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Suche Ex-Partner v Narzissten und Hochstaplern z Austausch

W
Thymi Smile -

Und welche 20.jährige diktiert ihrem Mann er dürfe nicht dies, seine Ex dürfe nicht die Hunde sehen?


Und ich frage mich "Welcher Mann lässt sich denn von seiner Freundin gefallen"? geschockt Er ist doch ein eigenständiger Mensch!

ER ist doch erwachsen! Mit seinem "SIE will das nicht", zieht er sich doch nur aus "seiner" Verantwortung! Warum kann er nich sagen "Du Neue, aber ich möchte mit meiner Ex Kontakt haben"! ER ist es doch, der die Situation entschärfen könnte. satdessen tut er aber so, als könne er sich gar nicht wehren - der arme der -!

Komisch Thymian, ich stelle mir da wirklich gerade eher die Frage nach SEINER EIGENVERANTWORTUNG! Zwei Meinungen, ist auch okay Kuss geben

#2971


A
Bind die Tochter einer narzisschtischen Mutter ,
am Anfang war ich Naiv ,Angst usw.........

er drohte oft mit Familientragödie ,

erst in den letzten Jahren stemmte ich micht frei .

Und schaut mal in meine Anfagspostings da habe ich alles geschrieben Smile

meine Söhne sind Erwachsen 24,26,28

#2972


A


Suche Ex-Partner v Narzissten und Hochstaplern z Austausch

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W
Tja, manchmal bin ich Ratlos!

Thymian, fahr vorsichtig. Wir brauchen dich hier noch Mr. Green

#2973


A
Habe Ihm ne SMS gesendet ,ob er alleine ist ,weil Sie in HD angemeldet war :-9

Und Sie antwortet von Ihrerem Handy jetzt ist er nicht mehr alleine ,Du Stalkerin
habs gelöscht und nicht reagiert ,wolllte eigentlich nur die Hundebilder und meine Daten vom Laptop ,jetzt muß ich es halt über den Anwalt machen ,wenn Sie es so will .

Ich weiß wirklich nicht was da los ist ,dass kenne ich nicht von Ihm .

#2974


S
Hallo Ihr,

es ist so schei., wenn bei einer Trennung eine andere Frau/ein anderer Mann eine Rolle spielt. Man einfach mal eben so ausgetauscht wurde...

Andererseits: wäre es überhaupt zu einer solchen Trennung gekommen, wenn da nicht jemand drittes eine Rolle gespielt hätte?

Es scheint so, als wären wir, die wir hier schreiben, alle noch alleine - ohne jemand Neues.

Ist hier jemand dabei unter euch, der vor der Trennung schon nach einem neuen Partner Ausschau gehalten hat? Vielleicht sogar schon mit jemandem etwas hatte?

Oder sind wir hier alles tatsächlich so treue Seelen?

Am Anfang habe ich mich wie ein ausrangiertes Etwas gefühlt, abgelaufen und entsorgt. Ersetzt durch was Neues. Und ohne zu wissen, dass mein Haltbarkeitsdatum längst abgelaufen war für ihn.

Aber irgendwie war immer in meinem Kopf: sie kann ja nichts dafür. Sie hat mir nichts weggenommen. Er hat sich abgewandt von mir. Hinterhältig und feige ist er gegangen. Von mir zu ihr. Hat mich bloß nicht eher losgelassen bevor er sich woanders festhalten konnte...

Ihr kennt bestimmt auch das Kopfkino in einem in Bezug auf die andere Frau...Es sind anfangs Bilder, die man lieber nicht sehen möchte...denn die sind der reinste Horror - weil sie so schön sind. Sie hat nun, was man selbst gern hätte...er gibt nun ihr, was er einem selbst nicht mehr gibt...und bestimmt noch viel mehr...
Und man selbst ist totunglücklich.

Ich hätte mich am liebsten rund um die Uhr ins Koma versetzt - nur um diese Bilder nicht im Kopf zu haben.

Habe diese Bilder ertragen. Und mit jedem mal "angucken" tat es weniger weh.

Heute weiß ich, ich habe ihn idealisiert.
Warum sollte er plötzlich nicht mehr jeden Abend am liebsten in seiner Jogginghose, mit einer Hand in der Hose so wie Al Bundy, vor dem Fernseher sitzen und wie wild durch die Gegend zappen?

Warum sollte er nicht mehr die Schlagzeilen der Bildzeitung als "seine" Meinung äußern?

