ab, welchen inividuellen Wertekatalog er entwickelt hat, sondern auch davon, wie sehr er sich ein an sein moralisches System gebunden fühlt. Diese Bindung, wird maßgeblich dadurch beeinflußt, wie anständig und fair sich Heranwachsende von ihren Mitmenschen behandelt fühlen. Haben Elternhaus und Schule das Vertrauen vermittelt, dass die Umwelt in der Regel gerecht mit einem umgeht, entspringt daraus gleichsam ein persönlicher Vertrag, eine tief empfundene Verpflichtung, andere ebenfalls gerecht zu behandeln.
Untergraben Eltern dagegen das Gerechtigkeitsempfinden und Selbstwertgefühl eines Kindes, indem sie ihm ständig Wünsche verweigern, seine Interessen und Talente abwerten, ohne ersichtlichen Grund schimpfen oder gar zuschlagen, kann das die Moralentwicklung massiv stören. Unberechenbare Härte verunsichert Heranwachsende und kann in ihrer Psyche ein Gefühl der eigenen Nutzlosigkeit verankern. Die Welt wird in ihren Augen zu einem feindlichen, gefährlichen Ort. Dort ist kein Raum mehr, sich um andere zu kümmern. Die Empathie - jene angeborene biologische Grundlage moralischen Handelns - kann dann verzerren und verkümmern.
Vollends durcheinander geraten kann der Kompass für Gut und Böse, wenn ein Kind chronisch misshandelt oder missbraucht wird. Denn oft findet es nur eine Erklärung für die Demütigungen und Schmerzen: Es geht davon aus, selbst böse zu sein. Das aber kann dazu führen, dass es seine moralische Haltung verliert.
Es steht nicht fest, ob "Psychopathie " als eigenes Krankheitsbild gelten darf. Möglicherweise treffen im Psyopathen völlig normale Eigenschaften, verstärkt ausgeprägt, in einer Art seelischer Sonnenfinsternis unheilvoll zusammen. Dann trüge jeder den Kern der Psychopathie in sich. Man spricht deshalb auch von " erfolgreichen Psychopathen ", die im sozialen Ordnungsrahmen bleiben, als Spitzenmanager etwa.
Hauptzüge des Psychopathen: Narzissmus, also Selbstliebe, sowie das Unvermögen, den Mitmenschen zu "spüren".
Psychopaten sind furchtlos. Ihr Herz schlägt langsam. Sehen sie Bilder, die bei anderen Abscheu erregen, bleib ihr Nervensystem stumpf. Wenn sie töten, dann eher Männer als Frauen. Aber nicht krankhaft,sondern klinisch rein, wie beim Klatschen einer Fliege; ihre Gewalt dient stets egoistischen Zweck.
Ich bin gesund, frei, stark sagen Psychopaten, und wenn die Menschheit seit ewigen Zeiten Geschichten erzäht, in denen das Böse als Versuchung erscheint - und das Gute als mühsam zu erklimmender Gipfel -, dann womöglich mit Blick auf diesen Archetyp brutaler Eigenliebe.
Es ist nicht klar, wie Psychopathen, Menschen ohne Leidensdruck, therapiert werden können - und ob überhaupt. Einer (umstrittenen) These zufolge wird ein Psychopath dabei sogar noch gefährlicher, weil er vom Therapeuten die Sprache der Gefühle erlernt und für seine Zwecke ausnutzt. " Fühlt ein Psychopath seine Schuld, oder " weiß" er nur darum?
Hat er seine Schuld nur mit dem Verstand erfasst, oder empfindet er echte Scham?
Frage: Was ist Schuld? Antwort wörtlich eines Psychopathen: Schuld fühlt sich immer gleich an.Unabhängig davon, ob man seiner Mutter fünf Mark klaut oder einen Mord begangen hat.
Frage: Was ist Liebe? Antwort:" Könnte ich nicht beschreiben.Ist bei mir
wie bei allen anderen auch."
Frage: Und Angst? Antwort:" Wenn ich ein tolles Produkt habe, werde ich es zu 90% verkaufen. Aber die letzten 10% sind nicht abschätzbar, die haben mit menschlichen Faktoren zu tun. Das ist Angst. Ich habe vor Dingen Angst, die ich nicht selbst kontrollieren kann. Und mich kann ich kontrollieren.
Er hasst dieses Gefühlspalaver, er ist dann ratlos, als müsse er in einer Fremden Sprache den Weg zu Bahnhof erklären. " Ich bin nicht so der emotionale Typ. Was aber nicht heißt, dass ich keine Emotionen habe."
Und ja, Menschen können auch deshalb grausam sein, weil sie sich in andere einfühlen, sie aber nicht spüren.
Zum Daumen drücken ist es jetzt wohl schon zu spät. Dafür

hoch und lass dich mal

drücken von mir. Hab keine Angst, Glaube fest daran, dass Alles gut ausgeht.
LG