Zitat von hanna111:
Ja, so habe ich das meinen EXAM auch mal gesagt. Und mit der Versöhnung glaube ich auch, dass da mal was im Hintergrund lief. Hab ja auch mal eine Email gelesen (als wir ein WE am Meer waren....) von ihm an sie die endete: Ich liebe Dich auch!
Kannst Du Dir vorstellen was da in mir los war? Das Gefühl werde ich niemals vergessen.
Vielleicht ist es auch oft so in Affären, dass der Mann erst durch die Affäre merkt, was er zu Hause
hat. Und nicht nur, was ihm dort
fehlt. Den perfekten Partner gibt es ja sowieso nicht, und manchmal hat man in einer Beziehungskrise vielleicht den Eindruck, den falschen gewählt zu haben, weil einem ja dies und das und jenes fehlt. Und dann sucht man sich das Fehlende außerhalb, findet es ja auch oft in Form einer Affäre, und dann ist auf einmal alles perfekt. Aber eben mit zwei Menschen und nicht mit einem. Solange das so geht, mag man das ja auch so behalten. Aber wenn man sich dann entscheiden muss, steht man doch schnell wie der Ochs vorm Berg und versucht, abzuwägen. Was ist mir wichtiger? Dies oder das?
Und wenn dann auf Seiten der Ehefrau natürlich noch die Sicherheit und die langjährig gewachsene Bindung dazukommt, hat die Affärenfrau halt starke "Defizite" im Vergleich. Also grob gesagt: die Ehefrau passt zu 60% zum Mann. Die Affärenfrau auch. Zusammen ergibt das 120%, also wirklich perfekt. Alles schön. Wenn man jetzt "vergleichen" muss, hat halt die Ehefrau zusätzlich zu ihren 60% auch noch eben die o.g. Dinge - macht also in Summe vielleicht 80%. Und die Affärenfrau bleibt bei 60%.
Klingt jetzt sehr mathematisch, aber vielleicht würde man so eine schwerwiegende Entscheidung tatsächlich ähnlich abwägen? Natürlich immer abhängig vom jeweiligen Charakter - wer risikobereiter ist, wagt vielleicht die Chance auf 100%. Wer mehr auf Sicherheit bedacht ist und Veränderungen eh verabscheut, behält lieber die 60% (+x), die er sicher hat.