Warum sollte er sich nicht mehr ständig über den Kopf streichen beim "erzwungenen" Waldspaziergang, weil ihm bestimmt irgendein Tierchen auf seinen Kopf fällt? (Das Schöne am Waldspaziergang hat er dabei nie gesehen.)

Warum sollte er nicht mehr feige schweigen, wenn es eigentlich an der Zeit wäre etwas zu sagen?

Warum sollte er nicht mehr nur einfach etwas mitmachen, obwohl es ihn eigentlich nicht interessiert?

Warum sich nicht mehr aus Angst unheimlich anpassen an die Frau an seiner Seite...damit sie ihn nicht fallen lässt?

Einmal schrieb er mir -in einer seinen Phasen, in der er meinte, für mich soooo viel zu fühlen-: "Vielleicht sollte ich ihr einfach sagen, dass ich sie betrogen haben, dann macht sie vielleicht Schluss...aber das wäre ja auch nicht richtig, weil es nicht stimmt."

Weil es nicht stimmt?

Ist es noch kein Betrug, in Gedanken mit jemand anderem zusammen zu sein? Ist es noch kein Betrug, so zu tun als wäre alles okay - und in Wirklichkeit heimlich SMS und Mails mit einer anderen Frau zu schreiben? Ist es noch kein Betrug, Schluss zu machen "weil man erstmal alleine sein will, um sich selbst zu finden..." und in Wirklichkeit mit einer anderen Frau in Verbindung steht? Ist es noch kein Betrug, nur einen Teil von sich zu zeigen - den, der gefallen soll, und den anderen zu verstecken?

Er spürt nicht, dass er betrügt...

Er hat mal geschrieben, er würde eine Lebenslüge leben...da, an ihrer Seite.

Aber er wird das nicht unterscheiden können - ob er jetzt oder vorher mit mir eine Lebenslüge gelebt hat. Oder vielleicht auch nur von einer Lebenslüge in die nächste gegangen ist...

Mir geht es langsam wieder besser. Hoffe, das bleibt so.

Und ich wünschte, ich hätte damals diesen nach außen hin coolen Angeber mit den traurigen Augen nicht so verdammt tief in mein Herz geschlossen.

Es braucht noch Zeit, ihn aus mir zu verbannen.

Schlaft gut - hoffe für uns, dass es lieber ein traumloser als ein Schlaf mit quälenden Träumen wird.

LG soulsea

x 1 #2975


W
Ist hier jemand dabei unter euch, der vor der Trennung schon nach einem neuen Partner Ausschau gehalten hat?

Ähm verlegen "VOR" der Trennung? Du meinst so ganz auf Narzisstenart? Mr. Green
Wenn ich unglücklich gewesen wäre, dann hätte ich mich getrennt. Mit oder ohne neuem Partner!

Allerdings verlegen hatte ein Narzisst es mal beendet. (Fiese Nummer, eigentlich kam ihm ihm nur zu dicht, er drohte auf zu fliegen)! Na ja, ich hatte ein echt süßes Trösterchen, wir wren echt viel zusammen unterwegs Mr. Green Aber Traurig ich konnte einfach nicht! Hing noch viel zu sehr an meinem Narzissten! Schön blöd, aber ich wusste da ja auch noch nicht was er ist!

#2976


S
Oh, hab das alles eben erst gelesen... das mit dieser Furie.

Ich habe mal eine Mail von seiner Neuen bekommen. Sie hatte herausgefunden, dass mein Ex und ich essen gehen wollten (sie nennt ihren Ex ihren "besten" Freund und hat wohl guten Kontakt zu ihm).

Jedenfalls habe ich sie von da an mit anderen Augen gesehen - dachte immer, sie muss das Beste an Frau sein, was die Welt zu bieten hat - weil er doch mit ihr auf dem Weg ins Glück war.

Dann kam plötzlich diese Mail. Er hatte mich vorgewarnt. Beide hatten also schon Stress wegen des mal essen gehen. Angeblich hatte er es ihr erzählt, weil er nicht mehr lügen wollte -haha. Er hatte aber 2 Mailadressen u. hatte mir versehentlich das "gerne" über eine Mailadresse geschickt, zu der sie auch Zugang hat. Als er das gemerkt hatte, war's wohl zu spät. Und er voller Panik. Hab's an der Art gemerkt, wie er schrieb.

