Zitat von DerTypderwo40ist:Das meinte ich als ich sagte, er hat da was in Dir berührt. Das Ängste die vorher unbekannt waren ausgelöst werden, ist kein "Zufall".
Ich bin keine Esoterikfrau, im Gegenteil. Aber eine liebe Freundin von mir ist astrologische Beraterin

und hat mal mein und sein Horoskop erstellt und mir mitgeteilt, dass wir uns gefunden haben, weil wir etwas aneinander heilen sollten. Ich hab damals darüber die Augen verdreht

aber am Ende hab ich das anders gesehen.
Geheilt fühle ich mich jetzt noch nicht, aber ich hatte leider zu meiner Schande am Ende einfach durch die Überwindung meiner ständigen Ängste und Grenzen nicht mehr die Kraft, um
ihm dann mit seinen Ängsten zu helfen

und bin davor dann weggelaufen, weil ich die Bürde nicht tragen wollte. Deshalb habe ich tatsächlich, so blöd das klingt, manchmal ein "schlechtes Gewissen". Obwohl ich nicht glaube, dass er das Gefühl hat, deutlich mehr gegeben zu haben als bekommen zu haben. Er hat halt was anderes bekommen von mir, was er aber mindestens genauso gebraucht hat ... also irgendwie waren wir am Ende "quitt".
Zitat von DerTypderwo40ist:Das Wort Müll, meinte ich nicht wertend. Es sind halt seelische Altlasten die man mit sich herumträgt, insofern schon Müll. Müll insofern, dass man etwas unnötiges mit sich herumträgt. Das ist allerdings nichts, was man verstecken bräuchte. Wenn man selbst nicht merkt, dass es die ganze Zeit da war, was soll's. Das passiert. Wenn es nicht getriggert wird, merkt man es nicht. Nichtmal, dass man da was versteckt.
Ja, wir reden von dem Gleichen denk ich.
Ja, genau. Ich war nie ein ängstlicher Typ. Ich hab immer so ein "Urvertrauen" in mir gehabt, dass sowieso alles schon irgendwie gut wird und dass ich auch alles schaffe, was so kommt. Ich wusste wirklich nicht, dass sich solche massiven Ängste in mir verbergen

Ich war geschockt, als ich damit konfrontiert wurde. Und mein Instinkt war ja dann auch, einfach wegzulaufen. Aber genau das hab ich nicht gemacht - weil er es nicht wollte - und letztendlich war das auch irgendwie gut für mich. Zumindest hab ich die grässlichen Fratzen jetzt alle mal gesehen
Zitat von DerTypderwo40ist:Ich komme auch nur bis zu einem gewissen Punkt alleine. Ab da geht es wohl nur noch zu zweit weiter. Scheint zumindest so. Da mir die Erfahrung fehlt den Weg mit Jemand gemeinsam weiter zu gehen, der das gleiche will, ist alles ab da mehr oder weniger zusammengereimt. Bzw. entsteht aus dem - in mich reinhören - da ist dann schon alles da.
Ich bin überzeugt davon, dass man nur in Beziehungen wirklich "wächst". Aneinander nämlich. Und am meisten dann, wenn man ein Gegenüber hat, das einen möglichst stark spiegelt. Vor allem die unschönen Seiten, den Müll halt

Den findet man dann im anderen, und entdeckt ihn dadurch auch in sich selbst. Es ist ja auch wohl so, dass man an anderen Menschen besonders die Eigenschaften bemängelt, die man letztlich selbst hat und die man vor sich selbst gern verleugnet. Zum Beispiel, dass jemand gern seine Emotionen und seine Verletzlichkeit hinter Rationalisierung und/oder Sarkasmus versteckt
