Zitat von Ema:Du musst ihm Steine ans Bein binden und ihn ins Meer schmeißen, wenn du ihn zuverlässig loswerden willst. Andere Methoden sind mir bislang nicht bekannt.
Ich bin ja auch als unverbesserliche Runden-Dreherin durch die letzten 3 Jahre getorkelt. Da das echt lange ist, kann ich zumindest völlig verschiedene Erfahrungen beisteuern:
* Mit der LG/EF kommunizieren (sie hatte Kontakt aufgenommen): bringt gar nichts, sofern sich beide Damen in (emotionaler) Abhängigkeit befinden, wir haben uns mehrere Wochen gegenseitig beteuert, dass jetzt aber nun, ganz sicher, unbedingt usw. Schluss mit dem Zweigleiser ist. Und haben beide weitergemacht.
* Abschiedsgespräch mit deutlichen Worten (in mehreren Abstufungen von traurig über "dankbar" bis sauer): hat im Maximalfall 3 Wochen gehalten, dann stand er wieder da.
* Deutlicher Abschiedsbrief mit Zurückbringen all seiner noch bei mir befindlichen Sachen (die Insider erinnern sich: der rosa Waschlappen am Golfbag): hat immerhin 5 Wochen gedauert, bis er sich zwitschernd nach meinem Wohlergehen erkundigt hat.
* Daraufhin: einzige echt fiese Aktion: Petzen beim aktuellen (gemeinsamen) Auftraggeber: große Aufregung, Drohungen mit Anzeige, 4 Wochen später innigste Geburtstagswünsche um 00:11 Uhr und kurz darauf Vorschlag zum Treffen. Aussprache...ääähhhh...Start in die nächste Runde.
* klassisches Schlussmachen nach schöner Nacht/Fete/Sch.Aktion von ihm: pffft, 3 Tage max....
Bis auf meine Petzaktion, die ich lieber ungeschehen machen würde, gab es diese Varianten, immer von mir ausgehend, in verschiedenen Ausprägungen. Immer mit gleichem Ergebnis.
Aber jetzt: Hoffnung! Der ExAM hatte großspurig und mit blumigen Plänen seine (natürlich unverzichtbare) Hilfe nebst tollen Ideen *hust* für die Renovierung angekündigt, Termine gemacht und beide verstreichen lassen. Zum letzten war er immerhin da, um sich kurz für 2 h zu entschuldigen, müsse noch was erledigen....nächste Meldung am nächsten Tag! Daraufhin habe ich ihm in knappen Worten geschrieben, was ich von seiner handwerklichen Wichtigtuerei halte und dass ich mich für ihn schäme. Dann alles gelöscht, mit leichtem Herzen.
Seitdem (5 Wochen) ist Ruhe. In mir endlich auch. Und endlich stelle ich mir keine Fragen mehr nach dem Warum oder ob ich was falsch gemacht habe. Das fühlt sich herrlich an. Sauber.
Zitat von Mellowdrop:Bin kurz davor seine EF in Kenntnis zu setzen.
Wobei das nach bald 10 Monaten auch lächerlich wäre.
Empfehlung auch von mir: lass es. Ich habe (nach monatelangem Kontakt mit der LG, dann Abbruch nach Drohung des Herrn, mit uns beiden Schluss zu machen!) ca. 3 Monate später mal eine emotionale Mail an die LG geschrieben. Es kam nie eine Antwort. Monate später hat sie mir auch weh getan, so wie ich ihr mit der Mitteilung, dass ich durchaus noch in ihrem Leben bin. Das ist ca. 2,5 Jahre her und heute erst, nach Jahren der Kleinmacherei, des Selbstbelügens und Hoffens (auf ein A.loch!), schäme ich mich dafür, diesen Umweg überhaupt gedacht und erst recht, versucht zu haben. Tu der Frau nicht weh - die meisten EF sind durchaus in der Lage, selbst zu beobachten und Schlüsse zu ziehen. Heute kann ich zugeben, dass dieser Kontakt auch nichts anderes als der Versuch war, sie zur Trennung zu animieren und den Typen allein zu kriegen. Oh Mann...
Zitat von Ex-Mitglied:Jetzt bleibt es natürlich an jedem Beteiligten, diese Disziplin auch aufzubringen und vor allem, sich nichts vorzumachen.
Erst, wenn man aufgehört hat, sich was vorzumachen, benötigt man gar keine Disziplin mehr. Für mich war das ein langer, sinnloser und schmerzhafter Weg, auf dem ich mich verändert habe.