Ihre Mail dann. So etwas habe ich noch nicht gesehen. Sie schrieb mir vor, in welcher Art ich überhaupt noch Kontakt zu ihm haben dürfte. Und das wäre eben nur, wenn es um die Kinder ginge. (Wie? Um die Kinder? Er hatte gar keine Verbindung mehr zu meinen Töchtern. Wie hatte er sich denn ihr gegenüber dargestellt? Voller Liebe und Fürsorge für meine Töchter? Oh Gott...)

Sie schrieb, das wäre unanständig von mir, mit ihm essen gehen zu wollen (natürlich war es nur von MIR unanständig).

Und der Hammer war: hinter jedem der Sätze war ein Ausrufezeichen. Stellt euch einen Text vor aus rd. 10 Sätzen - und jeder Satz hat ein Ausrufezeichen.

Und er? Er eierte herum. Glaube, er hatte tierische Angst, ich könnte ihr mal so ein bisschen was erzählen...z. B. die Wahrheit.

Zum Schluss schrieb ich ihm: Sag ihr, ich will nicht mehr mit dir essen gehen.
Da bedankte er sich bei mir. Er BEDANKTE sich. Und es täte ihm leid, sie hätte einfach kein Vertrauen zu ihm...
Ach - na sowas.

Aber ich denke schon, dass sie ihm wirklich nicht vertraute. Und dann wie eine Mutti für ihn erstmal klare Verhältnisse schaffte. So wird's gemacht und nicht anders. Ausrufezeichen.

Hab ihm dann geschrieben, dass ich auf so einen Kram keine Lust habe.

Mann, ich darf gar nicht daran denken...

War aber das einzige Mal, dass ich überhaupt Kontakt mit ihr hatte.

Tja, sie misst da wohl mit zweierlei Maß - sie darf, er nicht. Und sie weiß wenigstens, wie man sich zu benehmen hat - im Gegensatz zu mir.
Und ich war die Böse. Ihn musste sie da eben beschützen vor soviel Bösem...

War auch da wieder mal fassungslos.

#2977


W
Ein seltsames Spiel soulsea!
Sagt mal, ich habe gerade gaaaanz lange mit Anna telefoniert. Und wir fragten uns gerade, ob eigentlich alle Narzissten dieses seltsame Verdrehungsspiel haben. Das was Thymian weiter oben beschrieb. Das ihr Narzisst ihr "netter Weise" ja Freundinnen suchte!
Und ja, es stimmt. DAS war eigentlich das schlimmst von all dem. Das er alles verdrehte, es einem immer als das "Gute" für einen verkaufte durcheinander Dieses "Ich tue das doch alles "nur für Dich", war das schlimmste! Seinen Egoissmus zu tarnen, es zu erkennen, war, als sähe man dem Teufel direkt ins Gesicht.
Haben das eigentlich alle Narzissten? Wir waren uns da eben echt nicht sicher. Narzissten, also nur gekippte, die haben das nicht! Aber npS´ler? Haben es alle NPS´ler?

lg und einen guten Schlaf euch allen

#2978


T
Und ich frage mich "Welcher Mann lässt sich denn von seiner Freundin gefallen"? geschockt Er ist doch ein eigenständiger Mensch!

ER ist doch erwachsen! Mit seinem "SIE will das nicht", zieht er sich doch nur aus "seiner" Verantwortung! Warum kann er nich sagen "Du Neue, aber ich möchte mit meiner Ex Kontakt haben"! ER ist es doch, der die Situation entschärfen könnte. satdessen tut er aber so, als könne er sich gar nicht wehren - der arme der -!

Komisch Thymian, ich stelle mir da wirklich gerade eher die Frage nach SEINER EIGENVERANTWORTUNG! Zwei Meinungen, ist auch okay Kuss geben


Hast recht writer! Beide verhalten sich daneben.
Bin übrigens gestern mit einem Lachen im Hals eingeschlafen wegen der Güte meines N s mir Freundinnen zu suchen.

Schlaft gut,

Thymi Glücklich

#2979


A
Guten Morgen freunde

Das innere Kind in unseren Beziehungen

Kennst du das auch?: Den Wunsch nach einer glücklichen erfüllten Liebesbeziehung, mit einem Menschen ganz zu verschmelzen, das Gefühl für jemanden wirklich wertvoll und etwas ganz besonderes - die Nr. 1 - zu sein? Und dann die Enttäuschung, wenn der Partner sich als jemand anderes zeigt, als er dir versprochen hat, wenn du dich unverstanden fühlst, deine Bedürfnisse nicht so erfüllt werden, wie gewünscht, du dich eingeengt fühlst, dass sich der Partner zurückzieht, du dich nicht mehr gesehen fühlst, wenn er dich verletzt oder gar ganz geht?

