Zitat von Abendrot:Das finde ich nicht , jeder der an sich arbeitet hat meinen Respekt verdient , egal wie groß oder klein die Schritte sind .
Ich denke nicht, dass es hier darum geht, die Bemühungen an sich zu arbeiten, nicht zu schätzen.
Der Sieben-Seiten-Brief war @rschig und unnötig, keine Frage.
Ich fand es allerdings auch sehr befremdlich, wie auf den Ex eingedroschen wurde.
Er hat seine Baustellen, genau wie Odette, und hat so gehandelt, wie er eben in der Lage war zu handeln.
Dass die Vorwürfe katastrophal und vernichtend für Odette waren..absolut nachvollziehbar. Aber es haben sich ja beide gegenseitig nichts geschenkt, so ehrlich muss man schon sein.
Und dass die Dynamik zwischen den beiden keinen von ihnen gut tut, ist oft genug von den Usern erwähnt worden. Daher auch der Rat sich zu trennen.
Den Ex jetzt als Buhmann hinzustellen, finde ich nicht richtig und zwar unabhängig davon, dass der Brief das Allerletzte war. Wo bleibt das Verständnis, das für Odette entgegengebracht wird, für ihn? Auch für ihn war das alles sicher kein Zuckerschlecken.
Es haben beide ihren Teil dazu beigetragen. Es ist keiner besser oder schlechter als der andere.
Ich persönlich fand es auch von der Paartherapeutin sehr grenzwertig, zwei massiv labile Menschen in solch einer destruktiven Dynamik zu betreuen. Aber gut, ich bin kein Experte.
Ich sehe aber sowohl an diesem Fall als auch an meinem eigenen, dass es tendenziell weniger von Erfolg gekrönt ist, an sich selbst und gleichzeitig an der destruktiven Beziehung zu arbeiten, wenn man (noch) so instabil ist, dass schon Kleinigkeiten triggern. Das funktioniert vielleicht mit einem starken Partner an der Seite oder wenn noch nicht zuviel Porzellan zu Bruch gegangen ist. Aber bei zwei Ertrinkenden? Ich weiß nicht. Vermutlich nicht.
Vielleicht bin ich aber auch nur desillusioniert, weil ich selber gescheitert bin.