Carlie
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wie traurig, dass alle gerade im Tief hängen.
Am Anfang fühlt man sich freudlos, lustlos, energielos, orientierungslos, kraftlos, überfordert, antriebslos und man denkt, man bleibt ewig in dieser furchtbaren Grauzone stecken. Nicht mal, dass man Angst vor der Zukunft hat, man will auch gar nicht drüber nachdenken. So ein Gefühl, dass alles sinnlos ist, macht sich breit. Und eigentlich kann und will man nur heulen, wüten, in Selbstmitleid baden, sich verkriechen.
Irgendwann beginnt dann die Auf- und Ab-Phase. Mal gute Tage, mal Rückfälle, immer im Wechsel, unterschiedlich lang und mit unterschiedlichen Abständen. Und meist kommt ein Rückfall immer genau dann, wenn man gerade dachte, dass es jetzt nach vorn geht mit dem Verarbeiten.
Und ja, es ist Schwerstarbeit, sich aus einem Tief wieder rauszuziehen, unheimlich kräftezerrend, sogar körperlich spürbar die Erschöpfung.
Und alles dauert sooooooo lange! Man sagt sich immer öfter "Ich will das alles nicht mehr!"
Aber irgendwann gibt es das nicht mehr. Irgendwann sind wir drüber weg, haben Narben, aber keine Wunden mehr. Bitte alle dran glauben! Kopf hoch!
Julam hat hier mal ein Buch empfohlen "Alles für ein bisschen Liebe". Hab es jetzt fast durchgelesen. Allen, die hier geschrieben haben, dass das mit der Selbstliebe nicht ausreicht und ein Partner fehlt zum Trösten, Kuscheln, Geborgensein, kann ich dieses Buch nur empfehlen. Ihr werdet euch wiedererkennen und erfahren, wie Selbstliebe und Beziehungen zusammenhängen. Sehr aufschlussreich und meiner Meinung nach sehr nachvollziehbar. Die Autorin schreibt sehr verständnisvoll und in einem Ton, als würde eine alte Freundin mit dir reden. Und es liest sich sehr schnell, eins von den Büchern, die man verschlingen kann. Kann es wirklich nur empfehlen (auch nicht teuer).