Oder das Feuer und die s.uelle Leidenschaft mit der Zeit immer mehr verflacht, wenn du dich klein, hilflos und unfähig fühlst, mit dem Partner darüber zu sprechen?

Das ist der Zeitpunkt, wo du in Kontakt kommst mit deinem inneren Kind, das häufig immer noch verletzt und alleingelassen in der Ecke steht, mit einer großen unerfüllten Sehnsucht nach Liebe, Anerkennung und dem Gefühl, ganz gesehen und verstanden zu werden.

Der Kontakt mit deinem inneren Kind gibt dir die Möglichkeit deine Beziehungsmuster anzuschauen und zu verändern, alte Gefühle und Wunden zu heilen aber auch mit den starken Seiten des Kindes: neugierig und unschuldig zu spielen, übermütig und hemmungslos sich auszudrücken, Abenteuer zu erleben und sich verzaubern zu lassen von der Magie des Lebens.

Wenn keine Liebe dann wenigstens Aufmerksamkeit

Unsere Erfahrung ist, dass all die Themen um Partnerschaft, Sexualität und Liebe ihren Schlüssel in unserer Kindheit, in unserer Herkunftsfamilie haben. Wir sprechen deswegen in Erwachsenenbeziehungen oft von der Kindheitstrance, weil wir unbewusst an das andocken, was wir in unseren Familien gelernt haben. An Vorbildern, vor allem aber auch, was wir selbst als Kinder an Verhaltensmustern entwickelt haben, um wenn schon keine Liebe, dann zumindest Aufmerksamkeit zu bekommen.

Und das ist etwas, was wir sehr häufig verwechseln - besonders in unseren Liebesbeziehungen. Wenn ich z.B. mit meinem Partner streite, dann tue ich das um Aufmerksamkeit zu bekommen, aber es ist der Liebe - meistens zumindest - abträglich. Aber im Streit geben wir uns gegenseitig viel Aufmerksamkeit, durchaus. Liebe und Aufmerksamkeit ist etwas, was wir sehr häufig in unseren Partnerschaften verwechseln. Wir gehen zwar vielfältige Beziehungen ein, aber meistens wiederholen wir doch Beziehungsmuster eben aus unseren Ursprungsfamilien.

Vater-Tochter und Mutter-Sohn Beziehungen

Und was dann beim genaueren Hinsehen oftmals deutlich wird: wir haben meistens in Partnerschaften entweder Vater-Tochter- oder Mutter-Sohn-Beziehungen. Weil die meisten Beziehungen eingegangen werden um eben Aufmerksamkeit zu bekommen: das kleine Mädchen, das alles für den „Vater“ tut, um Anerkennung und Selbstbestätigung zu bekommen und sich dafür manchmal verbiegt und verrät; der kleine Junge, der alles tut, um es der „Mutter“ recht zu machen und sie nicht zu verletzen und dabei seine Manneskraft und Attraktivität verliert.

Die Beziehungsfalle: das Versprechen der Verschmelzung

Eines unserer größten Bedürfnisse, die wir aus unserer Kindheit in unser Erwachsensein mitgenommen haben, wird auch zur Falle und Enttäuschung in der Paarbeziehung: das Versprechen nach Verschmelzung. Die anfängliche Verliebtheit ist eine symbiotische Phase, die uns die Illusion der Verschmelzung vermittelt und die Erwartung, dass genau dieser Mensch endlich all unsere bisher unerfüllten Wünsche und Bedürfnisse erfüllt. Das sind vor allem der Wunsch nicht mehr allein zu sein, geliebt zu werden, besonders wertvoll für einen Menschen zu sein oder sogar der wichtigste Mensch für jemanden zu sein. Letztendlich ist es die kindliche Sehnsucht nach Verschmelzung mit der Mutter, die jeder einmal erlebt hat und die in dieser Phase auf den Partner projiziert wird.

Alles, was der Verschmelzung dient wird gesucht: gemeinsame Freunde, gemeinsamer Urlaub und Freizeit, gemeinsamer geistiger Hintergrund und Spiritualität, gemeinsames Bankkonto, Haus, Kinder etc. Die Beziehungspartner verschmelzen oftmals so sehr miteinander, dass sich einer ganz für den anderen aufgibt oder verliert, für die gemeinsame Identität wird die eigene aufgegeben. Darin wollen wir zu dem Zustand zurückkehren, den wir alle kennen: den Zustand der Verschmelzung, wie wir ihn im Mutterleib und auch noch in den ersten acht bis zehn Monaten unseres Lebens erfahren haben. Da die meisten jedoch nicht genug von dieser Verschmelzung bekommen haben oder diese aus unterschiedlichen Gründen gestört wurde bleibt ein Loch, ein Hunger, dieses Bedürfnis zu füllen, was wir dann in unseren Liebesbeziehungen versuchen.

