@ Gretchen
Zitat:(...) leben fängt da an, wo man erkennt dass man das Leben als solches nicht kontrollieren kann.(...)
Leben fängt da an, wo eine bewusste Wahrnehmung erfolgt. Leben bewusster wahrzunehmen, bedeutet viel mehr Wertschätzung. Es wird niemals alles GUT sein...es wird allerdings auch niemals alles "schlecht" sein. Es gibt diese Polaritäten, ohne die keine realistische Lebensgestaltung möglich ist.
Wie komme ich auf einen solchen "Schmarr´n"? Das nahe Ende meines Lebens vor über 20 Jahren aufgezeigt bekommen zu haben, hat eine andere Werteordnung meines Lebens entstehen lassen. Vollkommen andere Prioritäten zu setzen - das kleinste Unscheinbarste wurde wichtiger, als zuvor Monströses. Es gibt nämlich Werte im Leben, die können mit Milliarden Dollar/Euro nicht gekauft werden. Diese immateriellen Werte sind es, die LEBEN dann ausmachen, wenn Frau/Mann erfahren hat, wie endlich Leben wirklich ist.
Und nein.... ein/e Partner/in kann und wird niemals dafür sorgen können, zufrieden/er und/oder glücklich/er zu sein. Wer nicht von sich aus schon eine Zufriedenheit/Glück in sich hat, macht sich abhängig von Anderen, um zufrieden/glücklich zu werden...das ist ein Trugschluss. Niemand will
abhängig werden/gemacht werden.
Was brauchst du persönlich für Zufriedenheit/Glück? Hinterfrage dich mal! Du wirst Antworten finden, die neben dem Materiellem und Menschen auch sehr viele Dinge beinhalten, die mit Materiellem und anderen Menschen nichts zu tun haben.
Magst du dich? Liebst du dich? Wie gehst du mit dir um? Fürsorglich? "Robust"? Liebevoll? Gefühlvoll? Emotional? Rational? ...oder eher gedankenverloren? "Et kütt, wie et kütt"? Nach dir die Sintflut?
Und nein - nicht alle Menschen haben ein Einsehen, wenn es bei ihnen mal so RICHTIG gekracht hat, etwas an sich selbst zu verändern. Der Rückfall in den Trott ist genau das, was Wahrnehmung verhindert. Unbewusst wird wieder der Trott eingenommen....und nach Ursachen, warum es zum
Crash kam, was mir ein Crash sagen will, welche anderen Möglichkeiten es AUCH noch gibt, um nicht wieder "Trott" zu erleben/zu durchleben.
Nein... bewusstes Leben ist nicht nur Trallala und Hoppsassa. Bewusstes Leben ist, Höhen zu Tiefen zu haben....und die Höhen werden dann wirklich zu HÖHEN, wenn Frau/Mann die Tiefen erlebt und durchlebt haben. Wenn immer nur Wolkenkuckucksdorf gelebt werden will - das wird doch mit der Zeit so langweilig. Eine Party jagt die nächste...und immer die gleichen "Fratzen", immer gleiche Themen, immer gleiche Abläufe! Leben ist AUCH "Party"....aber nicht nur. Leben ist AUCH "Positives"...aber nicht nur.
Sich dessen bewusst zu werden - das braucht Kraft und Mut und Wille und Konsequenz. Und ja - es macht Spaß, sich dem zu öffnen, um zu erkennen, dass noch sehr viel mehr in einem streckt, als bisher bekannt ist. Ja... auf diese "Reise" gehen die wenigsten - Männer "schon mal gar nicht"! Aber warum ich... weil ich Frauen zugehört habe, als ich vor über 20 Jahren am Abgrund stand, dann erst erkannt habe, was ich wirklich wollte....
Zitat:leben.... nur schlicht und einfach leben!
Das klingt martialisch. Ich weiß. Es war auch sehr dramatisch, ohne zu wissen, wie dramatisch es wirklich war. Ob sich das alles gelohnt hat.... JA. Mehr als 20 Jahre Leben habe ich geschenkt bekommen, weil ich Leben zu wertschätzen gelernt habe...und wie unwichtig Materielles werden kann. Der Crash vor 20 Jahren hat mir einiges an Verlusten eingebracht....aber mir nicht das nehmen können, was ich wollte... mein Leben.
Und ja... die Schicksale hier im Forum - die sind zum Teil erschütternd zu lesen. ALLE Schicksale bieten dennoch große Chancen. Jede/r Einzelne hat es selbst in der Hand, das jeweilige Schicksal als Chance zu nutzen. Das ist der härteste Job, den es gibt...los geht´s ...
