[quote="Kaetzchen"]Ich meld mich noch mal kurz zu Wort

weil ich darüber gerade kürzlich mit einer Freundin gesprochen habe.
Die meisten Affären, von denen ich hier und woanders lese scheitern am Ende daran, dass der Mann vermeintlich nicht den "Ar..." in der Hose hat, sich zu trennen. Fast all diese Affären dauerten deutlich länger als ein paar Monate. Je länger es dauert, umso aussichtsloser scheint es.
Meiner Meinung nach hat dies auch mit der Affäre an sich zu tun. Ein selbstsicherer Mensch würde sich trennen, wenn er wüsste, was er wollte. Nun sind die meisten Affärenmänner am Anfang einer Affäre selbstsicher. Die Affäre an sich setzt in den ersten Monaten so viel Energie frei, dass sie sich noch stärker fühlen. Aber - je länger sie dauert, desto schwächer werden die Männer. Weil Lügen die Selbstsicherheit anfressen.
Selbstsichere Menschen sind immer auch ehrliche Menschen. Denn sie sind ja gerade deshalb so sicher, weil sie ehrlich und gradlinig sind. Wer aber anfängt, sich und die Welt zu belügen, der schwächt sich und nimmt sich diese Sicherheit in sich selbst. Und dann fehlt sie am Ende, um irgendwas zu bewegen, und wem die Selbstsicherheit fehlt, dem fehlt auch das Vertrauen in den anderen.
Daher glaube ich durc
haus, dass viele ehemalige Affärenmänner nach dem Ende der Affäre auch leiden. Unter der verpassten Chance, vielleicht doch glücklich(er) zu werden. Nach der "Traumfrau", die sie ziehen lassen mussten. Und unter der eigenen gefühlten Schwäche, der plötzlich fehlenden Selbstsicherheit. Es ist ein bisschen, als würden sie sich im Lauf der Affäre immer weiter aushöhlen, die Lügen zerfressen sie wie ein schleichendes Gift von innen, bis nur noch eine kraftlose Hülle da ist. Erstaunlich, wie viele hier geschilderte Affärenmänner unter Depressionen leiden, heulen, jammern ... alles nicht besonders anziehend, schließlich wünscht sich wohl jede Frau einen starken, sicheren Mann, der sich nicht hinter ihr versteckt, wenn mal ein Einbrecher das traute Heim bedroht

Letzte Woche hatte ich einen Chat in einem Datingportal mit einem Mann, der eine Affäre suchte. Er schrieb mich an, obwohl in meinem Profil deutlich steht - keine gebundenen Männer. Also erklärte ich ihm lang und breit, warum ein Fremdgänger nicht in Frage kommt. Er antwortete mir daraufhin, versuchte, mir zu erklären, warum er das tat. Und erzählte von einer Affäre, die er hatte, drei Jahre lang, mit seiner absoluten Traumfrau. Sie wollte auch mit ihm zusammenziehen, hat ihn sehr geliebt und er sie auch. Und er ist geblieben, bei seiner Frau, die er schon lange nicht mehr liebt und die ihn auch nicht liebt, aber wegen der Kinder halt (noch kleiner). Er war allerdings der Meinung, die Affäre hätte ihm so gut getan, dass er so etwas nun wieder sucht. Weil ihm in der Ehe halt die Liebe fehlt. Verlassen wird er seine Frau und Familie dennoch nicht, obwohl er noch immer seiner Traumfrau nachtrauert und ihm klar ist, dass er so eine Frau nie wieder finden wird. Er versucht jetzt, sie zu "ersetzen". Mit einer neuen Affäre.
Es gibt also Menschen, die wirklich so leben wollen

nun denn ...[/quot
Ja so einen kenne ich auch. Ich war auch die Traumfrau. Bis es an das Wohnung suchen ging und er sich eigentlich schon getrennt hatte. Ich hoffe er leidet jetzt genauso wie ich wenn er mich sieht. Eine Freundin hat mich auch schon gefragt ob er an Depressionen leidet. Vorallem weil alle wissen das er seine Frau 1 Jahr betrogen hat und dann doch zurück ist. Was er seiner Frau auch immer gesagt hat.