Der Weg in die Freiheit: unser Wunsch nach Autonomie

Im Alter von 7 bis 9 Monaten fängt ein Baby an aktiv zu werden; es wird neugierig und will die Welt erforschen: es drängt von der Mutter weg - will autonom werden. Darin liegt ein neuer wichtiger Schritt auf unserer Reise der Individuation und ein erster Konflikt, der sich später auch in unserer Liebesbeziehung und Partnerschaft zeigt.

Der Konflikt des Kindes: wenn ich weggehe, ist Mama traurig. Erste Schuldgefühle tauchen auf. Wenn das Kind zurück kommt ist die Mutter vielleicht irritiert und nimmt das Kind nicht so auf, wie dieses es braucht. Das Kind lernt daraus: es ist nicht sicher wegzugehen. Wenn ich weggehe kann ich nicht zurück kommen. Dann bleibt es lieber und unterdrückt den Drang neugierig die Welt zu erforschen.

Doch wir brauchen beides: Wenn wir satt sind von der Verschmelzung drängen wir zur Freiheit, zur Autonomie. Es ist wie das Kommen und gehen des Kindes: Symbiose und Distanz: das ist der Reigen, den wir in jeder Liebesbeziehung spielen – und der oft nicht gelingt. Die Ursache liegt in der kindlichen Entwicklung, die in diesem Stadium nicht gelingen konnte, bzw. gestört wurde. In unserer Partnerschaft suchen wir die Lösung dieses Konfliktes zu finden – und scheitern doch meistens, weil die Ursache in der kindlichen Entwicklung nicht bewusst ist.

Daher rührt auch unsere Angst, uns auf nahe und intime Partnerschaften einzulassen, denn die Grundüberzeugung, die aktiviert wird heißt: wenn ich mich einlasse, muss ich meine Freiheit aufgeben. Will ich meine Freiheit, bekomme ich keine Liebe, bzw. verliere meine Liebesbeziehung. Hier ist die natürliche Selbstregulation von Verschmelzung und Autonomie gestört und man kreiert entweder abhängige Beziehungen oder bleibt Single und unabhängig und leider oft auch unnahbar.

Die Störungen liegen in ganz früher Zeit in der Mutterbindung begründet, in der vorsprachlichen Entwicklungsphase: in der Gebärmutter und erste Wochen und Monate nach der Geburt. Daher findet die heilende Arbeit hier auf der körperlichen, zellulären und nervlichen Ebene statt.

Der Verlust unserer inneren Sonne – der Verlust der eigenen Größe

Das innere Strahlen, das Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen weicht in Beziehungen oftmals einem Erleben, sich klein und abhängig zu fühlen oder dem Gefühl, die eigene Lebenskraft zu verlieren. Dann beginnen die Beziehungspartner füreinander nur noch zu funktionieren und Rollen zu spielen. Beide bemühen sich dann sehr umeinander um irgendwie ihre Beziehung zu erhalten. Kampf setzt ein und Anstrengung bis zur Erschöpfung.

Diese Phase in Beziehung weist auf eine andere wichtige Entwicklungsphase in unserer Kindheit hin: der ödipalen Phase, in der unser Wille herausgebildet wird und gleichzeitig die Angst vor Kritik und Liebesentzug, wenn wir uns nicht dem Willen der Großen unterordnen. Wenn wir in Beziehungen die Anstrengung und das Bemühen um den anderen und die Beziehung aufgeben, kommen wir in Kontakt mit einem sehr tiefen Gefühl: der Angst, den Partner zu verlieren oder dass die Beziehung sich auflöst.

Viele Männer und besonders Frauen kennen die Anstrengung, dem Partner alles Recht zu machen, das Bedürfnis für Harmonie und Wohlsein zu sorgen, die Beziehung zusammen halten zu wollen. In diesem Verhalten kommen wir in Kontakt mit unserer kindlichen Angst „vernichtet“ zu werden oder das „Nest“ der Familie zu verlieren.

