Ich habe kürzlich folgendes gelesen:
Die Zeit als Single ist gerade für Frauen sehr wertvoll, da Frauen dazu neigen, viel Energie in ihre Beziehungen zu investieren. Diese Energie ist in Solozeiten frei, und Frau sollte diese auf sich selbst richten und sich in dieser Phase persönlich und beruflich weiterentwickeln. Die Solozeit nicht als "Makel", sondern als Chance und gute Gelegenheit ansehen, für sich selbst im Leben weiterzukommen.
Ich hab mich wohl erst nach der Affäre tatsächlich inmeinem Single-Status nach der Trennung von meinem Mann eingerichtet. Mir ist erst im Nachgang bewusst geworden, wie viel Energie diese Affäre gezogen hat. Und das, weil ich ja "nur" eine Affäre wollte und keine Beziehung
Hätte ich geahnt, dass eine Beziehungsanbahnung deutlich weniger Aufwand gewesen wäre ... nun ja. Ich bin jedenfalls geheilt von dem Gedanken, meine Singlezeit mit Affären, Freundschaft+ oder sonst einem Kram "aufzupeppen". Jede Form von Beziehung lenkt mich ab von mir selbst, das geht für mich nicht mehr. Für mich gibt es nur noch schwarz und weiß - entweder solo, oder in einer Beziehung. Der ganze Rest ist nichts für mich, nichts Halbes und nichts Ganzes. Der Wunsch nach Nähe ist natürlich da, logisch, aber es ist für mich leichter, mich damit abzufinden, dass da nun mal eben gerade niemand ist, der ihn stillen kann. Und das ist völlig ok, mehr ok jedenfalls als diesen Nähewunsch auf jemanden zu projizieren, der ihn sowieso nicht befriedigen kann und/oder will.
Und jetzt geht es mir inzwischen mit der Solophase so gut, dass ich nicht mal Zeit hätte für einen Mann ... ich hab so viel um die Ohren, bin auch oft unterwegs, dass ich auf einiges verzichten müsste, um einem Mann irgendeinen Platz einzuräumen. Und bevor ich das mal wieder mache - da muss dann schon einer daherkommen, der mir auch entsprechend dafür was geben kann, das mein Leben bereichert. Solange das nicht der Fall ist bin ich nicht bereit, irgendeinem Mann auch nur ein Mü meiner Energie und Kraft zu schenken
