×

Lieber Forenbesucher,

wer bei uns Unterstützung sucht, soll sie finden, und wer helfen möchte, ist hier herzlich willkommen. Moderatoren und Mentoren begleiten das Forum und achten darauf, dass Beiträge respektvoll bleiben. Sachliche, tröstende, wohlwollende und empathische Beiträge sind ausdrücklich erwünscht, damit sich alle Mitglieder wohl fühlen. Abwertende oder verurteilende Inhalte haben hier keinen Platz.

3222

Suche Ex-Partner v Narzissten und Hochstaplern z Austausch

A
Freundliches Mitgefühl mit einem Kranken, was jeder Kranke auch gern nimmt, um sich zu stabilisieren, weil es ihm im krank sein, guttut. Nicht so der Narzisst: der will deine tiefsten Gefühle, negative, positive, die Hauptsache, er schwächt dich, weil er das nicht hat. Und man beschämt ihn mit freundlichem Verhalten, weil er nicht echt ist. Das war kein rezept, Writer. Das war mein zwingendes Pochen auf Wahrhaftigkeit, eine NOTWENDIGKEIT meines Seelenlebens. eine Forderung meinerseits, sein Gefühlsleben mir gegenüber zu zeigen, wenn er nicht will, dass ich mich wie eine Krankenschwester verhalte.

Medium, du hast mir heute zum Durchbruch verholfen. Die unvergleichbare Nähe, die ich mit meinem Narzissten erlebte, ist nicht nur Spiegelung. Mit mir sehr nahestehenden Menschen hatte ich ein paar mal telepathische Erlebnisse, oder erspüren, was mit meinen Kindern, was auch mit meinem N. gerade los ist. Für mich ist das ein Bestandteil von Liebe. Die N.`s, meiner jedenfalls, beherrscht diese Fähigkeit in unheimlicher Weise, keine ahnung, wie er das macht. Als könnte er, selbst aus der Ferne Gedanken lesen. Ich hielt das für Liebe seinerseits. Meistens jedoch benutzte er dieses Wissen für seine grausamen, subtilen Attacken gegen mich. Meiner kombiniert nicht nur über Kopf, der ist sowas von feinfühlig, auch das sind immer noch drei Fragezeichen für mich. Und ich meine damit nicht nur Bedürfnisse. Das war keine Liebe, das war Hass, u./oder Neid, fehlende Grenze zum du, was weiß ich, jedenfalls destruktiv motiviert - daher meine damaligen Albträume. Dachte vor einem Monat an den Film "das Schweigen der Lämmer" erinnere mich nicht mehr, worum es genau ging, nur dass es auch so ein unheimliches Ding war.

LG
Anka

#3811


A
Und nochmal ich. Jetzt, da ich mir sicher bin, dass alles zwischen uns abgestorben ist, kann ich es ja schreiben. Dieser widerliche N. hat mir einmal vor einer Woche ungefähr gestattet, in seinen Kern zu schauen: ein zugewandter, lieber, sensibler Mensch. So wie ich es immer vermutet hatte. Habe lange hinterher darüber nachgedacht - nein, es war keine Art von spiegelung u. völlig unerwartet. So eine Art von Spontanität ohne Kontrolle - das geht doch gar nicht. Er ist doch eine wandelnde, lebensverneinende Dauerneurose. Auf nimmer Wiedersehen - einfach nur perv.. Von mir aus kann er vegetieren solange er möchte-interessiert mich nicht mehr. will nichts mehr, nie mehr mit so einem zu tun haben. Und ja, ich denke, ich kann es mittlerweile ziemlich schnell, ohne NPS-Test erkennen, was mir die Beziehungsangst nimmt. Das wird bestimmt traumhaft, mal irgendwann wieder eine normale Beziehung leben zu können.

#3812


A


Suche Ex-Partner v Narzissten und Hochstaplern z Austausch

x 3


M
Writer hat folgendes geschrieben:

Sie machen uns narzisstisch, richtig? So wie es auf sie als Kinder wirkte, so wirkt es auch auf uns Augen rollen Es verstörte die Kinder, und das sie das Verhalten übernommen haben, dann auch uns!