Dabei gibt es zwei Arten der inneren „Vernichtung“: die männliche durch den Vater (egal ob leiblich oder Stiefvater) und die weibliche durch die Mutter. Der Vater oder die väterliche Präsenz nimmt dem Kind die eigene Größe und Strahlen durch Kritik, Verurteilung und Gewalt oder der Androhung von Gewalt. Die Mutter oder die mütterliche Präsenz macht das Kind klein durch die Androhung oder realen Liebesentzug: Wenn du nicht machst, was ich dir sage, was ich will, bekommst du meine Liebe nicht. Wenn du machst, was ich dir sage, liebe ich dich dafür.

Den Partner groß und strahlend sein lassen

Das ist unsere Angst „innerlich vernichtet“ zu werden, die uns in Beziehung klein macht und unser Selbstbewusstsein degradiert. Unser Wesen ist von Natur aus strahlend, will sich in seiner Größe zeigen, sich ausdrücken. Es ist unsere natürliche Art, uns auszudrücken. Wir haben aber oft Angst vor der Größe und dem Strahlen des Partners. Wir fragen uns dann: „Wenn er/sie so groß ist, braucht er mich dann noch?“ Die Angst, überflüssig zu sein, treibt uns an, den Partner klein zu halten und zu bevormunden. Wenn wir unseren Partner klein halten, müssen wir die Angst nicht fühlen, dass der Partner uns nicht brauchen könnte. Dabei ist die mütterliche Art der Beschneidung viel durchschlagender, da sie zwar sanfter aber subtiler, d.h. schwerer zu durchschauen ist.

Die Reise unserer Individuation ist eine Reise von der Symbiose / Verschmelzung zur Autonomie und inneren Stärke und Unabhängigkeit, die in unserer frühesten Kindheit beginnt und die wir in unseren Paarbeziehungen versuchen zu vervollkommnen.

Die Kindheitstrance in der Paarbeziehung

Daher kann der Entwicklungsprozess des Kindes auch direkt auf die Paarbeziehung übertragen werden. In jeder verbindlicheren Paarbeziehung wird die Kindheitstrance reaktiviert, die uns mit frühkindlichen Verschmelzungserwartungen und der Angst vor Autonomie, Trennung und Alleinsein in Kontakt bringt. Jeder von uns trägt in sich verletzte Teile, von denen die meisten verletzte Kinder sind. Wenn wir von „Innerem Kind“ sprechen, meinen wir nicht nur ein Kind, sondern mehrere Kinder. Unsere „Inneren Kinder“ sind Persönlichkeitsanteile, die wir aufgrund von schmerzhaften Erfahrungen abgespalten haben. Aufgrund der Abspaltung blieben sie in ihrer emotionalen Entwicklung stecken und konnten nicht weiter wachsen.

Wie die Kindheitstrance funktioniert

Die Kindheitstrance, die das Kind erschuf, sind Verhaltensweisen, Fähigkeiten die entwickelt wurden, um schmerzvolle Entwicklungsphasen und Erfahrungen zu bewältigen. Wenn du emotional oder verbal „automatisch“ reagierst, erfährst du wahrscheinlich den hypnotischen Trancezustand des Kindes im Erwachsenen. Das Problem dabei ist dann, dass dieses in der Zeit eingefrorene Kind weiterhin ungewollte Trancezustände erschafft, d.h. Gedanken, Gefühle, Emotionen und Verhaltensstrategien, die in der gegenwärtigen Situation unangemessen sind und nicht mehr funktionieren.

Kontakt zum Inneren Kind herzustellen bedeutet demnach Kontakt zu unseren Gefühlen, vor allen den verletzten, die geheilt werden müssen. Die dunkle Seite des inneren Kindes hypnotisiert den Erwachsenen, so dass er in der Gegenwart so reagiert, als würde er sich in der Vergangenheit, in seiner Kindheit befinden.

Die Kindheitstrance macht dem Erwachsenen erhebliche Probleme

Wenn du dich also bei Verallgemeinerungen beobachtest: alle Frauen sind.... Immer wenn.... oder wenn du wie automatisch auf Knopfdruck reagierst, weißt du, dass du es mit eine Trance zu tun hast. Die Trance, d.h. die Überzeugungen, Gedanken und Strategien verzerren die Sichtweise und Wahrnehmung des Erwachsenen und schränken ihn in seiner Aufmerksamkeit, seiner Wahlmöglichkeit und Handlungsfähigkeit ein.

