Zitat von Gretchen:@kuddel
Ich les ja selbst hier auch schon länger deshalb interessiert mich folgendes
Warum war deine Affaire gut?
Was an ihr war gut?
Oder meinst du, du fandest die Zeit/ die Frau gut?
Ich sehe da eine Diskrepanz zu einigen deiner sonstigen Post.
Diese Diskrepanz kann ich mir nicht erklären.
Viele Grüße
Gretchen
@ Gretchen
gute Fragen....
Antworten: die überwiegende Zeit war klasse - nicht nur "gut"! Warum - weil "wir"...die verh. Frau
und ich...uns glänzend verstanden haben, uns an Absprachen gehalten haben, uns dennoch jede
Spontanität bewahrt haben, offen waren, ehrlichen Umgang miteinander hatten.
Dass es Reibereien gab - ja! Manche waren sehr sehr ärgerlich - ja. Ob es durch die Offenheit dazu kam...mit Sicherheit. Ob Erwartungshaltungen trotz Ansprachen damit verbunden waren...scheint so. ICH habe mich strikt an Absprachen gehalten....egal worum es ging.
"nein-sagen"....das gehört in jede Ehe/Beziehung/Partnerschaft/Affäre. Wer das negiert, hat was nicht verstanden. Wie ein "nein" aufgefasst wird, sprengt oft Grenzen. Wer ein "nein" generell als "persönlich" ansieht, und sich ggf. zurückgesetzt fühlt, bekommt Probleme.
Es gibt auch ein "nein" was Situationen gilt: "Ich will nicht schmusen"!...um ein Beispiel zu nennen!
Fasst die/der Andere das "nein" jetzt als persönliche Zurückweisung auf, ist das etwas anderes, als wenn das "nicht schmusen wollen" nur dem gilt.
Menschlich/zwischenmenschlich war die Affäre ein Gewinn - die Frau ließ bei mir raus, was "zu Hause" nicht möglich war. Da wir beide heftige Erkrankungen zu bewältigen hatten/haben, war die "Verständnis"-Ebene eine andere. Das können Nicht-Betroffene meist nicht nachvollziehen.
Da die Frau von ihrem Mann diesbezüglich NICHTS mehr zu erwarten hatte....weit vor unserem Kennenlernen und weit vor ihrer heftigen Erkrankung, hatte sie sich emotional/gefühlsmäßig längst von ihrem Mann losgesagt - "Ehe" auf dem Papier, als Fassade. Wirtschaftlich war sie von ihm abhängig. Trennung kam daher nicht in Frage - sie wäre ruiniert gewesen. Nicht nur wirtschaftlich, sondern auch gesellschaftlich und ehrenamtlich. Das Paar genoss das "Parkett"....gingen allerdings eigene Wege, wenn das "Licht" nicht gegeben war - Fassade halt.
Zum Schluss - niemals wären fast 9 Jahre aus der Affäre geworden...von mir aus schon nicht...
wenn der weitaus größere Teil der Affäre-Zeit nicht so GUT gewesen/verlaufen wäre. Ob das nun "nur daher gesagt" war - ich wusste von ihr mehr, als ihre beiden Ehemänner. Sie hatte den
1. für den 2. Mann verlassen.
Als sie das Ende verkündete - "ich werde dich immer lieben!" Grund für das Ende - sie hatte ein situatives "nein", als persönliche Zurückweisung gedeutet. Es ging um ein "nein"... morgens um
6 Uhr, als ich noch schlafen wollte, sie aber putzmunter war....

Als sie morgens "schlafen" wollte und ich "putzmunter" war (mehrfach war das sogar), waren das total gleiche Situationen....nur das "nein" (jeweils unausgesprochen) hat sie als persönliche Zurückweisung empfunden... ich auf die jeweiligen Situation bezogen... sie wollte weiter schlafen....

Affäre zu Ende, restlos aufgearbeitet, restlos verarbeitet, ihr vergeben, mir vergeben.... losgelassen.
Davon ist nichts vorgegaukelt....wie mir die Menschen bestätigen, die mich real kennen, die die Frau kennen.
Was an der Frau "gut" war - sie als MENSCH zu sehen, sie als Mensch kennenlernen zu dürfen,
sie nur anfangs als Frau gesehen zu haben. Das klingt paradox... ich weiß. Die meisten Menschen sehen im Gegenüber die Frau/den Mann.... ich habe erleben dürfen, wie sich eine Frau als Mensch zeigt, sich so gibt, mir gegenüber NICHT die Frau raushängen ließ - auch wenn sie sehr weiblich aussah!
Daher... ich kann es nicht nachvollziehen, dass die meisten Frauen als Geliebte den verheirateten Männern NACH den Affären am liebsten die Augen auskratzen würden...nur weil die Geliebten nicht die 1. Geigen wurden?
Was ich ansonsten an Erkenntnissen eingebracht habe - "meine" Affäre betreffend - das resultiert auch aus vielen Gesprächen mit Betrügerinnen, Betrogenen, Geliebten, die Tacheles mit mir sprachen. Ich habe nachgefragt, nachgebohrt....und da habe ich erst erkannt, dass ich ein mitverantwortlicher Part war, dass die Frau - "meine" AF - ihren Mann belügen müsste, um ihn mit mir zu betrügen. Ich habe erheblichen Anteil am Betrug und an der Lüge "meiner" AF an ihrem EM. Was soll ich das leugnen? Und...warum leugnen so viele Geliebte diese Tatsachen, die doch nun mal Faktum sind im Rahmen einer Affäre. Affäre geht nur, wenn betrogen und gelogen wird...mit Unterstützung der Geliebten.... Punkt.
Das habe ich bereits mehrfach im Forum in gleicher Weise beschrieben....