Ema
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Zitat von Mangomontag:
Die EF passte vor 27 Jahren vielleicht mal zu dem 25jährigen Vokuhila-Mann mit Oliba. Aber schon lange nicht mehr zu dem Guido von heute.
Wenn man unsere Beziehung mal bildlich als Glas darstellt, dann wurde [...]
zum Schluss dieses Glas in tausend Scherben zertrümmert. Man hätte das Glas auch vorsichtig in den Schrank stellen oder weiter daraus trinken können es war ein sehr schönes, interessantes, auf alle Fälle seltenes und damit wertvolles Glas. Aber er hat es vorgezogen, es mit voller Wucht auf den Boden zu schmeißen.
Liebe Mango,
füge dem, was du dir da alles an Lektüre reingezogen hast, noch das Buch von Jellouscheck hinzu: "Die Rolle der Geliebten in der Dreieckesbeziehung"
Ich habe es mir auf Gretchens Anregung hin besorgt und war verblüfft ( @Gretchen : vielen Dank für diesen Tipp!).
Jellouschecks Thesen gehen in eine Richtung, die ich schon lange vage vermutet habe, die ich jedoch nicht so genau auf den Punkt treffen, geschweige denn theoretisch untermauern konnte.
Und es überzeugt mich sehr.
Auf viele meiner Fragen habe ich dort eine einleuchtende Antwort bekommen, die ich von meinem Spezi niemals bekommen hätte. Weil er sie selbst nämlich nicht kennt (auch das habe ich übrigens schon lange stark vermutet).
Nach diesen Thesen ist es eine sehr oberflächliche Betrachtungsweise, dass er mit seiner Frau, die einst vielleicht mal gut zu ihm gepasst hat, inzwischen nichts mehr gemein hat. Im Gegenteil: Auf einer versteckt liegenden Ebene "passen" die zwei immer noch ganz hervorragend zusammen und arbeiten sich aneinander ab. Und zwar so lange, bis einer die Kraft und den Mut findet, sich wirklich und wahrhaftig weiterzuentwickeln.
Nach diesen Thesen ist dein metaphorisches Glas auch nicht eure Beziehung.
Du selbst bist es, die er im übertragenen Sinn zertrümmern muss, um so weitermachen zu können, wie er es ein Leben lang getan hat.
Er hätte auch noch eine andere Wahl und die bestünde jedoch auch nicht darin, mit fliegenden Fahnen zu dir überzulaufen, weil er damit mittelfristig nur fortsetzen würde, was er bereits mit seiner Frau gemacht hat.
Diese Wahl wäre anstrengend und schmerzhaft und hätte sehr viel mit echter und tiefgehender Selbsterkenntnis zu tun. Das vermeiden die meisten.
Das vermeiden - btw - auch die meisten von uns Afs.
Ich empfehle die Lektüre wärmstens.
Ich habe das nur noch antiquarisch zu beziehende Werk gestern erhalten und noch am Abend verschlungen.
Nichts, was ich seit diesen nunmehr zwei Jahren, die ich in dieser Geschichte stecke, gehört oder gelesen habe, hat mich auch nur annähernd so überzeugt, wie die Gedanken dieses Mannes, der - nebenbei bemerkt - offenbar nicht nur einen Haufen Erfahrung mit ebensolchen Geschichten hat, sondern darüberhinaus ganz offensichtlich einen wachen und sehr offenen Geist.
Lies es. Im besten Fall hilft es dir sehr. Im schlimmsten Fall kannst du nichts damit anfangen und du legst es einfach zur Seite (ich habe antiquarisch inklusive Porto gerade mal vier Euro bezahlt).
Es wäre mir jetzt im Nachhinein sehr viel mehr wert gewesen
Die Empfehlung richtet sich natürlich auch an alle anderen, die im Nebel stehen und verzweifelt einen Weg suchen.
Es bringt natürlich nicht - plopp! - die Lösung aller Probleme, die wir hier so haben. Aber es bringt verdammt gute (wie ich finde) Ideen, in welche Richtung man weitergehen könnte.