Da wir durch die Kindheitstrance eher in der Vergangenheit als in der Gegenwart leben, bekommen wir jede Menge Probleme. Die Kindheitstrance wird am stärksten aktiviert in familienähnlichen Beziehungen, unseren Liebesbeziehungen und Partnerschaften. Dann tritt das innere Kind mit dem Erwachsenen aus seiner Vergangenheit (Vater oder Mutter) in Kontakt; und nicht mit dem Erwachsenen der Gegenwart, dem Partner.

Das heißt die Frau sieht ihren Vater in ihrem Partner; der Mann die Mutter, statt der Partnerin. Daher haben wir es in unseren Beziehungen vor allem mit Vater-Tochter und Mutter-Sohn-Beziehungen zu tun. Das schafft die Probleme, die wir in unseren Beziehungen haben: die abhängigen, symbiotischen Beziehungen, die das Recht auf die Befriedigung all ihrer Bedürfnisse beim Partner einfordern, die sich aufopfern. Oder die unabhängigen, die Autonomen. Beide leben in der Vergangenheit und sind Verzerrungen, Ängsten und Projektionen ausgeliefert

Das innere Kind umarmen

Der erste Schritt aber ist immer das liebevolle Annehmen dieser eigenen kindlichen Seite, das Umarmen des Inneren Kindes mit all seinen - meist ungeliebten – Gefühlen. Vielleicht zeigt sich dein inneres Kind sehr ängstlich, trotzig, schüchtern, schamhaft, verletzt oder zurückgezogen. Und natürlich möchte sich niemand so fühlen. Die Rückkehr zu diesem kleinen Mädchen / Jungen und die Annahme des inneren Kindes mit diesen Seiten, für die es von Vater oder Mutter abgelehnt wurde bewirkt die Heilung. Es kann seine Strategien loslassen und sich mit den lichtvollen essentiellen Qualitäten zeigen, nach denen wir uns sehnen: Leichtigkeit, Lebendigkeit, Lebensfreude, Vertrauen, Unschuld und Spiel. trost spenden LG anna

#2980


S
Guten Morgen,

ist schon traurig, wie verdammt schwach sie eigentlich sind. Egal, in welchem Umfeld sie sich bewegen. Egal, wie und wo sie sich bemühen, den starken Typen raushängen zu lassen. Sie brauchen immer eine Frau, an der sie sich festhalten können...

Akira hat ein anderes Umfeld als ich. Ein ganz anderes. Und doch weiß auch sie, dass ihr Ex eigentlich nur etwas darstellt - nicht wirklich ein starker Mensch ist. Die Neue jetzt an seiner Seite, die hat sich in die Darstellung verliebt. Und jedes "komische" Gefühl dabei wird auf Akira projeziert. Besser als wenn sie sich mit ihm auseinandersetzen müsste - wie er wirklich ist. Akira als Feindbild - das lenkt prima ab.

Ein Trauerspiel - was der N. da immer wieder inszeniert...

LG soulsea

#2981


A
Hallo Ihr!

Sehr schöner Text Anna!

Um noch einmal auf die Verdrehungen zurück zu kommen... Vielleicht spinne ich, mag auch keine Verallgemeinerungen, daher rede ich liebe von meinem N. Und bei ihm weiß ich es mit Gewissheit. So wie er aufgrund seiner Psyche gezwungen ist, nicht lieben zu DÜRFEN, und zwar lebenslänglich, ist er gezwungen, nicht leiden zu können. Da ist kein Schmerz in ihm. Da gibt es dieses schwarze Loch, das Vegetieren, das kann Monate anhalten, aber er leidet nicht. Es braucht ihm während der Zeit nur etwas geschehen, wo er sich mächtig fühlt, und schon ist alles wieder gut. Andere Menschen werden von ihm immer nur als nutzbringende Objekte interpretiert. Sie geben ihm etwas, wo er sich doch für wertlos hält. Es muss doch etwas Gutes in ihm sein, wenn sich jemand ihm zuwendet. Darum gehts. Das bedeutet alles für ihn, denn die Alternative ist schwarzes Loch. Zunächst ist die Verdrehung in diesem Sinne so gemeint, wie er sie sagt. Er merkt aber, wieviel emotionale Reaktion er vom Gegenüber dafür bekommt, wieviel Macht er hat, andere zu verletzen, ihm tut ja nichts weh, die setzt er dann sehr geschickt ein, um die Psyche eines anderen abzurichten, weil er sehr viel Lohn für seine Verdrehungen bekommt, Gefühle und Emotionen, die er nicht und niemals haben will, außer in seiner Phantasie.

