Kaetzchen
Gast
Zitat von Ema:Und wenn ich das lese, dann denke ich, ich hätte es wirklich nicht verhindern können. Selbst wenn ich schon viel früher ausgestiegen wäre. Es ist, als hätte er mich fast von Anfang an fest am Haken gehabt. Als hätte die Faust des Schicksals selbst zugeschlagen.
Nur weiß ich nicht, warum und wozu...
Warum und wozu kann ich Dir auch nicht sagen, irgendwas solltest Du ja vielleicht auch "lernen" oder mitnehmen aus Deiner Affäre? Aber was die allermeisten an Affären unterschätzen ist wohl auch die Tatsache, dass 90% der gewaltigen Anziehung und "Gefühle" eben dadurch zustande kommt, dass der andere vergeben ist. Das stellt sämtliche normale Gesetze der Anziehung auf den Kopf. Das ist nämlich das Dumme. In den meisten Fällen wäre der entsprechende AM als freier, ungebundener und entsprechend "bedürftiger"
Und sich zu verlieben hat ja nicht nur mit der Person zu tun, sondern auch ganz viel mit den Umständen, mit der Konstellation, mit der Gelegenheit - sonst gäbe es nicht so viele Patienten, die sich in den Therapeuten verlieben, kein Stockholm-Syndrom, keine "Liebe auf den ersten Blick", keine "36 Fragen zum verlieben" ...
Wie kann man das verhindern? Wohl nur, indem man sich rigoros von gebundenen Männern fernhält, und wenn diese anfangen, an einem rumzubaggern, sie sofort in die Schranken weist und ihnen aus dem Weg geht. Anders geht es wohl nicht. Ich kenne inzwischen so viele Frauen, die früher wild und laut geschrien haben "mit vergebenen Männern lässt man sich nicht ein!", und alle Frauen, die das doch taten, als Sch lampen betitelten. Und dann kam ein auch nur halbwegs ansprechender, gebundener Mann und machte ihnen den Hof und - zack. War es passiert. Aus dem ehemaligen Moralapostel wurde binnen weniger Monate eine jämmerliche, heulende, wehklagende Geliebte.
Ich weiß nicht, was das wirklich ist. Vielleicht irgendein "archaisches" Muster in uns Frauen? Vielleicht hat es mit unserer Kindheit und unserer Vaterbeziehung zu tun, und vielleicht passiert das künftigen Generationen nicht mehr so schnell, weil die heutigen Kids ja mit durchaus präsenteren Vätern, die sich mehr kümmern, aufwachsen als wir? Warum passiert Männern das so selten? Die gehen offenbar viel souveräner mit Affären um, von wenigen Ausnahmen abgesehen. Weil Männer rationaler sind? Weil es nicht sooo viele Männer gibt, die mit einer abwesenden, emotional unerreichbaren Mutter zu kämpfen hatten?
Und bei Euch war es doch eh was anderes, Ihr kanntet Euch ja vorher schon so lange! Das war doch eher Klaus Lage ... tausendmal berührt ... oder?