Writer, Writer, Writer trost spenden

Nach dem Klotz macht sich jetzt Gänsehaut bei mir bemerkbar.

Wenn es uns schon als Erwachsene so mitnimmt, was wir mit den N. erlebt haben, wie ist es dann erst unseren Ex. gefühlsmäßig als Kind ergangen.
Eine grausame Vorstellung.

Wenn du weiter so schreibst und mir solche Gedankengänge verpasst, komme ich noch in Versuchung, meinen Ex. anzurufen um ihm mein Mitleid auszusprechen Mr. Green

Mach ich nicht, würde er eh nicht verstehen. Wie denn auch, hatte er doch nach seinen Aussagen mir gegeüber eine tolle Kindheit.

#3813


W
Nein Medium, das stimmt nicht! Man durchschaut es einfach nicht, es ist so perfekt getarnt! Man passt sich an, und das ist normal in einer Partnerschaft!
Der andere Spiegelt einen und das brauchen wir ja alle! Nur, das er einem Schaden will, einen falsch spiegel, das muss man erst einmal realisieren! Und dann kann man nur noch die Beine in die Hand nehmen und laufen Mr. Green
DEN Schuh medium, den zieh ich mir nicht an!

Hallo Writer

Habe einen Klotz im Hals. Ja, sie versuchen es da sie nicht anders können.
Wieviel Macht wir Ihnen einräumen und uns gewisse Verhaltensweisen aneignen, dafür sind wir ganz allein verantwortlich.

#3814


A
Ja, Medium, geflüstert hat er es mir zig-mal, dass er nicht so handeln kann, wie er empfindet, dass er anders handeln MUSS, dass ich Verständnis dafür hätte, es einfach ignorierte, sonst würde es immer schlimmer.

Es tut mir leid, je enger die Beziehung, desto mieser das Verhalten. Das ist Tatsache - unabwendbar.

#3815


W
@ Anka Das wird bestimmt traumhaft, mal irgendwann wieder eine normale Beziehung leben zu können.

Warte mal, war das das Ding mit Vertrauen und so? Mr. Green Das, wo man sich nicht belügt. Der andere sich nicht shizo verhält und einem Schaden will?
Ja, ich erinnere mich, ich hatte solche Dinge vorher Mr. Green So ganz schwach erinnere ich mich, an das normale Mr. Green

Buxbäume und Rauben bitte Mr. Green

#3816


A
Smile

#3817


M
Meiner hat auch immer gesagt. Hör mir einfach nicht zu, schau nicht hin, reagiere nicht auf mich, wenn ich Aussetzer habe. Das wird schon wieder mit mir. böse

Anka hat folgendes geschrieben:

Meiner kombiniert nicht nur über Kopf, der ist sowas von feinfühlig, auch das sind immer noch drei Fragezeichen für mich.

Wieso Fragezeichen. Gehört zur Grundaussattung eines N. nur das er die Feinfühligkeit negativ einsetzt, um andere zu verletzten. Ohne diese Sensibilität wüßte er doch gar nicht, wo er bei dir ansetzen sollte. Die loten das sehr geschickt aus.

Dir und allen anderen wünsche ich sonnige und frohe Ostertage.

gähnen Gute Nacht

#3818


A
Guten Morgen freunde (sie gehören in die "Hände" von Therapeuten)

Narzisstische Persönlichkeitsstörung

Was ist eine Narzisstische Persönlichkeitsstörung?

Mit dem Begriff „Narzissmus“ oder „narzisstisch“ verbindet sich gemeinhin die Vorstellung von egozentrischen, selbstgefälligen und ausbeuterischen Menschen, die dazu neigen, sich selbst zu überschätzen, sehr stolz sind und eine hohe Anspruchshaltung haben. Der Begriff des Narzissmus geht auf den griechischen Mythos zurück, der oberflächlich verstanden Eigenliebe bedeutet, er versinnbildlicht die große Selbstbespiegelungstendenz und die damit verbundene Beziehungsproblematik (zu sich selbst und zu Anderen) des narzisstisch verwundeten Menschen und leistet dadurch der negativen Beurteilung der Narzissten Vorschub. Beschäftigt man sich jedoch näher damit, so zeigt sich deutlich, welch tiefes Leiden mit der Selbstbespiegelung verbunden ist. Es ist das Leiden, sich von sich selber entfremdet zu fühlen.

