Zitat von DieTrulla:Ich kriege nun nicht die ganz Geschichte auf die Kette, aber wieso soll bei dem Missbrauch der Gefühle und meine Verarbeitung es mir dabei helfen die EF bzw. LG zu informieren? Wozu sie auch noch verletzen? Schließlich habe ich es zugelassen, dass er mich benutzt und meine Gefühle für seine Zwecke missbraucht. Im Endeffekt hätte ich meine Grenze eher klar aufzeigen müssen und die Konsequenzen ziehen und nicht seinen schönen Worten glauben und denen keine Taten gefolgt sind. Aber dafür war ich zu schwach, zu leichtgläubig, zu verliebt zu zu zu.
In meinem Fall folgten den großartigen Worten Taten, nachdem er wusste, dass ich als AF nicht zur Verfügung stehe.
Heute wünschte ich es wäre bei Worten geblieben.
Er trennte sich zum 2. Mal offiziell von seiner Frau und wir waren ein Jahr zusammen.
Seine Frau weiß von mir und jener anderen Seelenverwandten vor 5 Jahren, allerdings nicht von seinen zahlreichen Affären und Seitensprüngen der letzten 10 Jahre, inklusive ungeschützem Sex und Geschlechtskrankheiten.
Er führte auch zum Schluss bei mir wieder ein Doppelleben, belog mich, seine Frau, seine Kinder, seine Freunde, seine Familie, meine Familie.
Sie nahm ihn zurück, Paartherapie, alles gut. Vor kurzem erfuhr ich, dass er einige Wochen nach seiner Rückkehr zur Ehefrau wieder eine dreimonatige Affäre hatte.
Er hinterließ in meinem und anderen Leben eine Spur der Verwüstung.
Meine Anteile daran arbeite ich in einer Therapie auf. Mir wurde ebenfalls von vielen Seiten geraten die Wahrheit zu erzählen.
Ich schweige bis heute. Zumindest seiner Frau gegenüber.
Ich kann es allerdings verstehen, wenn jemand den Mut aufbringt den Betrüger zu stellen.
Nicht aus Rache oder weil man die EF verletzten möchte.
Ich wäre froh und dankbar gewesen, wäre jemand auf mich zugekommen und hätte mir davon berichtet, was hinterrücks seinerseits einige Wochen vor dem grossen Showdown tatsächlich im Busch ist.
So gibt es wieder etliche Verlierer und Geschädigte - bis auf einen.
Ihm gehts wunderbar und er läuft lachend durch die Weltgeschichte.
Er wird so weitermachen wie bisher und dieses Wissen war für mich eine sehr lange Zeit sehr verstörend und zerstörend.
Heute weicht der Wut, Ohnmacht und Verachtung langsam Gleichgültigkeit, aber der Weg dorthin war das Härteste, was ich in knapp 40 Jahren erlebt habe.
Von daher mein Verständnis für Mira und andere Frauen.