Ich ärgere mich gerade so sehr. Weiß gar nicht, ob eher über mich als über ihn...
Vor zwei Jahren waren wir das erste Mal zusammen auf einem Festival. Eine Freundin von mir hatte mich gefragt und dann sind wir mitgefahren. Es hat uns so gefallen, dass wir nun beide gern hingehen.
Für dieses Jahr hat er sich das Festival selbstverständlich auch eingeplant. Denn nach seiner Meinung können wir ja alles weiter zusammen machen wie bisher. Gestern ist mir klar geworden, dass ich nicht mit ihm auf dem Festival sein will in unserer Gruppe und habe in der Gruppe abgesagt. Auch, dass ich wegen ihm nicht hin will.
Jetzt ärgere ich mich über ihn, dass er in Ego-Manier wie selbstverständlich hinfährt und es zum Einen plötzlich auch klappt, dass er sich um den Verbleib der Kinder kümmert (vorher immer meine Baustelle) und zum Anderen, dass er nicht mal eine Absprache mit mir in Betracht zieht.
Und ich ärgere mich über mich, weil ich in den schlechten Beziehungsmustern stecke und ohne was zu ihm zu sagen Absage. Also auf etwas verzichte, was ich liebe, weil ich nicht das Rückgrat habe zu sagen "Ey, ich will da hin, bleib bitte weg". Weil ich keine Lust auf die Diskussion habe, dass es ihm ja nichts ausmacht und mein Problem ist (typische Aussage von ihm).
Ich könnte mich selbst ohrfeigen, dass ich das Grad nicht in einer Konfrontation gelöst bekomme
Und triggert meinen inneren Kritiker, der mich grad förmlich anschreit, dass ich nix auf die Reihe kriege und jetzt wohl einsehen muss, dass ich mir meine ganze Entwicklung nur einrede, wenn ich es nicht mal schaffe, für mich einzustehen.