Zitat von Sternenfischerin:
Das glaube ich auch!
Aber ist es nicht normal, das wissen und verstehen zu wollen nach so einer Affäre?
Nach einer Trennung?
Ist es nicht normal, eine Chance auf Verarbeitung haben zu wollen?
Oder ist es ein Trugschluss zu denken, durch das "Verstehen wollen, warum und wieso" kann man einfacher Verarbeiten?
Ja.
Rückblickend eher vorsichtiges Ja.
Ohne, dass ich persönlich es geschafft hätte _später_ davon zu lassen.
Betonung liegt auf _später_.
Erstmal wirklich der Realität stellen, auf welchen Hund frau gekommen ist.
Zur Erinnerung, auch wenn es schmerzt:
Es ist kein Ruhmesblatt, sich für einen Ehegatten aks Bespassungsfrau zur Verfügung zu stellen.
Ich glaube, Sankaty hat das klar geschildert in deinem Thread:
"Hätte ich gewusst, dass du so eine Frau bist, dann hätte ich mein (Affären-) Glück auch bei dir mal versucht."
Wichtig ist erstmal auf dem Platz, Sternenfischerin. Und das sind die Realitäten. Kein Ruhmesblatt, auch nicht im Unterbewusstsein eines Göttergatten, sich für Betrug mit Ansagen und leere Worte hingegeben zu haben.
Demgegenüber völlig sekundär und eher kontraproduktiv, dieses -in meinen Augen auch übergriffige- "Wenn er nur sehen würde und danach handeln würde, seine Gefühke leiten ihm doch den Weg glücklich zu sein"
Ich weiss, das sehen hier manche anders, doch für mich bleibt das ein zentraler Punkt.
Ich habe für _mein_ Glück zu sorgen. Andere Menschen treffen _ihre_ Entscheidungen nach ihren Emotionen und Motivationen.
Im Zweifel gegen eine Frau, die sich überspitzt formuliert "weggeworfen" hat, für eine andere Frau und alles, was dranhing.
Ich habe kein Recht, jemandem mein Konzept von "den Gefühlen folgen wird dich 1oo% glücklich machen" überzustülpen.
Dazu verweise ich auch auf die Geschichten von bazinga und blackeyed, die haben erlebt, wie das ausgehen kann, wenn sich "so einer" - auch mein Unterbewusstsein wertet- denn doch mal """""entscheidet"""""".
Katastrophe.
Diejenigen, bei denen das funktionierte, da waren die "Geliebten" stark, kein "Ach ich versteh ihn so, deswegen leide ich weiter rum", sondern "Bis hierher und nicht weiter. Schade um dich, doch du weisst ja: hast zu wenig geliefert, da zieh ich eben weiter".
Und das findet -sehr sehr selten überhaupt- innerhalb des ersten halben Jahres statt.
Wennst nen akkuraten Hau hast (ich leiste für die Zuwendung eines einzelnen Menschen mit Leiden und Taktik gegen mein authentisch, spontanes Verhalten über lange Zeit) kannst dich da vielleicht länger durchcoachen lassen.
Aber mach die bitte klar, dass das perse ungesund ist.
Gesünder ist, einem "ach so arg leidenden" Göttergatten mir der nötigen Distanz zu begegnen.
Der ist für sich selbst verantwortlich!
Verzichtet er für sein Leben auf 6 und Emotionen/Freude:
Seine Wahl!
Viel Spass damit.
Am Ende hast du einen garantiert konfliktscheuen Mann an deiner Seite, der dein Vertrauen ins Menschsein min. einmal fundamental erschütterte.
Geht selten gut, im Promille-Bereich- konservative Schätzung.
Sind soooo wichtig denn "besonders tiefe Verbindung" und "Mann an meiner Seite" denn überhaupt?
Das ist doch eher Teil des Problems als der Lösung. Verpaarung soll Spass und Freude bringen, ohne Leid von Beginn an.
Oder Tschüss.
Besser gleich vor der eigenen Tür kehren.
Erspart Umwege.