Unsere Kultur, in der Leistung und Status sehr hoch bewertet werden, trägt zur Verstärkung des Narzissmus bei, ebenso wie die Werbewirtschaft, die seine Existenz nutzt und seine Entwicklung fördert. Die Wurzeln der narzisstische n Störung reichen jedoch viel tiefer, der Ort ihrer Entstehung ist die Familie.

Symptome der narzisstischen Persönlichkeitsstörung

Es dominieren depressive Symptome:

das Gefühl der inneren Leere


Niedergeschlagenheit


unspezifische Ängste


Störungen in den Beziehungen zu anderen Menschen


Schwierigkeiten, die eigenen Gefühle und Bedürfnisse wahrzunehmen und zu leben


Größenphantasien (oder Kleinheitsphantasien) bei gleichzeitiger tiefer
Selbstunsicherheit


Störung des Selbstwertgefühls und starke Kränkbarkeit


Körperliche Symptome


Narzisstische Persönlichkeitsstörung: Wie kann man sich das vorstellen? Was ist gestört?

Bei der narzisstischen Persönlichkeitsstörung sind zwei grundlegende Gefühle gestört: das Selbstwertgefühl und das Selbstgefühl:

Das Selbstgefühl hängt davon ab, wie gut oder wie schlecht jemand das eigene Selbst, also sich selbst wahrnimmt. Ist das Selbstgefühl nur schwach ausgebildet, hat man keinen wirklichen Zugang zu den eigenen Gefühlen, Wünschen und Bedürfnissen. Es findet keine Anregung statt, man hat den Eindruck, in einer öden Leere zu vegetieren. Es ist arm und leer in einem, man langweilt sich furchtbar. Gerade das mangelnde Selbstgefühl zeigt uns, dass der narzisstisch gestörte Mensch sich selbst nicht lieben kann. Er ist im Gegenteil sich selbst entfremdet. Das Gefühl für das eigene Selbst ermöglicht erst die wirkliche Selbstliebe. Der Mensch mit einer narzisstische n Persönlichkeitsstörung versucht unbewusst, diese Grundstörung im Selbst zu kompensieren (wie z.B. durch Größenideen und Idealisierung) oder durch Abwehrmechanismen (wie z.B. Überanpassung und Entwertung) zu bewältigen.

Weil das Selbst defekt ist und hinter der Fassade versteckt bleibt, ist beim narzisstisch Gestörten das Selbstwertgefühl schwach und labil, die Balance des Selbstwertgefühls ist gestört. Das bedeutet, dass ein solcher Mensch in hohem Maß auf die Anerkennung und Bewunderung von außen angewiesen ist. Denn im Gegensatz zum Durchschnittsmenschen hängt beim narzisstisch gestörten Menschen das Gefühl für den eigenen Wert fast ausschließlich von der Umwelt ab. Zur Kompensation/Ausgleich seiner Unsicherheit und Minderwertigkeit baut er ein Größenselbst auf, mit welchem er stets neue Zuwendung, Bewunderung und Spiegelung von anderen Menschen wünscht. Das Größenselbst produziert wiederum Größenphantasien, welche genährt werden wollen und den Wunsch nach Bestätigung von außen nur immer neu entfachen.

Narzisstische Persönlichkeitsstörung: Voraussetzungen zur Entwicklung eines gesunden Selbstwertgefühls

Für die kindliche Entwicklung ist es von äußerster Wichtigkeit, dass dem normalen Bedürfnis des Kindes nach Zuwendung und Zuneigung, nach Wärme und Geborgenheit Rechnung getragen wird. Ebenso braucht es die Möglichkeit, sich in der liebenden Bezugsperson zu spiegeln und dabei doch als eigenes Wesen mit seiner Eigenart wahrgenommen zu werden. Die phasengerechte, adäquate Befriedigung dieser kindlichen Bedürfnisse scheint entscheidend für die Entwicklung eines gesunden Selbstwertgefühls.