Denke oft, dass in der Partnerschaft trotzdem beide das Gleiche EMPFINDEN, nur die Interpretation ist unterschiedlich. Gefühl u. Empfinden ist nicht das Gleiche. Gefühle sind was dauerhaftes u. stabiles, was eine Haltung voraussetzt. Hat der N. nicht.

LG
Anka

#2982


W
@Thymi, ach was, vielleicht irre ich mich da auch und bin auf´m Holzweg! Bei Narzissten stelle ich mir nur immer die Frage "Was haben die da eigentlich erzählt" geschockt Schön, das du zurück bist von the road Mr. Green
Irgendwie scheinen wir beide die einzige zu sein, die diesem irren Verdrehungsspiel ausgesetzt waren. Ich kann mich noch zu gut erinnern, wie mein Narzisst völlig empört vor mir stand und "mir" vorwarf, "ich" würde ihn betrügen! Ich dachte nur, wie kommt der denn bitte darauf geschockt Man hinterfragt sich in dem Moment einfach selber. (ist ziemlich normal,wie ich in Gesprächen mit Gesunden gemerkt habe). WAS habe ich getan, das der das so empfindet, so etwas denkt? ER war es, der betrog! Und das ist etwas, was ich nie wirklich verstehen werde, wie das funktioniert. Ist er einfach nur so sehr auf sich bezogen, das er gar nicht sieht, was "Er" tut? Spaltet er wirkich sene schlechten eigenen Anteile auf mich ab? Und wenn ja, wie funktioniert das? Oder war es einfach eine absulute Drecksnummer?

Und Anna, danke - wo hast du das her? - Aber, stellt sich wieder die Frage, was bitte ist dem passiert, das der so gestört geworden ist geschockt Wir reden hier ja nicht von normal, von jemandem der einfach etwas vernachlässigt wurde, sondern schon wirklich von schwer gestörrt!
Ich hatte wirklich keine Ahnung,das es so etwas überhaupt gibt. Dachte wirklich immer, man würde gegenseitig auf sich achten, solche Kinder rechtzeitig therapieren! Sowieso habe ich das Gefühl, die Welt wird immer gestörter! Vielleicht aber auch nur immer da, wo "Machthungrige" an der Macht sitzen. Irgendwie macht das System die Menschen kaputt. Immer mehr Leistung, immer perfekter, immer weniger menschlich. Und da stellt sich die Frage, wer macht das eigentlich alles? Doch die, die da Oben sitzen und Machthungrig sind. Das können doch nicht alles Narzissten sein, oder Augen rollen

#2983


W
Guten Morgen Anka,

hat sich überschnitten - unsere Beiträge Smile Wie geht es dir eigentlich?
Der männliche Narzisst! Das was du beschreibst, ist der männliche. Ich darf nicht lieben! Aber es stimmt. Sie haben es beide, (alle). Alles hat bei ihnen einen Gegenwert! Immer da, wo die Gefühslebene nicht funktioniert, nicht vorhanden ist, da geht es um Macht. Das ist a
alles was dann noch bleibt!
Mein N. war da irgendwie ganz anders. Er suchte die Verschmelzung, klammerte, kontrollierte aber auch wie alle Narzissten! Wir sind uns aber im Moment auch nicht sicher, ob der nicht nur noch zu jung war. Ob der nicht eigentlich gerade bei der "Auferstehung" war. Er will Gefallen, um jeden Preis. Muss aber auch betrügen, weil er nie satt wird! Das es in ihm ist, as ahnt er wohl nicht. Schiebt immer die Schuld auf seine Partnerinen, die ihn nicht genug liebten. Auffällig ist bei ihm die Opferrolle. Aber, die kann er auch nur haben, um damit Aufmerksamkeit zu bekommen (ADS). Er muss sich gar nicht so fühlen,kann wirklich sein, das es nur so drin ist bei ihm,weil er dann Aufmerksamkeit bekommt!
Ist auch egal, ist sein Ding! Ich muss nur mit den Folgen irgendwie klar kommen

#2984


W
Er merkt aber, wieviel emotionale Reaktion er vom Gegenüber dafür bekommt, wieviel Macht er hat, andere zu verletzen, ihm tut ja nichts weh, die setzt er dann sehr geschickt ein, um die Psyche eines anderen abzurichten, weil er sehr viel Lohn für seine Verdrehungen bekommt


Aufmerksamkeit? "Ich das arme Opfer"?

Muss los, zum Rheumatologen Augen rollen *nervt so langsam etwas* Smile

#2985


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