Kaetzchen
Gast
Also was Du sagst gilt vielleicht für Singles ohne stabiles soziales Netzwerk. Es gilt aber erst recht für Gebundene ohne stabiles soziales Netzwerk, denn der Partner kann ja auch sterben oder einen verlassen, wenn man krank wird, und dann - autsch.
Und dass die explodierte Anzahl von Singles ohne statistische Relevanz ist, kann wohl nur ein Scherz sein. Oder warum sind seit Jahren kleine Wohnungen Mangelware auf dem Markt? Warum gibt es neuerdings jeden möglichen Kram in "Singleportionen" zu kaufen? Warum gibt es einen boomenden Tourismuszweig, der sich auf Singlereisen spezialisiert hat? Die neuen Freiheiten, die der wirtschaftliche Luxus und die Emanzipation gebracht haben, werden genutzt. Und zwar mit jedem Jahr reger. Die gesellschaftlichen Veränderungen sind doch mehr als deutlich zu sehen.
Und wenn Du Dich auf Singlebörsen online umschaust stellst Du auch rasch fest, dass dort eine sehr ungleiche Verteilung der Geschlechter herrscht. Ein großer Herrenüberschuss sucht dort nach deutlich weniger wirklich verfügbaren Frauen (zumal gut die Hälfte aller angemeldeten Frauenprofile auch noch Fakes sind oder rein virtuelle Ego-Push-Profile, zum Sammeln von Likes und Komplimenten).
Da beißt die Maus keinen Faden ab - Frauen, die wirtschaftlich unabhängig sind, lassen sich nur noch schwer auf eine so enge Bindung wie eine Ehe ein. Jedenfalls wenn das Thema Kinder außen vor ist (sei es, es besteht gar kein Kinderwunsch, oder die Kinder sind bereits aus dem Haus). Und das hat wohl Gründe ...