Narzisstische Persönlichkeitsstörung: Frustration (Enttäuschung) narzisstischer Bedürfnisse in der frühen Kindheit

Wo diese Zuwendung fehlt oder wo das Gegenteil der Fall ist, nämlich dass ein Kind sich so zu entwickeln hat, wie seine ehrgeizigen Eltern, die sich in ihrem Wunderkind wieder finden möchten, es sich wünschen, kommt es zu den entsprechenden Fehlentwicklungen. Ein Kind, welches in einem Familienklima heranwächst, das ihm seelisch aus irgendwelchen Gründen nicht gerecht werden kann, hat nur eine Möglichkeit, wenn es geliebt werden will: sich anzupassen und innerlich möglichst nichts mehr an sich heranzulassen. So tritt mit der Zeit eine Art „gnädige Anästhesie“ ein. Der Preis für diese Strategie besteht in der Einkapselung der Gefühle, so dass es später viel Zeit und Kraft braucht, um diesen Panzer aufzubrechen.

Sowohl ein Zuviel an Enttäuschung, an Frustration und Kränkung wirkt sich schädlich und entwicklungshemmend aus, wie auch ein Zuviel an Einfühlung, an Verwöhnung, ein Fernhalten von allen schwierigen Situationen, eine zu lange Unterstützung der narzisstischen Bedürfnisse einen ebenso schädlichen Einfluss auf die Entwicklung hat, da die notwendige Anpassung an die Versagungen des Lebens nicht erlernt werden kann. Die optimale phasengerechte Erziehung steht also zwischen Verwöhnung auf der einen und krank machender Versagung auf der anderen Seite.

Ursachen der narzisstischen Persönlichkeitsstörung

Man geht davon aus, dass die Störung ihre Wurzeln in der frühen Kindheit hat, wobei neben dem frühkindlichen Erleben auch ein konstitutioneller Faktor, also Erbanlagen mit all ihren Schwierigkeiten und Begabungen, eine Rolle spielen können. Wiederholte seelische Verletzungen, welche normale narzisstische Bedürfnisse nach liebevoller Zuwendung, Geborgenheit und Akzeptanz besonders in der frühen Kindheit, aber auch später verhindern, lassen die narzisstische Persönlichkeitsstörung entstehen.

Im Einzelnen können unterschiedliche Familienkonstellationen dazu beitragen. Tiefgreifende offene oder verdeckte Eheschwierigkeiten der Eltern können dazu führen, dass ein Ehepartner das Kind bzw. die Kinder auf seine Seite zieht. So können Mütter, die sich in ihrem Leben nicht glücklich fühlen, ihre Töchter in die Welt ihrer Sorgen mit hineinziehen und von ihnen getröstet werden wollen. Das Kind als Vertraute der Mutter wird ihr stets das größte Verständnis entgegenbringen, jedoch um den Preis, dass es alle seine eigenen Bedürfnisse unterdrückt. Es darf die Mutter auch nicht kritisieren, da diese sich ja für eine gute, aufopfernde Mutter hält und dafür auch Dankbarkeit erwartet.

Jungen wiederum werden von der Mutter besonders dann in ihrem Sinne manipuliert, wenn sie in Konflikt gerät mit ihrem Ehemann, der ja auch der Vater des Jungen ist. Dieser wird von der Mutter entweder mit Worten oder indirekt durch ihre Haltung herabgesetzt, wobei sie dadurch häufig besonders edel, gütig und fehlerlos in den Augen des Sohnes erscheinen mag.

Väter von narzisstisch gestörten Menschen sind oft selber schwache, unsichere Persönlichkeiten, die allerdings mächtig zu kompensieren verstehen. Oft sind sie in der Familie gar nicht richtig vorhanden, oder sie sind bedeutungslos. Sie suchen ihre Bestätigung eher außen bzw. im Berufsleben und überlassen die eigentliche Erziehung weitgehend der Mutter. Andere Väter kompensieren ihr schwaches Selbstwertgefühl damit, dass sie zum Familientyrannen werden. Sie demonstrieren ihre Stärke mit physischer Kraft, indem sie ihre Kinder züchtigen und so zu beherrschen verstehen. Oft – und dies wirkt besonders bei sensiblen Kindern – kommt es zu subtilen Entwertungen.

