Zitat von Holylake:Zitat von Chilalla:Noch dazu ist die Liebesbeziehung die intensivste und intimste, die es gibt zwischen zwei Menschen - und dann kommt einer oder eine daher, der all diese Spielregeln kennt - und sie zu seinen Zwecken, aus egoistischen Bedürfnissen heraus manipuliert und missbraucht.
Guten Morgen,
egal, ob ich im Narz Thread oder hier im Affären Thread lese, ich habe inzwischen kaum noch Hoffnung einen "gesunden " Mann kennenzulernen, mit dem eine Beziehung Freude, Verbundenheit, Vertrauen, echte Liebe bedeutet.
Natürlich habe ich einen Unterschied gemacht zwischen einem pathologischen Narzissmus und einem "normalen" Affärenverhältnis.
Nur bin ich mir in der Zwischenzeit, nach längerem Lesen in diesem Thread, nicht mehr so sicher, ob nicht auch alle Männer, die ausschließlich Affären wollen, eine pathologische narzisstische Persönlichkeitsstruktur haben. Jedenfalls hört sich das nach meinem Empfinden so an.
Für mich ist das alles , nach selbst Erlebtem, schon fast beängstigend, wieviele Menschen davon betroffen sind. Affären sollten, im günstigsten Fall, bereichernd sein.....jedenfalls eine Zeit lang auch glücklich machen.
Davon ist kaum die Rede.
Hier wird nur von unglücklicher Verliebtheit, auch von emotionalen Abhängigkeiten gesprochen, also ähnlich wie in einer narzisstischen Beziehung.
Was mich persönlich interessieren würde, hat jemand hier in diesem Thread schon einmal eine wirklich tiefgehende Liebe zu einem Mann gehabt........wie kann es sein, dass jeder nur leidet und sich die Finger wund schreibt, um in einem Forum Hilfe zu bekommen?
Ich selbst bin inzwischen ratlos, weil es doch so erscheint, dass alle Foris hier, sich nach Liebe sehnen und trotzdem immer wieder an den falschen Mann geraten.
Woran erkennt man denn nun wahre Liebe?
Eine Voraussetzung für wahre Liebe bedeutet: sich aus der eigenen Isolation heraus zu begebenZiehen wir einmal Wissenschaft und Forschung dazu heran. Nach Sichtung der Studienlage ergeben sich einige wunderbar einfache Aspekte von Liebe, die auf den Einzelfall betrachtet nicht zwingend auftreten müssen und sicherlich nicht erschöpfend sind.
Narzissmus/Selbstbezogenheit geht konträr zu LiebeObwohl wir natürlich nicht bei einem Paintball-Spiel dabei sein müssen, wenn es so ganz und gar nicht unserem Gemüt entspricht, und er sich auch nicht genötigt fühlen sollte, ins Museum zu gehen, wo er dann fortwährendes Gähnen unterdrücken muss , kann als ein Grundpfeiler der Fähigkeit zu Liebe Empathie verstanden werden.
Geht die Konzentration auf sich selbst derart weit, dass ein Einlassen auf den anderen nicht möglich ist, wird es schwerlich zu Liebe kommen können. Narzissmus und Selbstbezogenheit gehen demnach konträr zu Liebe.
Neuropsychologische Studien zeigen, dass Verliebtheit eher mit Belohnungszentren in unserem Gehirn assoziiert ist, Liebe dagegen mit Empathie und Fürsorge. Der Teufel steckt im Detail. Überspitzt gesagt, konzentriert sich Verliebtheit mehr auf einen selbst, wahre Liebe dagegen eher auf den anderen. Verliebte mögen die Gefühle, die der andere in ihnen auslöst. Sie spüren die Aufregung. Die Aufmerksamkeit, die der andere ihnen entgegenbringt, aber auch die Art, wie der andere einen sieht.
Bei wirklicher Empathie und Fürsorge geht es eher darum, sich selbst zurückzunehmen. Seine Kenntnisse und Fähigkeiten für den anderen einzusetzen, damit es ihm etwa nach einem schlechten Arbeitsalltag wieder gut geht. Der Grad ist ein schmaler, da ja auch das Gefühl, jemandem helfen zu können, positive eigene Gefühle erzeugt. Liebe ist also mit vielen Facetten verwoben, die nicht immer unbedingt voneinander abgrenzbar sind.
Beinahe klassisch erscheinen uns unter diesem Punkt Aspekte wie Zuhören, nächtelang Gespräche führen, verzeihen können, weil man den anderen und seinen Standpunkt versteht.
Menschliche Gehirne sehnen sich nach Verbundenheit
Seit Jahrtausenden ist es für das Überleben der Menschen wichtig, im Verbund mit anderen zu agieren.
Wer allein war, der hatte schlechte Chancen, den nächsten Winter überleben zu können. Auch wenn sich in unserer heutigen Gesellschaft diese Überlebenschancen verbessert haben,
menschliche Gehirne sehnen sich fortwährend nach Verbundenheit.Aus der Forschung weiß man, dass Menschen, die sich in bestimmten Situationen miteinander verbunden fühlen, einander Mimiken und Gestiken spiegeln, bis hin zu einzelnen physiologischen Parametern, die sich angleichen.
Oxytocin, auch cuddle hormone beziehungsweise Kuschelhormon genannt, wird ausgeschüttet, wenn wir Küsse und Umarmungen erhalten. Dadurch fühlen wir uns mit dem anderen verbundener.
Und gerade diese Verbundenheit sehe ich nirgendwo mehr. Und das macht mir Angst......