Effi
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Habe vor einigen Tagen dieses Forum gefunden und fühlte mich aufgehoben als ich erst anfing am Anfang zu lesen und später die letzten paar hinteren Seiten.
Vor drei Jahren habe ich es endlich geschafft aus einer Beziehung mit einem Mann mit NPS zu gehen (NPS war nicht diagnostiziert aber ich hatte viel im internet damals gelesen in einem anderen Forum und auch meine damalige Therapeutin dachte es könnte so sein).
Nun ich kam endlich raus nach ca. 3 Jahren und war noch schwer angeschlagen und wollte es schaffen, war noch sehr verletzt.
Ich lernte einen Mann kennen, sehr introvertiert, mir sehr zugewandt aber mich nicht überfordernd, mein NPS´ler überschüttete mich anfangs ja mit Liebes SMS und allem möglichen.
So fand ich das sehr angenehm jemanden kennen zu lernen der so ruhig und gar nicht nach aussen gerichtet war.
Nun er erzählte mir auch gleich am ANfang, dass er noch mit seiner Frau (Ehe kinderlos, Mietwohnung) verheiratet ist, sie aber (nicht wegen mir) sich trennen werden, sie suchen schon jeder eine Wohnung.
Gut, dass fand ich dann nicht so toll aber er versprach mir, dass möglichst rasch durchzuziehen und ich glaubte seiner ruhigen sehr einfühlsamen Art und Weise mir diese Dinge darzulegen.
Es zögerte sich natürlich raus, irgendwann nach ca. 9-10 Monaten zog seine Frau dann aus, ach ja wir hatten ne Fernbeziehung (ca. 200km) und ich konnte dann auch das erste MAl mit zu ihm.
Mir ging es da schon etwas langsam aber er beteuerte, dass er eben seine Zeit für alles brauche. Nun irgendwie war ich dann hin und wieder sehr emotional wegen seiner Langsamkeit und er daraufhin immer sehr schockiert, dass jemand so emotional sein konnte. Ich versuchte ihm zu erklären, dass ich noch Ängste aus meiner letzten Beziehung mittrage und sein etwas komisches passives Verhalten mir nicht gut tut.
In dieser Zeit konnte er mich aber immer gut beruhigen, er wurde nie laut, und betonte auch, dass er sehr genau wisse was er wolle, nur halt das ganze langsamer angehen wolle, er mich aber sehr liebe und auch meine Tochter (damals 10 Jahre, jetzt 12). Er war ja auch kein Kind gewohnt und sie mochte ihn nicht besonders, er konnte auch nicht so gut mit ihr umgehen. Er ist ein sehr eleganter, immer top angegzogener Mann, der auch in der FReizeit einen sehr eigenen (Der Doktor und das Liebe Vieh) aber sehr schicken Kleidungsstil hatte.
Nach eineinhalb JAhren zog er aus der gemeinsamen EHewohnung in eine kleinere und ich half beim umzug. Wir hatten zwar schon darüber geredet, dass er eventuell zu mir zieht aber sehr dezent und es war auch schwieriger da es grenzüberschreitend von Deutschland nach Österreich gewesen wäre. Nach einem JAhr in der neuen Wohnung wollten wir gemeinsam schauen und er eventuell einfach die kleinere Wohnung bei sich behalten.
Er beanspruchte relativ viel Zeit für sich und kam oft nur jedes zweite Wochenende und dafür mal unter der Woche (hat einen Jobmit viel Rumreisen). Mir kam das komisch vor und ich kam auf das Buch von Stefanie STahl "Bindungsängste erkennen und verstehen", so ähnlich heißt es glaublich.
Ich dachte ich sehe ihn darin wieder 1:1, es gibt ja sehr viele Arten davon und ich war mir noch nicht klar welche er jetzt sein könnte. Ich konfrontierte ihn damit vorsichtig und er meinte, er wisse es nicht, er wäre halt sehr unabhängig. Wenn er da war hatten wir immer "Inseln der Nähe" und es war sehr schön. Er war so herrlich ruhig und auch sportlich, alles war harmonisch, nun ausser dass ich oft SAchen hinterfragte und nicht wirklich Antworten darauf bekam. Bis zum nächsten Mal war es sowieso von seiner SEite vergessen und alles passte wieder. Ich kam nicht richtig an ihn ran.
Ich versuchte zu verstehen und ihm nicht zuviel Druck zu machen.