Insgesamt kann man davon ausgehen, dass sich eine narzisstische Persönlichkeit dort entwickeln wird, wo ein sensibles Kind mit Eltern aufwächst, die nicht oder ungenügend in der Lage sind, es in seinen eigenen natürlichen Bedürfnissen zu unterstützen. Die Eltern sind im Grunde selber schwache, unsichere und in ihrem Selbstwertgefühl labile Menschen.

Worauf ist bei der Behandlung der narzisstischen Persönlichkeitsstörung zu achten?

Der Patient mit einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung braucht eine therapeutische Begleitung, in der er Verständnis, emotionale Wärme und Einfühlung erfährt. Erst wenn eine ausreichende Vertrauensbasis in einer Geborgenheit spendenden Atmosphäre hergestellt ist, wird es ihm gelingen, Zugang zu lange verschütteten, angst- und schambesetzten Gefühlen zu entwickeln. Häufig sind die ersten wiederauftauchenden Gefühle Trauer oder Wut und Hass.

Es ist wichtig, seine eigenen negativen Gefühle zu kennen, sie lassen sich dann eher steuern, wenn wir sie kennen, sonst haben sie uns - nicht wir sie. Das Freilegen von Gefühlen, auch von negativen, macht uns lebendiger und ermöglicht den bewussten Umgang mit der eigenen Schattenseite. Dies verbessert somit unsere Selbststeuerung und verhindert, uns unseren Gefühlen ausgeliefert zu fühlen.

Wenn es dann gelingt, Abwehrhaltungen wie Entwertungen und Kompensationsmechanismen wie das Auftauchen von Größenideen aufzuzeigen, ist das für die Entwicklung des Patienten eine große Chance. Das Aufzeigen und Besprechen bewirkt allerdings nur eine intellektuelle Einsicht. Man wird dabei immer wieder auf unverarbeitete Kindheitsprobleme stoßen, die in der Erinnerung auftauchen. Die lebendige, nicht rein rationale, sondern gefühlsmäßige Auseinandersetzung mit den verdrängten Frustrationen, Kränkungen und Konflikten einerseits und das einfühlsame Besprechen und Umkreisen andererseits sind die therapeutisch wirksamsten Mittel. Es geht somit in einer Therapie um eine tiefgreifende Auseinandersetzung mit sich selbst und der eigenen Vergangenheit. Nur so kann der Patient lernen, Verständnis und Mitgefühl für sein eigenes Verhalten und die eigene Biographie aufzubringen.

Auf diesem Weg bedarf der Betroffene oft einer langen Zeit der behutsamen Begleitung. Der Wunsch, möglichst schnell die eigene Gefühlswelt entwickeln zu wollen, ist verständlich, jedoch kann nur durch einen langwierigen inneren Prozess gebessert werden, was sich während der frühen Kindheit in eine falsche Richtung entwickelt und sich zudem oft ein halbes Leben lang verfestigt hat.

Auch die kreativen Therapien Gestaltungstherapie und Musiktherapie sind sehr gut geeignet, den Zugang zur eigenen Gefühlswelt, die auch stark mit körperlichen Erfahrungen verwoben ist, zu finden. Sie tragen durch die verschiedenen Möglichkeiten des kreativen Ausdrucks zur Stabilisierung der Persönlichkeitsstruktur und dem Aufbau der Ich-Grenzen, der Überprüfung der Wahrnehmung der eigenen Umwelt und der Affektdifferenzierung bei.

#3819


W
Deshalb also ist der auch so ein Langweiler! Wenn man sich selber nicht fühlt, in einem nichts ist, dann weiß man natürlich auch nicht, wasman gerade möchte. Was einem Spaß machen würde, gut tun würde.

#3820


T
Hallo Writer, Anka, Medium, Sonne, Anna und alle anderen! Glücklich

ich habe heute die letzten 2 Seiten eurer Kommunikation nachgelesen und war so betroffen! Ihr glaubt gar nicht wie sehr ich mich in euch wiedergefunden habe! Ihr habt so wichtige Erkenntnisse!

