Zitat von FrauDrachin:@Worrior ja, sicher auch eine Kriegsfolge, sich nie ganz sicher fühlen... Wie will man da Kindern Sicherheit geben... Würdest du sagen, das hatte ...
Als ich es mit knapp 20 erfuhr schon.
Ich war 15 als er starb.
EIn großer Mann, immer elegant gekleidet.
Das lag wohl daran dass er als Vollwaise in sehr ärmlichen Verhältnissen aufwuchs.
Wir tobten immer sehr viel, sehr zul Leidwesen meiner Mutter, denn hin und wieder ging was zu Bruch, was sie af die Palme brachte aber immer nur kurzfristig.
Mein Vater konnte sie immer um den Finger wickeln wenn wir Mist gebaut hatten und sie es rauskriegte.
Für mich war er wie Supermann, wirkte auf mich wie ein Hollywodstar, er ließ sich selten aus der Ruhe bringen, konnte alles regeln.
Zumindest sah ich das als Kind so.
Aber als er starb hasste ich ihn sogar eine Zeit lang, ich fühlte mich von ihm verlassen, zurückgelassen.
Für meine Mutter begann dann eine sehr schwierige Zeit mit mir.
NAch und nach lernte ich aber Verantwortung zu übernehmen, insgeheim wollte ich so werden wie er.
Es gelang mir nie.
Ich hatte dann auch große Schuldgefühle dass ich so über meinen Vater dachte und oft so hässliche Sachen über ihn sagte.
Ich kam damit nicht klar aber meine Mutter konnte mich immer wieder einreihen.
Ich hätte ihn noch so viele Jahre gebraucht, in meinem Leben wäre wohl Vieles zu meinem Besseren verlaufen.
Meine Mutter, die nach seinem Tot wieder voll arbeiten ging, verließ mich 2002, ich fühlte mich wieder verlassen, konnte aber viel besser damit umgehen.
Sie war immer eine sehr hübsche und gepflegte Frau.
Ich bin ihr dankbar dass sie 5 Jahre wartete bis sie wieder einen Mann in ihr Leben ließ.
Vorher wäre ich wohl nicht bereit gewesen einen neuen Lebenspartner bei ihr zu akzeptieren.
In meiner Welt konnte meinem Vater eh keiner das Wasser reichen, andere Männer, bis auf meinen Onkel, waren hässlich dumm und schwach.
Ich war da halt noch sehr unreif.