Frage
Gast
worum es mir geht habe ich seit meinem ersten Beitrag hier deutlich geschrieben. Kurze Zusammenfassung:
- Austausch von Betroffenen kann sehr hilfreich sein, nicht umsonst gibt es Selbsthilfegruppen wie Sand am Meer. Positiv, wenn man für sich voran kommt, negativ wenn man in eine Art Problemtrance kommt
- findet für mich eine konstruktive Grenze, wenn sich im Kreis gedreht wird. Im Sinne von "Der kranke Ex hat mein Leben zerstört und ich habe keine eigenen Anteile (z.B. Wahrnehmung trauen "Was passiert da", überdemensional großer Wunsch danach, dass alles gut wird/ist, dass sich jemand kümmert/da ist, überdem. großer Wunsch nach Anerkennung und Komplimenten, red. Selbstwertgefühl). Im weitesten Sinne sich um sich selbst kümmern und nicht "3 Jahre" damit verbringen den ICD 10 auswendig zu lernen.
- Beobachtung in diesem Thread, dass sehr schnell diagnostiziert wird (seien es Exfreunde oder User, die kritische Rückmeldungen geben "Die Störenfriede, Zerstörer" u.ä. Taufnamen).
- alle über einen Kamm scheren, wenig Differenzierung. Damit meine ich nicht, dass man narz. PS relativieren und gestörtes/gefährdendes Verhalten relativieren kann oder soll.
- verkörpern das sei wissenschaftlich, dabei ist es "nur" eigene Meinung
- Durch die Welt gehen mit der "Narzißtenbrille"...á la "Ich erkenne sie alle" (egal ob sie welche sind oder nicht, hauptsache man kann sich auf die Schulter klopfen, weil man wieder vermeindlich jem enttarnt hat.) Das finde ich gruselig.
- Beschrieben wird immer wieder die Abwertung mit denen vermeindliche narz. PSler arbeiten und leben. Selbst aber hier im Thread nicht sonderlich respektvoll mit anderen umgehen (dabei geht´s natürlich nur um die Störenfriede, die anderen Schafe sind ja die Tollen)
Solche Verhaltensweisen sind mit konkret bei writer und bei Marc aufgefallen. Damit meine ich nicht, dass sie nicht hilfreich gewesen sind für die anderen. Das kann ich ja gar nicht beurteilen. Ich gebe einen Eindruck wieder, mit einem anderen Blickwinkel. Vielleicht mit mehr Distanz, deshalb wirkt es wohl auch so rational, wie Du vor ein paar Tagen schriebst.
Ich habe Erfahrungen mit Menschen gemacht, die mir a) erzählt haben und b) gemacht haben. Diese Erfahrungen waren schlimm und schmerzhaft. Und ich kenne die Gefahr "darauf hängen zu bleiben". Näher möchte ich darauf derzeit gar nicht eingehen, das wäre ja ziemlich widerssprüchlich, wenn ich einerseits sage "Hier geht´s aber komisch zu" und mich gleichzeitig "richtig nackig" mache.
Liebe Grüße
Frage
Und nein, ich sehe mich nicht als Opfer, falls jetzt jemand damit aus der Ecke kommen sollte. Und ebenfalls nicht als jemand, der immer alles richtig macht. Und in hellen Momenten durchaus in der Lage konstruktive Kritik anzunehmen und umzusetzen.
:shock Was mich stutzig gemacht hat, dass Du schriebst, dass er das schon immer so gemacht hat oder einige Male. Meinst Du mir dir oder anderen? Was mir dann so in den Sinn kommt, warum davon ausgehen, dass er sein Verhalten bei dir ändern sollte? Weil nun alles anders, toller, besser ist? Das pusht das eigene Ego ja erstmal ungemein (also vorausgesetzt der Ablauf war so). Um zu sehen, dass mit diesem Mann wohl keine verbindlche Zukunftsplanung möglich ist, muss man keine Diagnose vergeben. Also, was ich meine- sein Verhalten ist für den A., eigene Abgrenzung überlebenswichtig, um sich selbst nicht in Abhängigkeit und Gaga Welt zu verlieren. Durch sein Verhalten zeigt er schon alles, was man wissen muss denk ich- und dann brauch ich nicht den ICD 10 und all das. Aber vielleicht hilft es anderen, wenn das Kind einen Namen hat. Ich versuche das zu verstehen. Den Wunsch des Austausches über die Erfahrungen kann ich sehr gut nachvollziehen- darum ging´s mir nicht. Wie Du deinen Weg beschreibst, brauchst Du dich von meinen Worten gar nicht angeschrieben-/sprochen fühlen, bzw. dich habe ich nicht angesprochen.