also vorab, das sind meinerseits nur reine Mutmaßungen, bin keine Psychologin/Therpeutin und GSD auch nicht persänlich betroffen (1 Freundin und 1 Bekannter haben das jeweils durchleiden müssen, eine Horrorstory nach der nächsten. Beide sind jetzt raus aus Teufelskreis, aber beide haben auch Ehrenrunden gedreht)
Zitat von Ilisia: stelle ich mir mehr und mehr die Frage, ob sich die Toxiker bewusst sind über ihr Verhalten, ob sie es erlernen, ob sie es perfektionieren
Zitat von Ilisia: das Menschen bereits durch fehlgeleitete Erziehung in der Kindheit,
Narzissmus soll ja zu einem nicht unerheblichen Teil auch vererbbar sein.
Die genetische Anlage ist also schon vorhanden, wenn dann noch die Erziehung fehlgleitet ist (entweder übertriebene Fürsorge, dem Kind alles durchgehen lassen, alles toll finden, was der Prinz macht, sagt oder will - also, als Eltern eben keine Eltern sein, die die Regeln und Grenzen vorgeben, sondern die "besten Freunde" die selber eher zum applaudierenden Fanclub gehören - oder der andere Extremfall, das Kind wird vernachlässigt, ignoriert, als lästig angesehen, seine Bedüfnisse missachten, keine Liebe, ggf. Misshandlungen jedweder Art, null Wärme, null Sicherheit ... )
Beides ist natürlich in Zusammenhang mit ggf. ererbten Anteilen von Narzissmus der Supergau.
Im ersten Fall werden keine Grenzen gesetzt - Kind fühlt sich eh schon wertvoller als andere, sie sind oft dominanter, haben eine hohe Bereitschaft zum Risiko und im Umkehrschluss ist keine oder kaum Empathie vorhanden.
Keine Empathie=kein Gewissen. Damit brauchen sie sich dann schon mal nicht "rumärgern".
Im zweiten Fall, der Missachtung/Vernachlässigung: der angehende 100% Narzisst war ja da erstmal komplett ausgeliefert und wehrlos. Ist so als Kind, wenn Du in der Elternlotterie verloren hast, musst Du erstmal da durch. Bin mir sicher, dass das nicht ohne Schäden und tiefsitzender Wut bleibt.
ergo: jetzt bin ICH es, der hier bestimmt. Keiner wird mich mehr ignorieren. Niemand steht über mir. Jetzt leiden nur noch die anderen. In "Beziehungen" wird sie/er abhängig sein von MIR. Und wehe irgendein anderer guckt meine Ware an, der Schlam pe zeig ich es ... usw.
ich glaube, einher geht dabei diese Vorstellung der eigenen Grandiosität. Die sie ja unbedingt vermitteln möchten. Weil sie das natürlich nicht sind. Narzissten sind ja häufig nicht selbstsicher oder souverän, sondern unheimlich unsicher.
Ein Gefühl, das sie hassen (wir alle mögen das Gefühl nicht, ich glaube beim Narzissten ist das Gefühl aber "lebensbedohlich"), dem muss natürlich Einhalt geboten werden, jegliche klitzkleine vorhandene Selbstregulierung ist dann Geschichte und es wird aber mal tüchtig rundum verteilt. Und dann haben sie sich wieder selbst bewiesen, sie sind ja doch total stark und toll und super und es geht erstmal wieder. (also rundum wird natürlich nur dort verteilt, verletzt, gewütet wo ein entsprechender Abnehmer verfügbar ist, nicht etwa dort, wo - Gott bewahre - Gegenwehr zu erwarten ist)
Aber Narzissten sind hervorragende Menschenkenner, die verschwenden Ihre Zeit nicht mit Menschen, die Ihre Grandiosität nicht anerkennen)
(apropos fehlende Empathie: im Fall von Power, jeder einigermaßen mental normal entwickelter Mensch würde sich bei einem Mini-Micro Bruchteil der Aktionen in Grund und Boden schämen. Aber jeder, und auch das muss ich leider sagen, der sich einen Bruchteil dieser Aktionen gefallen lässt, hat auch einiges für sich aufzuarbeiten. Auch das ist nicht unbedingt "normal")
Zitat von Wulf: Achte mal bewußt auf die Jammern/Opfer Taktik darauf und du stellst fest das es sehr viele anwenden.
Guck an, gerade heute im Teammeeting. Eine Kollegin kam nicht raus aus der Jammerspirale "zu viele Aufgaben, überlastet, immer ich (also, sie ist keine Narzisstin!)
Meine Teamleaderin dann lösungsorientiert: ok a) Aufgaben an die Person, die dafür bereitsteht, anlassbezogen abzugeben (nein, da muss sie erst zu viel erklären bis es richtig läuft, dann kann sie es auch gleich selber machen),
b) generell einen Teil der Aufgaben komplett abzugeben (nicht bereit dazu) c) Ihre Rolle doppelt besetzen. (das ist ja wohl ausgeschlossen!)
Meine TL: das ist mir jetzt ein Rätsel, möchtest Du eine Gehaltserhöhung oder was ist Dein Ziel bei Deinem Thema?
Mittlerweile wurde der Unmut auch im Team etwas deutlicher, so dass die das nochmal zu zweit klären, aber jammern, Opfer spielen und als Erwartungshaltung eben ein "Du bist halt die Beste, Tüchtigste, was würden wir ohne Dich machen" und keine unnötigen Lösungsansätze. Wenden in der Tat viele an.
Zitat von Wulf: Der Prinz ist gut gelaunt, die Magd darf antreten
Naja, was ich so heraushöre, war der Prinz in den seltensten Fällen gut gelaunt, Power obliegte es dann pflichtbewußt, ihn wieder aufzuheitern. Was - wenn ich mich recht erinnere - nur ausnahmsweise klappte.
Selbst die psychologische Wissenschaft hat ja noch kein: wenn das=dann das="tadaa, es werde der Narzisst"
Was aber übereinstimmend klar ist, das ist eine Krankheit oder Störung, mit der kein Co Narzisst leben kann, ohne selber über kurz oder lang Schwierigkeiten zu bekommen. Körperlich, seelisch, Erschöpfung, psychologisch - etwa Angstzustände, Autoimmunkrankheiten (der Körper stellt sich gegen sich selber) you name it.
Häufig isses ja auch so, wenn der Narz einen schlussendlich so richtig total runtergewirtschaftet hat, das man so kaputt ist und nichts mehr FÜR ihn tun kann, sondern nur noch wie ein Zombie agiert, dann sucht er sich das nächste Opfer.
Stichwort: null Empathie. Geht ja nun aber bitte nicht um den anderen, sondern um IHN (also, ich hab hier mehrfach das Maskulinum genutzt, Narzissmus existiert natürlich bei beiden Geschlechtern)
Was ebenfalls überinstimmend klar ist: eine einigermaßen gesunde Beziehung mit einem Narzissten zu führen ist NICHT möglich. Und es gibt nur einen, der draufzahlt - Der Partner vom Narzissten. Und für was, frage ich mich da ja?
In diesem Sinne, schönen Feierabend