Zitat von KGR:Guter Trick! Einfach so lange passiv bleiben, bis der Mann nach dem Treffen fragt, dann kann man im Nachhinein sagen, dass es ja nur seine Idee war

Ich frage nie einen Mann nach einem ersten Treffen und bin damit immer gut gefahren. Meine Wahrnehmung ist, dass viele Männer es bewusst oder unbewusst nicht mögen, wenn die Frau beim Kennenlernen die führende Kraft ist. Ich mag es, wenn Männer mich führen können (sie müssen es nicht - ich bin sehr selbständig, mittlerweile auch emotional selbständig, aber ich MAG es einfach sehr). Das hat mit Gleichberechtigung nichts zu tun, denn nur weil Menschen gleiche RECHTE haben (wollen), müssen sie dafür noch lange nicht gleich SEIN.
Darin einen Trick zu wittern, um Verantwortung abzugeben - puh... deine Baustelle eventuell?
Zitat von KGR:Ja, das stimmt natürlich, nur denke ich mir eben, dass man beim ersten Treffen auch einfach mal entspannt spazieren gehen kann, ohne gleich so "formal" ins Café zu müssen.
Müssen muss niemand irgendwas. Ich z. B. gehe sehr gern beim Kennenlernen spazieren und anschließend nur dann noch was trinken, wenn ich mir vorstellen kann, den Herrn ein weiteres mal zu treffen (und ich herausfinden möchte, ob er ein Geizkragen ist oder nicht

). Ich habe auch schon Männer aufs Getränk eingeladen, aber nur, weil ich zu dem Zeitpunkt schon wusste, dass ich ihn nicht wieder sehen möchte und ich ihm nicht noch zur Enttäuschung darüber was schuldig bleiben wollte.
Es gibt aber auch Männer, die z. B. unbedingt zu einem Abendessen einladen möchten für ein Kennenlernen. Von denen erwarte ich dann aber auch, dass sie ihre Einladung ernst meinen und entsprechend die Rechnung übernehmen, während ich dann meist nur eine Kleinigkeit wähle.
Und bevor das hier wie so oft so gern verdreht aufgefasst wird - ich halte es NIE für selbstverständlich, eingeladen zu werden. Ich habe es auch weiß Gott nicht nötig. Aber ich achte darauf, ob ein Mann das tut. Wenn er es tut, zeige ich ihm dass ich mich darüber freue und innerlich klettert er in meine Achtung damit ein Stückchen höher. Eigentlich ist das doch gar nicht so schwer zu verstehen, es hat auch gar nichts mit Emanzipation oder sonstigem Pipapo zu tun - es ist eine simple Wahrheit: nur wenige Frauen wünschen sich einen Partner, der geizig oder pleite ist.
Zitat von KGR:Wenn es dazu gehört, dass der Mann der Frau den Hof macht, gehört es dann auch dazu, dass die Frau für den Mann kocht? Ich dachte, ihr Frauen wolltet diese veralteten Rollenbilder nicht mehr?
Ich bin nicht "ihr Frauen". Ich rede hier von mir und meiner Meinung und von Dingen, die für mich und viele andere Menschen, sicher nicht für alle, erfahrungsgemäß besser funktionieren als andere.
Viele Männer werben sehr gerne um Frauen und genießen es, dabei zur Höchstform auflaufen zu können; viele Männer verlieren schlagartig das Interesse an Frauen, wenn diese ihrerseits versuchen, den Mann zu erobern. Es mag im Einzelfall anders sein und natürlich ist es ein Stereotyp, aber was das Balzverhalten angeht, sind wir Menschen doch trotz aller moderner gesellschaftlicher Entwicklung im Kern immer noch recht archaisch gestrickt.
Zitat von -Locke-:Sehr guter Konter! Danke!
Er hat Äpfel mit Birnen verglichen, nämlich die Anfangsphase einer Beziehung in der Gefühle geweckt und Raum zum Wachsen bekommen müssen mit der Langzeitphase gemeinsamen Alltags, was ein völlig eigenes und noch komplexeres Thema ist. Er hat mich mit meiner individuellen Meinungsäußerung mit "ihr Frauen" gleichgesetzt, wer bitte ist denn "ihr Frauen"?
"Kontern" als solches mag für den Moment ja befriedigen, verhindert aber auch sich inhaltlich auseinanderzusetzen und damit stellt man sich am Ende doch nur selber ein Bein, indem man sich dem möglichen Nutzen der von anderen gelieferten Inhalte versperrt.