Zweizelgänger
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Weißt du, wenn du dir deinen eigenen Text mal anschaust, wird dir bestimmt auffallen, dass deine Aussagen eigentlich widersprüchlich sind.
Das liegt aber nicht an dir, sondern an der Situation und der "Beziehung" in du reingeraten bist.
Ich weiß schon, dass du gerne deine "Depressionstheorie" behalten möchtest und auch jetzt die mit der Bindungsangst.
Du hast da sicher auch recht, aber ich halte diese Punkte einfach nur für Symptome.
Meiner Meinung nach steckt da mehr dahinter.
Ich hab damals nach der Trennung irgendwann angefangen zu sagen "Meine jetzigen Symptome sind der Nachweis für ihre Krankheit".
Ich weiß, dass klingt völlig durchgeknallt, aber zum einen war ich das zu der Zeit auch und zum anderen waren es einfach die Auswirkungen dieses seltsamen Symbiose in die ich gezogen wurde.
Meine Ex hat sowas kurz vor der Trennung auch gesagt.
Ich hatte es schon völlig vergessen und hab mich erst durch deinen Beitrag wieder daran erinnert.
Sie meinte, ich würde ja viel früher als sie sterben und was sie dann machen soll. Der Unterschied ist, dass sie einfach 14 Jahre jünger ist als ich, aber ich sagte ihr damals, dass man ja nie weiß was passieren würde, er könnte ja auch passieren, dass sie morgen bei einem Unfall ums Leben kommt.
Ich Idiot dachte damals noch, dass es etwas besonderes sei und wie wichtig ich ihr bin, dass sie um mich Angst hat, wobei mir recht schnell klar wurde, dass sie tatsächlich um sich Angst hat.
Genaugenommen zog sich das eigentlich durch alles.
Es ging ausschließlich um sie.
Weißt du, Menschen mit Persönlichkeitsstörungen sind einfach sehr egozentrisch, es existiert eigentlich gar nichts um sie herum.
Alles dient nur einem Zweck, dem Selbsterhalt.
Das geht soweit, dass sogar diese Art der Empathie nur darauf ausgelegt ist.
Es ist ein Schutz, der in der Kindheit durch ein Trauma angelegt wurde und nie in einen erwachsenen Zustand weiterentwickelt wurde.