Maus, ich sehe das auch so. Obendrein kommt (bei den aufgeflogenen Herrschaften) noch hinzu, dass sie oft als "moralisch unterlegen" angesehen werden von der Partnerin. Und ich kenne so einige, die das jahrelang bei jeder Gelegenheit aufs Brot geschmiert bekommen. Stelle ich mir nun auch nicht gerade schön vor ... und vor allem völlig ruinös für den Selbstwert.
Ich halte das künftig auch wieder so, wie meine Mutter es schon früher immer gesagt hat: Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht ...
Ich hab im Nachhinein bei mir und auch bei vielen anderen das hier gesehen: viele Affären fangen als "lockere Affäre" an, von beiden Seiten erstmal so gewollt. Der Mann startet seine Werbungsphase, hat damit Erfolg, die Frau geht mit ihm ins Bett. Nur passiert danach eben nicht das, was normalerweise passiert - Bindungsphase - und die Frau hat ihn eben nicht ausreichend "getestet", bevor sie mit ihm ins Bett gegangen ist, wie das normalerweise der Fall gewesen wäre. Weil sie ja "nur" eine Affäre wollte, da war das doch ihrer Meinung nach gar nicht nötig.
Oder in Fällen, wo der AM ein langjähriger Freund, die Jugendliebe, ein Kollege etc. war - hat die Frau gedacht, sie kennt ihn ja schon gut genug, ohne ihn erneut den Tests auf Verlässlichkeit, Vertrauen, Loyalität zu unterziehen. Und geht mit ihm ins Bett.
Und dann geht das Chaos los, weil das eben für Frauen eine widernatürliche Reihenfolge ist. Und wenn wir jemanden erst mehrere Male so nah an uns herangelassen, uns ihm so geöffnet haben (nicht nur S.uell, sondern vor allem auch emotional) hängen wir drin. Und kommen nur sehr schwer wieder raus. Während der Herr anfängt, die Situation zu genießen, denn er hat ja mehr als er sich je zu träumen gewagt hat - zwei Frauen statt nur einer. Perfekt! Bis die eine oder andere zu "jammern" anfängt. Dann wird es leider ungemütlich ... wie blöd.
Ansonsten kann ich nur sagen: ich kann nicht mit jemandem ins Bett gehen, dem ich nicht mehr vertrauen kann. Ich würde ihm ja nicht mal mehr seinen Höhepunkt abkaufen
