Haha, cremetussi,
Zitat:Ich habe bis heute kein einziges Wort der Einsicht, dass er mir gegenüber falsch gehandelt haben könnte, gehört.
Da kann ich aushelfen mit weiterem O-Ton Affärenmann-Gesabbel zu seiner 8(!) Jahre währenden Ex-Affärenzeit. Über die Geliebte, über die Ehefrau.
Es sprudelte wie ein Sturzbach aus ihm heraus. Endlich jemand, der sich seine Geschichte anhört.
Er: eine Mischung aus Opfer seiner trübsinnigen Ehe und edelmütigem Held, der ja beiden Frauen in ihren Nöten beistand! Zuverlässig wie er ist! Und wie er sich dabei engagierte!
Mein erster Impuls war ihn nach dem langen Gespräch im Park lachend stehen zu lassen, dieser vitale Impuls setzte sich mit kurzer Verzögerung durch.
Ich habe ihn damit aufgezogen ein Superheld wie
Hamlet zu sein: Was ein Drama, ne ganze Theaterinszenierung bringt er auf die Bühne. Taten? Konsequenzen ziehen? Nix.
Seine Ex-Geliebte war eine besonders schwache Persönlichkeit, die soviel in ihrem Leben in den Sand gesetzt hat, bzw. nie auf die Reihe brachte, selten sowas gehört. Zu seiner Ehefrau fand er zurück, als er buchstäblich seine Felle davon schwimmen sah.
Böser Mensch in seinem Kleinstkoordinatensystem: ein Freund des Ehepaares, der hinter seine Betrügerei stieg und das seiner Ef stecken wollte. Da ging er dann lieber 'beichten'.
Die Affäre beendete er nach eigenen Aussagen, weil die "Geliebte" zu teuer wurde. Jaja.
Bis heute kann man im Inet nachlesen, wie er kämpferisch seinen sozialen Kontakt mit einer 'armen Erfolglosen' Person verteidigt, die sich über die 'kleinen Dinge im Leben so freuen kann'.
O-Ton: "Und das lasse ich mir nicht verbieten!"
Wer das liest ohne die Story zu kennen, muss denken, Hach, was ein sozialer Mann.
Dass dort ein kleines Betrügerschwein seiner Ef über Bande ne Ansage macht, dass er so lange fremddingst wie ihm beliebt und dass es ihm um mehr als Fremddingsen geht, dass jemand seiner Ef die 'Rivalin' in schönsten Farben beschrieben vor die Nase setzt- kannst du dir nicht ausdenken!
Merke: Als Ef biste die böse Spassbremse, wenn du zart auf Kontaktsperre zur Geliebten pochst.
Fun fact: Noch vor diesem Blog-Kommentar als Edelritter für arme Entrechtete (Meine-Geliebte-gehört-mir) begann er sein Angrabungsprogramm (7 Jahre immer wieder) bei mir.
Zu Beginn seiner jahrelangen Affäre wird seine Ef noch mit ihrem unerfüllten Kinderwunsch an ihn heran getreten sein. Während er vor 2o Jahren munter auswärts eine weitere Frau fremddingste, wurde geheiratet.
Ich schätze stark, von letzterem weiss sie bis heute nichts. Warum er mir das -an einem anderen Tag- am Telefon erzählte:
Gegenanstinken als ich lachend von dem regen Vorleben meines Ex lästerte, vermutlich.
Dabei war der 'nur' attraktiver Serientäter in jungen Jahren.
Nach der Affäre habe ich mir einen verregneten Nachmittag krank im Bett die Mühe gemacht, seine Erzählungen chronologisch zuzuordnen und war wirklich thrilled, als ich über diesen Blog-Kommentar und dazu einiges andere stolperte.
Er glaubt sich seine klitzekleine Welt der täglichen 'Notlügen' die andere schlicht Lebenslügen und Betrug nennen würden tatsächlich selbst, war ich ganz erstaunt und musste schallend lachen.
Ich hatte sensationelles Glück, dass seine Frau nicht plötzlich das Zeitliche gesegnet hatte, als ich mich auf ihn einliess.
Keine Ahnung, wie genau sie ihre Erfahrungen mit dem Freak verarbeitet, jedenfalls möchte ich nie im Leben so fix und fertig unattraktiv wie verhärmt aussehen wie sie.
Und wie gut, dass die keine Kinder bekommen konnten. Für sie tut's mir auch irgendwie leid, als sie von Affäre II erfuhr, war ihr Zug längst abgefahren.
Ahja, seither werden von ihm andere 'Wünsche erfüllt' (O-Ton) im Hause A..ch. So darf sie mit einem komfortablen Auto fahren. An ihre Arbeitsstätte. Währenddessen ihr Göttergatte weiter händeringend nach einer Frau sucht, mit der er Geld in Hotels und für Urlaub durchbringen kann.
Im Grunde wollte sie ihre Arbeit radikal reduzieren, am liebsten ganz aufhören.
Da das das Letzte ist, was er will, schiebt er weitere Finanzierungsprojekte an.
Akademikerin, Mitte 5o, ständig nach Strich und Faden beschissen, vom wohlverdienten Vorruhestand aggressiv abgehalten, lässt sich im Inet und vor Bekannten ihr eigenes Auto als Wunscherfüllung vorzählen.
Der Kelch ist an mir vorüber.