soulsea
Gast
Haselnuss: so war es bei mir, das weiß ich heute. Über 20 Jahre ging es nur, weil ich auf Distanz zu ihm blieb. Ich war das Alleinsein gewohnt, das Abgrenzen - von klein auf. Es machte mir nichts aus, vieles alleine zu machen. Das war der Punkt, der mich wohl so lange interessant für ihn machte. Er, der das Alleinsein hasst. Dem Alleinsein Angst macht. Er, der nach absoluter Nähe sucht, aber das Interesse verliert, wenn sie dann da ist (wie bei meiner Nachfolgerin).
Ich habe ihn trotzdem geliebt. Brauche nicht unbedingt die tatsächliche Nähe, um dieses Gefühl zu haben für jemanden.
Und dachte irgendwann, ihm geht es wie mir. Das war der Trugschluss. Meiner. Ich war nur ein Objekt der Begierde dadurch, dass ich so war wie ich war. Der Begierde, mich zu "erobern". Aber auch ein N. wird irgendwann müde...
Und sucht jemanden, wo es nicht so schwierig zu schaffen ist. Er hatte sie gefunden. Und trennte sich. Ging zurück. Trennte sich... on/off...etliche Male.
Hätte ich die Kontaktsperre geschafft nach unserer Trennung, wüsste ich vieles nicht. Es tat sehr weh, ihn zu sehen wie er ist. Wirklich ist.
Ich kann natürlich heute nicht sagen, was mit mir geworden wäre, wenn ich die KS eingehalten hätte. Wie es mir heute gehen würde. Ich hab sie aber nicht geschafft. Denn ich hatte gelernt, ihn zu lieben. Nur - er mich nicht.
LG soulsea

