Zitat von Icefire:den fehler habe ich definitiv gemacht das sich für mich alles nur noch darum gedreht hat. ich hab mich selbst in diese abhängigkeit geführt. sicher hat sie auch lücken gefüllt ansonst beginnt man auch kaum eine affaire. das problem ist das ich durch sie ganz neue zugänge erfahren habe und die lücken durch ihren verlust jetzt ums vielfache größer geworden sind.
Hallo @Icefire ,
Du machst das auch gut, auch wenn Du Deinen Fokus noch immer sehr auf ihr hast. Aber das ist einfach noch so. Irgendwann ist das auch wieder anders. Man kann nichts erzwingen.
Aber man kann versuchen, die Sichtweise Stück für Stück zu ändern. Und da würde ich mir wünschen, Du würdest aufhören sie zu entschuldigen und zu verteidigen. Das muss gar nicht sein, denn das könnte/müsste sie schon gut allein machen, wäre sie hier. Um sie gehts auch nur am Rande. Es geht um Dich.
Manchmal schreibst Du etwas in Rätseln, so dass ich nur erahnen kann, worum es konkret gehen könnte. Darfst dann gern reingrätschen, damit kein falscher Eindruck entsteht und ich in der falschen Richtung unterwegs bin.
Ich habe ganz stark den Eindruck, dass Du Dir alle die Jahre so viel mehr versprochen hast, als nur diese Affäre zu führen. Kann es sein, dass Du es zeitweise schon viel mehr als richtig echte Beziehung gesehen und den Affärenstatus ausgeblendet hast?
Warum schreibst Du z.B. das hier:
Zitat von Icefire:mir war bewusst das ich loslassen muss weil ich gewisse dinge und wünsche von ihr nicht erfüllen kann, sie zwar darauf verzichten wollte, aber ich nicht mit mir vereinbaren konnte.
oder:
Zitat von Icefire:im grunde fressen mich die selben gedanken auf die EP bewältigen müssen.
oder:
Zitat von Icefire:hm wir sind uns wohl großteils nichts schuldig geblieben. war auch nicht immer der feinste wenn ich zu emotional wurde. vielleicht wusste sie gar nie wie wirklich sicher sie bei mir war, weil ich eben das ggt gezeigt habe.
In einer Affäre ist man sich eigentlich nichts schuldig. Sollte man sich darüber einig sein, lediglich eine Affäre zu führen und ist auch klar, dass die Hauptbeziehungen nicht verlassen werden, dann muss man keine Sicherheit geben oder auf was verzichten, was nicht dem aktuellen Status entspricht. Da muss man auch nicht für sich Werbung machen, sondern man nimmt das mit, was man für sich als Vorteil ausmacht. Icefire, wie war das denn genau bei Euch bzw. bei Dir?
Auch wenn es vielleicht zwischen Euch nicht klar ausgesprochen wurde, aber Du selbst wirst Dir etwas gewünscht und vorgestellt haben. Wie konnte dieser Wunsch bzw. diese Vorstellung 5 Jahre lang all die Enttäuschungen überleben? Woran hast Du festgehalten?
Eine feste Beziehung hat normalerweise ein ganz anderes Fundament, auf dem vieles aufgebaut wird, u.a. Vertrauen und Verbindlichkeit. Beides ist in einer Affäre nur sehr wenig bis gar nicht ausgeprägt, auch wenn die ungebundenen Partner unbewusst in dem Bereich meist mehr investieren und sich der Illusion hingeben, dass es anders ist.
Vielleicht meinst Du aufgrund der Länge Eurer Affäre und weil du ihr so viel Raum in Deinem Leben gegeben hast, machst Du das Gleiche durch, wie ein fester Partner, der verlassen wurde. Von aussen betrachtet ist das aber nicht so, denn wenn ihr, wie Du sagst, nur eine Affäre geführt habt, dann hattest Du auch nie auf mehr Anspruch. Das hört sich total hart und gefühllos an, aber nüchtern betrachtet, bleibt unterm Strich nicht viel mehr übrig. Auch wenn andere Sache gesagt oder sogar versprochen wurden, die letztendlichen Taten sprechen dagegen.
Worauf ich hinaus möchte ist, dass ich den Eindruck habe, dass die Illusion über das, was Du meintest, die letzten Jahre gelebt zu haben, Dich noch so sehr im Griff hat, dass Du auch vier Monate später immer noch meinst, Du hättest es in der Hand gehabt, der ganzen Sache einen anderen Verlauf zu geben und jetzt fest an ihrer Seite durch Leben zu gehen. Ich glaube aber fast, dem war nie so. Ich glaube, sie hat nicht nur eine rationale Entscheidung getroffen und ich glaube auch weiterhin, dass Du die Zeichen, dass dem so ist, mit aller Kraft beiseite geschoben und ignoriert hast.
Icefire, ich meine wirklich, dass das "richtige Aufwachen" und das genau Hinschauen ohne Beschönigen ja fast nur das Betrachten der harten Fakten momentan Deine wichtigste Aufgabe ist. Ich befürchte, dass Du ohne das Du in der Realität ankommst, aus der Nummer noch ewig nicht rauskannst.
Das wird nicht einfach, das war es aber doch auch noch nie. Ich kann Deine Verzweiflung und Resignation gut verstehen, aber ich fände es schade, wenn Du alles, was in Beziehungsdingen möglich wäre, nur noch daran misst, was in der Affäre war. Ich verstehe dsa hier:
Zitat:mit dem verlust der liebe hat es nur zweitrangig zu tun. viel mehr überhaupt nicht mehr zu wissen was echt war.
aber ich habe die Hoffnung nicht aufgegeben, dass es noch aufrichtige und ehrliche Männer gibt, die es wert sind und mit denen man gute Beziehungen führen kann. Und weil ich durchaus auch ein paar Mädels kenne, kann ich Dir sagen, das gilt gleichermaßen auch auf der anderen Seite.

Klar, hast Du dafür jetzt gerade nicht so offene Augen und Ohren, aber perspektivisch sind diese Gedanken doch sehr beruhigend, oder?