Allem vorweg: ich war vor etwa 10 Jahren mit einem jungen Mann 2 Jahre zusammen. Ich liebte ihn sehr aber wir waren unentwegt am streiten und ich trennte mich schließlich. Das Abnabeln funktionierte allerdings wesentlich besser als bei meinem N...Nun aber kommts: ich traf meinen ex von vor 10 Jahren vor ein paar Tagen erstmals wieder. Er sah sehr schlecht aus, ich fragte und erfuhr: er sei wegen 1000 Leiden in einer Klinik gewesen und ihm wurde eine NPS bzw. kombinierte Persönlichkeitsstörung diagnostiziert! Ich dachte mir fallen die Ohren- Osterhasenohren ab! Merkwürdig, da er mich nie anlog, betrog, manipulierte etc. Im Vergleich zu meinem N ein Engel! Aber er ließ keine Nähe zu- das war auch der Grund unserer Streiterein. Mein Ex hatte genau so viel wie ich über NPS gelesen und war ziemlich verzweifelt was die Heilung betrifft. Ich verstehe nicht ganz wieso ER diese Diagnose bekommt, er hat einen Knall, ist aber NIE Verantwortungslos, demütigend etc. gewesen- im Gegenteil! Naja, egal. Aber er sagte einen wesentlichen Satz "Thymian, mir ist wohl nicht zu helfen...Die Frauen bewundern mich für meine Intelligenz, meinen Gedankenreichtum, meine Wortgewandtheit (er gewann dafür sogar Preise als wir ein Paar waren)- aber in mir ist es einfach nur leer. Da ist nichts Thymian!" Er war so verzweifelt! Und ich erinnerte mich: als wir zusammen waren, fühlte ich mich in seiner Gegenwart und besonders in seiner Wohnung immer so verlassen. Das war seine innere Verlassenheit. Es hatte etwas von Wüst und Leer. Eine verwüstete Seele. Er war auch nicht imstande, es sich zuhause heimelig und schön einzurichten- es war immer kahl- er konnte nicht für sich selbst sorgen. Naja...aber wie gesagt, er tat mir nicht einmal unrecht- war nur zu keinem echten Kontakt imstande. In seinen Armen war ich allein!
Jetzt denke ich, ich muss einen an der Waffel haben- 2 Mal NPS? Oh Gott! Aber ich habe auch eine Verteidigung: nach diesem Ex war ich viele Jahre mit einem sehr liebevollem Mann zusammen- treu, verantwortungsvoll, bestärkend...Ich habe mich sehr in dieser Beziehung entwickelt. Und nun, ratet mal, wieso ich mich trennte von diesem süßen Kerl? Jaaa, es gab natürlich auch Probleme wie in jeder Beziehung aber nichts dramatisches...Warum? Ich verliebte mich in meinen heutigen N.

#3821


A
Hallo Writer!

Die anregung kam von dir. Es ist wichtig, wer sich wen ausgesucht hat. Er konnte mich nicht mit Charme, nicht mit Komplimenten, mit nichts beeindrucken. Es war die Penetranz, alle meine Ablehnungen in Kauf zu nehmen u. die Feinfühligkeit, mir immer wieder zu zeigen, auf alles seelisch einzugehen, was mich ausmacht. Diese Nähe habe ich mit nur sehr wenigen Freunden. Darüber komme ich nicht hinweg. Alles ging immer von ihm aus, trennte mich zig mal. Er kam wieder u. wieder. "Gib mir noch ne Chance" sein Lieblingssatz. Und irgendwann sagte ich ja, wie bei einem Ehegelöbnis.
Um frei von seinem Sumpf zu sein, dem ER, aber nicht ich gewachsen bin, gibt es nur den Weg,

dass er mich in Ruhe lässt.

Es sieht ja jetzt ganz gut aus. Sollte ich wieder Kontakt mit ihm haben, man kann ja nie wissen, wird es nur um Wiedergutmachung gehen, zwanghafte Einforderung meinerseits, damit es gar nicht erst zu einer krankhaften Begegnung kommt.