ER nahm mich erst nach eineinhalb Jahren das erste Mal mit zu seinen Eltern die auch weit entfernt von ihm wohnen, sie waren so offen und nett, ich verstand mich gleich sehr gut mit ihnen, irgendwie ganz anders als seine extreme Introvertiertheit.
Noch mehr ins Detail gehe ich jetzt erst mal nicht aber die scheidung wurde weder 2011, noch 2012, noch bis jetzt durchgezogen, obwohl einvernehmlich und die Frau ja wirklich nicht mehr mit ihm wohnt.
Ständige HInhaltungen aber schlussendlich dachte ich, na ja gut (ich kam inzwischen auf schizoide Störung), ich versuche eigenständig und ohne Druck mit ihm die Zeit zu geniessen, er liebt mich ja und ist halt so. Nicht einfach aber grade die letzten Wochen hatte ich das Gefühl, da ich auch sonst noch ein paar Sachen rausgefunden hatte, es wird trotz allem besser (ich muss wohl ziemlich auf der LEitung gestanden haben oder er manipuliert einfach zu gut).
Tja langer Rede kurzer Sinn, zu PFingsten war ich bei ihm und fand raus (er kam erst einen Tag später zu seiner Wohnung, wusste aber dass ich schon da war) fand ich Sachen raus und konfrontierte ihn damit.
Er gab dann zu, dass er neben mir - für mich war bislang immer die nicht erledigte Scheidung das große Problem - seit 14 JAhren (also auch neben seiner Ehe da 20 JAhre verheiratet) eine Beziehung mit einer Frau hat mit der er auch sein Haupthobbie (gerne per PN mehr) teilt.
Die weiss allerdings - da sie ihn damals als Affäre kennenlernte - dass er verheiratet ist und nimmt das wohl all die Jahre so hin, das das gemeinsame Hobby sehr gepflegt wird.
Ich fiel, fiel und falle wohl immer noch, all meine (unsere) Wünsche, Träume und Hoffnungen eine einzige Lüge, er hat mich benutzt (trotz oder grade wegen seinem Wissen, dass ich vorher schon mal einen Mann hatte der mich betrogen hatte und ich das nie wieder wollte).
Er benutzt ja irgendwie auch diese Frau die zwar sehr viel
unkomplizierter ist als ich, da nie Fragen sondern immer nur tiefe HArmonie, aber wohl zu wenig um nur das zu geniessen.
Seit ich das weiss, denke ich er sit ein "leiser Narzisst", wird bei Stefanie Stahl beschrieben, den seine REaktion darauf ziemlich kalt.
Entweder - da ich es jetzt ja weiss - kann ich das annehmen und mit dem Wissen leben mit ihm, würg, oder bitte an die schöne Zeit mit ihm denken und was ich daraus gelernt habe und meinen WEg gehen.
Weil ich wollte natürlich Klarheit und sagte, dass ich seine Exfrau kontaktieren werde und auch diese Dauerfreundin, damit ich endlich mal aus diesen Lügen rauskomme. Mir war schlecht und dank seiner Reaktion noch schlechter. Mich seine FReundin, Partnerin hätte er abgeschossen, ich war also nur die Affäre die er trotzdem mit zu seinen Eltern genommen hat. Es ist so krank und durcheinander, ich wollte es nicht wahrhaben und appellierte an ihn, dass er ja die andere aufgeben konnte. Das geht nicht wegen dem Hobbie, dass er ohne sie nicht ausüben kann.
WEnn ich das schreibe wird mir so übel und alles dreht sich wieder, ich bin noch nicht fertig und die letzte Zeit war einfach nur ein Dahinvegetieren und Versuch den Alltag zu überleben. Dieses ständige Gefühl zu wenig Zeit mit ihm zu verbringen führt einen auch in eine sehnsuchtsvolle Abhängigkeit und ich bin voll drinnen. ER macht mir Angst und wie er jetzt redet, das erinnert mich nicht mehr an schizoid alleine da ist wohl noch eine NPS dabei. Hilfe.
Ich bin wirklich am Boden zerstört und schäme mich, bin verstummt hier zuhause, da ich nicht als die "Arme" die schon wieder so einem Idioten geglaubt hat gesehen werden will. Einer Freundin habe ich mich gestern teilweise geöffnet, ich fühle mich so unendlich schwach und klein und gedemütigt.
Das wars erst Mal und liebe Grüsse