LG
anka

#3822


T
Noch etwas. Der Ex den ich neulich traf ist ein Heimkind. Er wurde allerdings als Kleinkind adoptiert und erfuhr erst mit Mitte 20 das er adoptiert wurde. Und jetzt fällt es mir ein! Ich sagte immer zu ihm: Du bist so kontaktlos...Du hast etwas von einem Waisenkind...
Leute! Da haben wir das Bauchgefühl! Eigentlich wissen wir emotional ALLES, wir glauben es nur nicht.
Ich denke, ich bin 2 Mal an einen NPS geraten weil sie spüren wo es ein eiches, nachgiebiges Mutternest gibt- sie suchen uns. Zweitens habe ich nicht gerade die heilsten Familienverhältnisse aber auch nicht die schlechtesten. ABER: ich habe früh gelernt auf andere Rücksuiicht zu nehemn, einzugehen..mich selbst zurückzunehmen, verstehen, Mitleid haben...Das ist mein Part. So zieht man sich an...

Man kann auch mit Eltern ein Heimkind sein: keine Spiegelung. Offenbar entwickelt sich die Seele dann einfach nicht. Es ist so dramatisch! Darum sollte ich meinem N (nicht den von vor 10 Jahren) auch immer ins Gesicht schauen und ihn beschreiben "Was siehst Du?" Er konnte sich nicht fühlen und nicht sehen!

#3823


T
Medium: Mittlerweile komme ich zu der Überzeugung, das mich mein unnatürliches Verhalten, über Jahre - das nur aus Kampf, Verteidigung, Verzicht, Warten, Toleranz, Nachgeben, Verzeihen, Geduld u. S......... geprägt waren
So, bis auf den S wars auch bei mir und wie Anka sehne ich mich nach einer normalen konstruktiven Beziehung! Hatte sowas schon aus dem Blickfeld verloren! Stellt Euch vor: ein Mann der einen unterstützt, bestärkt, eine Zukunft mit einem will, verlässlich ist...
Ich will nicht mehr die Kinderkrankenschwesternrolle, dafür sollte man hoch besoldet werden!

#3824


T
Anka: Nur, wer in der Lage ist, sich in Menschen hineinzuversetzen, kann sein Gegenüber betrügen, belügen und manipulieren.
Nur wer den seelischen Schmerz der anderen kennt, vermag quälende und beschämende Racheakte zu ersinnen.


Ja und ich bin beeindruckt dass ihr herausgearbeitet habt, dass die Ns das NEGATIV nutzen um sich Vorteile zu verschaffen. Auch meienr war sooo feinfühlig, wie bei Anka auch aus der Ferne- er las alles aus meinen geschriebenen und gesprochenen Worten heraus- alles. Ihm entging nichts. Wenn nur ein Atemzug von mir nicht authentisch war, merkte er es mit seinen Psychopathensensoren. Nur eines schnellte er nicht: dass ich nicht ganz so stark und selbstbewusst bin wie ich mich gebe. Komisch. Er stilisierte mich zum Mannsweib, dass den Mann fest im Griff hat. Absurd weil ich echt ein Weibchen bin- körperlich und seelisch und mich so danach gesehnt habe auch mal schwach in seinen Armen zu liegen, Hingabe...Aber mein Instinkt sagte mir immer: zeig es ihm nicht! Einmal war ich im Urlaub. Handtasche mit allem geklaut. Ich hatte nicht mal etwas zu beißen und war sehr weit weg von Zuhause. Glaubt man es? Ich rief ihn NICHT an! Die Sehnsucht danach war riesig aber ich dachte: wenn er jetzt eiskalt und ignorant reagiert werde ich das nicht ertragen. Heute denke ich: ich habe nicht wahrhaben wollen, wie brutal er sein kann und habe mich vor der Erfahrung geschützt, mir aber damit nur einen vorgemacht. Ich habe ihm nie von meinem Urlaub ohne Perso, was zum Nagen etc. erzählt! Ein Freund von mir holte mich dann aus der Patsche.
Gerade fällt mir ein, er bestärkte mich nie! Wenn ich Sorgen hatte, rief ich meine Freunde, nicht ihn an, wenn er Sorgen hatte, rief er mich an.

#3825


A


x 4